Hitzerekord? Von wegen: Septembersommer 2016 war nicht außergewöhnlich

© Josef Kowatsch

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Der schöne, warme Septembermonat 2016 war für uns eine angenehme Sommerverlängerung – quasi als Ausgleich zum ausgefallenen Wonnemonat Mai. Der Deutsche Wetterdienst DWD gibt nach vorläufigen Auswertungen die Durchschnittstemperatur mit 16,8° C an.

Da dieser Wert deutlich über dem Schnitt der relativ kühlen meteorologischen Vergleichsperiode von 1961 bis 1990 liegt, wird der September vom DWD als „extrem warm“ und in den Medien wie üblich als eine Bestätigung der „menschengemachten CO2-Klimaerwärmung“ gefeiert. Doch wie sehen die Fakten aus?

Zunächst stimmt an diesen Behauptungen, dass es sich um einen warmen September 2016 handelte, was auch die weiteren Grafiken zeigen werden. Hierfür ursächlich die steigenden CO2-Konzentrationen in der Atmosphäre wie üblich verantwortlich zu machen, ist damit allerdings trotzdem nicht automatisch bewiesen. Schließlich sind die Gehälter der Bischöfe und Pfarrer in den letzten 30 Jahren auch gestiegen, während bundesweit zeitgleich ein starker moralischer Verfall in den Kirchen zu erleben war.

Der minimale Zuwachs des Spurengases in unserer Atemluft korreliert lediglich rein zufällig mit dem zeitweiligen Temperaturplus. Dass ausgerechnet ein CO2-Konzentrationsanstieg diese Erwärmung bewirkt haben soll, müsste erst durch einen jederzeit und überall auf der Erde wiederholbaren Versuchsbeweis bestätigt werden. Genau darauf warten wir seit Svante Arrhenius, also seit über 150 Jahren. Es muss deshalb andere Gründe für das Klimaverhalten der einzelnen Zeitabschnitte geben.

Um dies zu analysieren, wählen wir zunächst einmal einen längeren Betrachtungszeitraum als den üblichen der CO2-Gläubigen: Und siehe da, schon ändern sich die Wahrheiten. Das daraus resultierende Diagramm entspricht nämlich nicht mehr den Erwartungen der Treibhaus-Erwärmungssektierer.

Der Betrachtungszeitraum von September 1932 bis 2016 beträgt 85 Jahre, genauer gesagt 85 Septembermonate. Die Grafik zeigt, der September 2016 gehört zu den wärmeren in all diesen Jahren. Die zugehörige Trendlinie verdeutlicht gleichzeitig aber auch, dass innerhalb dieser Zeit keinerlei signifikante Erwärmung stattgefunden hat, da sie zugleich Temperaturdurchschnittslinie ist und über die letzten 85 Jahre bei 13,58° C lag.

Übrigens, die Temperaturdaten des DWD sind nicht wärmeinselbereinigt, obwohl sich Deutschland besonders in den letzten Jahrzehnten gravierend verändert hat. Jeder menschliche Eingriff in die Landschaft führt zwangsläufig zu einer schleichenden Erwärmung bei den Messstationen.

Diese standen früher in freier Natur, heute befinden sie sich bisweilen mitten auf einem Parkplatz. Der geographische Standort blieb zwar gleich, dessen Umgebung hat sich jedoch wärmend durch menschliche Eingriffe verändert, wie beispielsweise eine Station in den USA.

Das bedeutet letztendlich, die offiziell gemessenen Temperaturen der September-Monate hätten über den Zeitraum der letzten 85 Jahre sogar eine leicht fallende Tendenz, wäre Deutschland so geblieben, wie es damals war. Schon die erste Grafik zeigt uns, dass CO2 in den letzten 85 Jahren keinerlei Einflusswirkung gehabt haben kann, obwohl die Konzentration des Spurengases in der Luft in diesem Zeitraum von 280 ppm auf 400 ppm gestiegen ist.

Die Trendlinie der ersten Grafik ist horizontal, trotzdem gab es innerhalb der 85 Jahre zwei verschiedene Temperaturverläufe. Der erste betrifft die Jahre 1932 bis 1974. Wie schon bei den anderen Kalendermonaten zeigt der September hier ebenfalls eine deutliche Abkühlung zu Beginn der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er fiel am Ende der Betrachtungsperiode in ein regelrechtes Kälteloch.

Wer sich noch an den kalten September 1972 mit seinen 10,7° C erinnert, der weiß, wie angenehm 2016 dagegen war. 1972 haben Vogelschützer die entkräfteten, nach Süden ziehenden Schwalben eingesammelt und sie über die Alpen gebracht. Damals glaubte man noch an eine bevorstehende kleine Eiszeit mit unangenehmen Folgen für den Erntemonat September mit gravierenden Ertragseinbußen.

