Klimaerwärmung? Auch der Hochsommermonat August wird nicht mehr wärmer

© Josef Kowatsch

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Im Durchschnitt betrug die Temperatur im August 2016 laut Deutschem Wetterdienst 17,7° Celsius. Zu Beginn war der Monat noch recht kühl, aber vor allem im letzten Drittel lief er zu hochsommerlichen Temperaturen auf und entschädigte die Sonnenhungrigen für den kaltnassen Frühling.

Mit seinen Höchsttemperaturen lag er einige Grade unterhalb den Rekorden von 2015, damals mit über 40° C – für eine Minute während eines Tages bei einer einzelnen Station erreicht.

Sämtliche denkbaren Spitzenwerte werden von Medien und Klima-„Wissenschaftlern“ gerne herangezogen, um die angebliche Klimaerwärmung zu beweisen. Im Grunde genommen sind das jedoch nur wenig aussagekräftige Werte, vor allem seitdem die Thermometerhütten auf digital umgestellt wurden und jeder kleine Heißwind – der an Messstationen auf Flughäfen auch schon mal von den Abgasen der Flugzeuge kommen kann – registriert wird.

Bedienen wir uns zur Analyse der Fakten des Messnetzes des Deutschen Wetterdienstes DWD über ganz Deutschland verteilt und betrachten einmal einen langen Zeitraum. Der seit 1931 beobachtbare Temperaturgang kann in vier Abschnitte eingeteilt werden:

  1. Während der Nazizeit angenehm warm.
  2. Nach dem Krieg sanken die Durchschnittstemperaturen und die kühlen Augustmonate hielten an bis 1975.
  3. Ab 1975 erfolgte dann ein rasanter Anstieg auf ein neues Temperaturhoch.
  4. Seit der Jahrtausendwende haben wir dieses Temperaturhoch überschritten, die Temperaturen des Monats August sinken wieder.

Insgesamt liegt das durchschnittliche Temperaturniveau aber immer noch höher als zu Beginn der Betrachtung in 1931. Ist die Klimaerwärmung somit bestätigt? Auf den ersten Blick vielleicht, aber schauen wir weiter.

Die vorherrschende und staatlich bezahlte Klimameinung, vor allem der Medien, besagt, dass die Temperaturen kontinuierlich ansteigen und vor allem in der Gegenwart besonders stark zunehmen würden. Der dabei behauptete, aber falsche Grund: Vor allem in den letzten 20 Jahren sind die Kohlendioxid-Konzentrationen weltweit gestiegen. Die Luft enthält momentan 0,04% oder 400 ppm CO2. Um 1960 waren es noch 300 ppm.

Der enorme Anstieg der CO2-Werte in der Luft auf nun immer noch lächerlich wenige 0,04% im Vergleich zu den Restgasen von 99,96% ist wohl richtig. Um Ihre sonderbare Lehrmeinung zu unterstreichen, dass CO2 zu immer höheren Temperaturen führe, greifen die CO2-Irrgläubigen zu einem Trick: Sie lassen die Temperaturbetrachtung inmitten des Kältetales beginnen und schneiden die Vorgeschichte einfach ab. Meist beginnt ihre Betrachtungskurve nämlich im Jahr 1961 und sieht somit vermeintlich sehr eindrücklich und eindeutig aus.

Tatsächlich sind aus dem Kältetal der 60er Jahre heraus bis heute die Augusttemperaturen deutlich angestiegen. Der Hochsommermonat August wurde in den letzten 55 Jahren im Vergleich zu damals deutlich wärmer. Die Durchschnittstemperaturen lagen seinerzeit laut Trendlinie bei 16 Grad, während wir in der Gegenwart um zwei Grad höher liegen.

Wir möchten allerdings zu bedenken geben, dass sich Deutschland seit 1961 grundlegend verändert hat. Das Bevölkerungswachstum und der zunehmende Wohlstand haben zu einem Ausufern der einst viel kleineren Wärmeinseln geführt. Momentan sind bereits 15% der Fläche urbanisiert und der Trend hält an. Jedes neue Gebäude, jede neue Straße mit ihrem heißen Asphalt trägt gerade im Sommer Wärme in die einst freie Landschaft ein.

Zudem werden die ländlichen Messstationen des DWD weniger, ihre Standorte haben sich dorthin verlagert, wo die Menschen wohnen und arbeiten. Sie stehen inzwischen nicht mehr bei Forsthäusern am Waldrand oder neben unbeheizten Klöstern und Köhlereien im Wald, sondern in den Wärmzentren, manche in direkter Nachbarschaft zu Flughäfen mit ihren im Sommer über 40° C heißen Asphaltlandebahnen und sogar teilweise im Strahlengang der 600° C heißen Turbinenabgase. Diese Flugplatzmessstationen werden beim Deutschen Wetterdienst allerdings unter „ländlich“ geführt.

