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Bank run, Abhebegrenzen, Verstaatlichungen, Bankfeiertage?

Wer weiß, was als nächstes passiert? Werden wir in USA oder Deutschland demnächst einen ersten Bank run erleben?

Peer Steinbrück sagte zwar noch vergangene Woche großspurig, dass es undenkbar wäre, dass ein SPD-Finanzminister private Unternehmen wie AIG verstaatlichen würde. Schauen wir mal, wie lange seine Aussage gilt, bis sie von der Realität eingeholt wird.

Glauben unsere Politiker wirklich, was sie sagen, dass alles nicht so schlimm ist und nicht außer Kontrolle gerät?

Es ist schwer vorstellbar, dass unsere Regierung so wenig Hirn hat – obwohl, natürlich ist es leicht vorstellbar und entspricht auch den Tatsachen. Doch liegt es weniger am fehlenden Hirn als viel mehr an der Angst vor Machtverlust, den diese Elite erleiden könnte.

Was werden wir als nächstes erleben? Wird es einen folgeschweren Bank run geben in USA, der von den Medien nicht verheimlicht werden kann? Wird sich daraus eine Kettenreaktion entwickeln und wenige Stunden später auch in Deutschland zu Panik in der Bevölkerung führen?

Stellen Sie sich vor, eine Schlange vor der Deutschen Bank in Stuttgart reicht bis auf die Straße. Zu was würde das führen? Würden nicht unmittelbar Passanten fragen, was da los ist? Würden nicht zahlreiche Kunden anderer Banken sagen „ach, ich hol mir mal vorsichtshalber 200 € von meinem Konto“? Was würde dann passieren? Die nächste Schlange und noch mehr Menschen, die vorsichtshalber zu ihrer Bank gehen und Geld abheben?

Könnte es dann zu sofortigen Abhebegrenzen der Banken kommen? 100 € pro Nase und Tag oder gar Woche? Was passiert, wenn auch das noch zu wenig Beruhigung bringt? Erleben wir dann staatlich verordnetete Bankfeiertage?

Ist es denkbar, dass die Deutsche Bank verstaatlicht wird, wie es die Amerikaner gerade mit ihren beiden größten Immobilenbanken und dem Versicherer AIG gemacht hat?

Denkbar ist alles. Inzwischen sind auch viele andere Menschen aufmerksam geworden darauf, was zur Zeit passiert und machen sich Gedanken, was sich noch alles anbahnen könnte. Wird nun die kritische Masse erreicht, dann kommt der große Stein ins Rollen und die Bevölkerung wird von einer allemeinen Massenpanik betroffen.

Innerhalb weniger Stunden könnten zig Banken geschliffen werden, weil sie durch den Massenandrang zahlungsunfähig würden. Das geht so schnell, dass der Zeitraum kleiner ist als zwischen zwei mal Tagesschau.

Und da auch Journalisten Bankkonten und Geld haben, werden wir wohl mehr in Radio und TV darüber hören als den Steuernden da oben lieb sein kann.

Was könnte noch alles passieren und v.a. bis wann? Ich bin mir sicher, dass wir uns in unseren kühnsten Träumen bzw. Befürchtungen nicht wirklich ausmalen können, was uns noch erwarten wird.

2 Kommentare zu “Bank run, Abhebegrenzen, Verstaatlichungen, Bankfeiertage?

  1. Derzeit erleiden die Hedgefonds nach Meldung des Independent ganz erhebliche Kapitalabflüsse. Die Anleger können hier jeweils nur bis zum Quartalsende kündigen. Ende Sept. müssen auch Fannie und Freddie Ihre 200 Mrd überrollen. Das Paulson Paket steckt in der Pipeline fest. Ende Spt. Anfang Okt. wirds nochmal heiß.

  2. Die Leute werden immer misstrauischer! In Foren und Chats informieren sich immer mehr über den Bailout. Schön das auch hier unbequeme Wahrheiten angesprochen werden. Aus den Medien wird man es zuletzt erfahren!

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