Stefan Kämpfe hatte in seinem Beitrag „Die Septemberkapriolen 2016 – eine Ursachenforschung“ den Einfluss der Großwetterlagenhäufigkeiten auf das Temperaturverhalten im September untersucht. Sein Streudiagramm zeigt, wie stark kühlend häufiges „Nordwetter“ im letzten der Sommermonate wirkt.

Der Kälte-September 1972 wies – leider – an 23 und damit an mehr als ¾ aller Tage Nordwetter auf. Tendenziell fällt der September kühler aus, sofern er mehr Tage mit Nordanteil aufweist. 1912 erlebte Deutschland im September nur kalte 9,1° C bei 22 Tagen mit Nordanteil.

Die bereits erwähnte zweite Grafik zeigt sehr eindrücklich, dass die klimatischen Schwankungen nichts mit der Kohlendioxid-Konzentration zu tun haben können, denn auch in diesem ersten Betrachtungsabschnitt von 1932 bis 1974 ist der CO2-Anteil in der Luft kontinuierlich gestiegen. Aufgrund der fallenden Temperaturen befürchteten einige Forscher damals allerdings ernsthaft eine kleine Eiszeit.

Seriöse Klimawissenschaftler fragen deshalb nach den vielfältigen Gründen dieser Abkühlung über mehrere Jahrzehnte hinweg. Nur die CO2-Erwärmungsgläubigen verschließen ihre Augen vor solchen Fragen, da diese nicht in das Schema ihres Irrglaubens passen.

Die seinerzeit – vor 40 Jahren – prophezeite weitere Abkühlung setzte sich jedoch glücklicherweise nicht fort, und zwar aus folgendem Grund: Die Großwetterlagen haben sich ab 1978 geändert. Anstatt mit Nordströmungen wurde Mitteleuropa wieder vermehrt mit West- und wärmenden Südwestströmungen im September versorgt, was zu deutlichen Erwärmungen in diesem Kalendermonat führte, wobei die vom Menschen seitdem durchgeführten Landschaftsveränderungen, großzügig geplante wärmende Urbansierungen in die freie Natur hinein sowie der zusätzliche Wärmeinseleffekt der Bebauung die wärmenden Änderungen der Großwetterlagen unterstützte.

Im zweiten Betrachtungsabschnitt von 1974 bis heute ist der September wieder langsam wärmer geworden. Zugleich zeigt die Grafik aber auch, dass diese Erwärmung 1999 erneut endete und seitdem die Temperaturen auf einem höheren Niveau stagnieren.

Zusammenfassung:

  1. Trotz des angenehm warmen Septembers 2016 hat sich die Durchschnittstemperatur dieses Sommermonats in den letzten 85 Jahren nicht verändert.
  2. Zwischen 1960 und 1978 durchliefen die Septembertemperaturen eine Kaltphase. Nur aus diesem „Kältetal“ bzw. diesem zeitlich eingeschränkten Beobachtungszeitraum heraus betrachtet, erscheinen die momentanen Temperaturen somit „erhöht“. Der DWD redet daher fälschlicherweise in seiner Presseveröffentlichung von „extrem warm“.
  3. Von 1978 bis 1999 sind die Temperaturen erfreulicherweise wieder gestiegen, ein neues Temperaturplateau ist entstanden.
  4. Seit 1999 bis 2016 gab es dann keinen weiteren Anstieg der Durchschnittstemperatur mehr.
  5. Während des gesamten Zeitraums sind die Kohlendioxid-Konzentrationen, insbesondere auch in den letzten 17 Jahren, kontinuierlich gestiegen.

Das Temperaturverhalten des Monats September über die letzten 85 Jahre zeigt erneut, dass Kohlendioxid keinen oder kaum einen Einfluss auf die Temperaturentwicklung haben kann. Der Mensch beeinflusst die gemessenen Temperaturen natürlich dennoch über die täglich zunehmenden Wärmeinseleffekte bei den Messstationen wärmend mit. Die Grafik einer Wärmeinsel-armen Station wie Amtsberg-Dittersdorf in Sachsen zeigt seit 20 Jahren bereits eine leichte Abkühlung.

Als Fazit halten wir fest: Die Temperaturverläufe des Septembers in Deutschland bestätigen die in den Medien ständig behauptete menschengemachte CO2-Klimaerwärmung wissenschaftlich betrachtet in keinster Weise. Somit muss die CO2-Erwärmungstheorie deswegen als unwissenschaftlicher Irrglaube bezeichnet werden.

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1 Kommentar

  1. am 15. Oktober 2016 um 15:13 1 Bruno Mühl

    Warum redet keiner vom August? Der August war kalt, sehr kalt. Er dürfte damit weit unter dem Durchschnitt liegen, aber das will wohl keiner hören.