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Der Eid des Hippokrates – das waren noch Zeiten

Es ist mit unseren Medizinern wie mit unseren Politikern: Man müsste sie jeweils vereidigen und bei Zuwiderhandlung auch bestrafen.

Doch um heute Mediziner zu werden bedarf es eigentlich nur noch guter Verbindungen und entsprechendem Kapital, dann hat man den Titel doch schon halb in der Tasche. Und die wenigsten Mediziner werden Arzt aus Überzeugung, sondern weil die fette Kohle wartet.

Haben Sie schon einmal vom Eid des Hippokrates gehört? Hippokrates von Kos war ein griechischer Arzt des Altertums.

Würde man heute unsere Ärzte dazu verdonnern, den Eid des Hippokrates zu schwören, dann wäre das Fiasko im Gesundheitssystem wahrscheinlich schon längt vom Tisch, da das Machtkartell der Pharmaindustrie keine Chance hätte.

Warum? Lesen Sie selbst:

Ärztliche Verordnungen werde ich treffen zum Nutzen der Kranken nach meiner Fähigkeit und meinem Urteil, hüten aber werde ich mich davor, sie zum Schaden und in unrechter Weise anzuwenden.

Wenn die Ärzte zugeben würden, wenn sie etwas nicht oder nicht gut können, dann wüssten wir doch wenigstens schon vorher, wo wir dran sind. Stattdessen wird einfach irgendwas gemacht. Richtige Diagnose: Fehlanzeige. Überprüfungsmöglichkeit? Nur über einen zweiten Arzt, sofern dieser mehr Ahnung hat.

Auch werde ich niemandem ein tödliches Gift geben, auch nicht wenn ich darum gebeten werde, und ich werde auch niemanden dabei beraten; auch werde ich keiner Frau ein Abtreibungsmittel geben.

Also nix Sterbehilfe. Auch gäbe es überhaupt keine Chemo bzw. nur wenige Medikamente. Und von diesen wüsste der Arzt nachprüfbar, dass sie helfen. Denn Chemotherapien sind hochgiftig, das zeigt ein Blick auf die Verpackungen und Beipackzettel oder einfach auf die Arzthelferinnen, die das Zeug mit Handschuhen anfassen und den Patienten dann in die Blutbahn jagen.

Rein und fromm werde ich mein Leben und meine Kunst bewahren.

Schade für die Ärzte. Es gäbe keine Zuwendungen mehr von Pharmaunternehmen. Welch tristes Leben für unsere armen Mediziner.

Wenn ich diesen Eid erfülle und nicht breche, so sei mir beschieden, in meinem Leben und in meiner Kunst voranzukommen, indem ich Ansehen bei allen Menschen für alle Zeit gewinne; wenn ich ihn aber übertrete und breche, so geschehe mir das Gegenteil.

Richtig, Erfolg wird belohnt. Und das wäre schon ganz einfach dadurch möglich, wenn viele unserer Ärzte nicht in dieselbe korrupte Liga der Politiker gehören würden, wie z.B. in die ganzen Logen.

Es bleibt daher nur, sich selbst zu kurieren – sofern es sich nicht um Verletzungen handelt – oder zu hoffen, dass man niemals schwer krank wird. Denn mir kann keiner erzählen, dass unsere Ärzte heute noch idealistisch eingestellt sind. Wäre das so, gäbe es das System nicht. Das System aus Pharmafia und Ärztekammern.

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