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Bekommen wir bald unsere D-Mark wieder?

„Die Eurozone wird möglicherweise komplett auseinanderfallen, ausser es findet eine Rettungsaktion durch Deutschland statt, die in seiner Grössenordnung den Reparationszahlungen Berlins durch den Versailler-Vertrag nach dem I. Weltkrieg gleichkommt.

Das Platzen der Kreditblase in der europäischen Währungsunion scheint bevorzustehen und es wird Leistungsbilanzdefizite innerhalb der Eurozone aufzeigen, die sehr gefährlich sind. Die mittelfristige Haltbarkeit der Eurozone in ihrem jetzigen Zustand ist sehr zweifelhaft.“

Diese Aussage vom 14.8.2008 stammt von Bernard Connolly, Globalstratege bei Banque AIG. Die Wahrscheinlichkeit, dass er Recht hat, ist nach dem derzeitigen Stand der Dinge sehr hoch.

Wie ein solches Szenario aussehen könnte, wird sich erst noch zeigen. Dazu findet man nur wenig konkrete Informationen. Daher bin ich sehr gespannt, wie die Dinge ihren Lauf nehmen werden. Es bleibt abzuwarten, welche Notfallmaßnahmen von BRD-Cheffin Merkel eingeleitet werden. Als Kohl-Zöglin wird sie gedrängt sein, den Euro bis zum Schluss hochzuhalten. Die Kapelle auf der Titanic spielte angeblich auch bis zum bitteren Ende und ging dann mit unter.

Eines ist klar: Die Finanz-Situation weltweit spitzt sich zu. Die Zeichen werden immer offensichtlicher, dass es steil den Berg runtergeht. Zwar versuchen Regierungen und Notenbanken den bevorstehenden Zusammenbruch so weit wie möglich hinauszuschieben, doch löst sich dadurch keines der Probleme, sie werden nur alle aufeinandergeschoben und führen am Ende zu einem unglaublich großen Knall.

„Wir sehen eine tiefe globale Rezession,“ sagt der Chefstratege der Societe General Albert Edwards. „Das Wachstum in der Eurozone, in Japan und Grossbritannien geht zurück. Die meisten akzeptieren, dass eine Rezession bei allen drei begonnen hat,“ sagte er.

Es gibt noch weitere Zitate, die im Zusammenhang mit dem Einleitungszitat stehen.

Doch selbst wenn wir tatsächlich – sicherlich als einer der letzten in der EU – zu unserer ursprünglichen D-Mark-Währung zurückkehren sollten, die Probleme werden damit nicht gelöst. Theoretisch könnte sich Deutschland damit zwar von den großen Schwierigkeiten der am schlimmsten betroffenen EU-Partner lösen, da deren eigene Währungen die gemeinsame EU-Währung nicht mit hinunterziehen können. Doch Deutschland ist so stark vom zusammenbrechenden Export abhängig, dass es uns voll erwischen wird. Da nützt auch die gute alte D-Mark nichts.

Wer in den letzten 6 Jahren immer noch in D-Mark umgerechnet hat, der wird sich zunächst freuen, dass er nicht mehr umrechnen muss. Er wird jedoch schnell ernüchtert sein, da die Preise sich mal eben verdoppeln und womöglich ein zweites Mal der Teuro einsetzt. Diesmal wirds noch heftiger sein.

Waren Sie heute schon einkaufen? Holen Sie sich noch was für den Euro, solange es ihn noch gibt und er so einigermaßen stabil ist.

2 Kommentare zu “Bekommen wir bald unsere D-Mark wieder?

  1. Die EU ist jetzt bereits im Eimer. Spanien wackelt bedenklich, Italien, Irland, Griechenland und andere ebenso. Noch sponsort die BRD – sprich wir alle – dieses komische Gebilde.

    Allerdings wird das Zerbrechen nicht ohne gravierende Auswirkungen auf das normale Leben ablaufen. Für eine gewisse Zeit wird die allgemeine Versorgung und die öffentliche Sicherheit ins Wanken kommen. Und hierzu sollte jede reine gute Vorsorge treffen.

  2. Wieso D-Mark? Ich dachte an Weltwährung, IWF, Sonderziehungsrecht, Machtübernahme derer, die uns geschickt das Geld abgezogen haben, Weltoktober oder halt an solche Geschichten aber nicht bzw. ganz und gar nicht an D-Mark.

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