Doch mit Amtsberg-Dittersdorf, am Fuße des Erzgebirges, haben wir noch eine ländliche Station gefunden, in deren Umgebung sich zumindest in den letzten 30 Jahren kaum etwas verändert hat, lediglich eine Bundesstraße mit deutlich mehr Verkehr als zu DDR-Zeiten kam dazu.

Das Ergebnis: Aus dem Kältetal heraus, kurz nach Mitte des vergangenen Jahrhunderts, gab es auch bei der fast wärmeinselfreien Station Amtsberg eine Augusterwärmung, die aber deutlich moderater ausfiel als bei den Stationen des Deutschen Wetterdienstes.

Wie hat sich dort nun die Temperatur in den vergangenen rund 30 Jahren entwickelt? Die CO2-Erwärmungsgläubigen behauten, dass insbesondere in den letzten Jahren die Temperaturen gestiegen wären, analog zur Zunahme der CO2-Konzentrationen in der Luft. Wählen wir hierzu einmal einen Betrachtungsraum der jüngeren Gegenwart, und zwar ab 1988.

Das Ergebnis zeigt: Selbst bei den wärmeinselbehafteten Stationen des DWD stagnieren die Temperaturen seit 29 Jahren. Die derzeitigen Augusttemperaturen sind zwischenzeitlich also wieder auf dem Temperaturniveau von 1988 angekommen.

Und wie verhält sich die Temperaturentwicklung in der jüngeren Gegenwart? Gerade im neuen Jahrtausend wurden wir überschüttet von ständigen Katastrophenmeldungen der jährlichen, ja fast schon wöchentlichen Erwärmung. Insbesondere das ZDF lässt kein Pseudo-Ereignis aus, um uns auf einen angeblich bedrohlichen Temperaturanstieg hinzuweisen.

Die Daten des Deutschen Wetterdienstes sprechen jedoch eine ganz andere Sprache: Der Hochsommermonat August zeigt seit 20 Jahren eine deutliche Abkühlungstendenz. Abkühlung ist allerdings das genaue Gegenteil von Erwärmung. Wie passt das mit der anderslautenden Propaganda zusammen?

Ganz einfach: Die Daten des Deutschen Wetterdienst beweisen zwar keinerlei Erwärmung, stattdessen zeigen sie aber, dass wir angelogen werden. Wir bitten unsere Leser, diese Grafik zu kopieren und an die Redaktionen der Tagespresse und der Mainstream-Medien zu senden oder besser gesagt, diese zu bombardieren, sobald wieder behauptet wird, dass die mittleren Monats- und Jahrestemperaturen der Gegenwart stetig ansteigen würden. Noch niemals haben diese Medien eine Grafik des DWD als Beleg für Ihre Behauptungen gezeigt. Sie schwätzen einfach so daher, um uns zu ängstigen und für die zugehörige Politik leichter steuerbar zu machen.

Was bedeuten diese Messdaten nun tatsächlich? Die angenehme Erwärmung aus dem Kältetal der Mitte des vergangenen Jahrhunderts heraus kam kurz vor der Jahrtausendwende zum Stillstand. Seit 20 Jahren wird der Monat August, genauso wie viele der anderen Monate, bereits wieder kälter.

Und wie verhält es sich bei einer wärmeinselarmen Station auf dem Land? Dazu betrachten wir nochmals die Station am Fuße des Erzgebirges in Dittersdorf, einem kleinen Teilort von Amtsberg. Wie nicht anders zu erwarten, werden die Sommer außerhalb der Wärmeinseln der Städte und Gemeinden schon seit 30 Jahren langsam kälter. Wir sind deshalb weit entfernt von einer bedrohlichen Klimaerwärmung. Das zeigt uns übrigens auch die DWD-Klimastation Schneifelforsthaus inmitten der Eifel an der belgischen Grenze.

Vor allem auf dem Land und in der freien Natur Deutschlands, das sind immerhin 85% der Gesamtfläche unseres Staates, gibt es keinerlei statistisch messbare Erwärmung. Im Gegenteil: Die August-Temperaturen stagnieren seit 35 Jahren und haben seit 30 Jahren sogar eine leicht fallende Tendenz. Ob dieser Trend anhält, können wir nicht sagen. Doch eines wird deutlich: Kohlendioxid und Temperaturentwicklung haben nichts oder nur extrem wenig miteinander zu tun. Das Klima der Erde wird von ganz anderen Faktoren bestimmt.

Anhand der Temperaturerhebungen des Deutschen Wetterdienstes und der ländlichen Stationen Amtsberg und Schneifelforsthaus ist zweifelsfrei bewiesen: Der Hochsommermonat August wurde seit vielen Jahren nicht mehr wärmer. Damit ist auch die Behauptung falsch, dass steigende CO2-Konzentrationen zu einer Erwärmung führen würden, denn das für die Erde lebensnotwendige Gas CO2 ist entgegen der Temperaturentwicklung konstant weiter angestiegen – zum Wohle übrigens der Fotosynthese und des Wachstums unserer Nahrungspflanzen.

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2 Kommentare

  1. am 3. September 2016 um 10:41 1 Josef Kowatsch – Autor

    Berichtigung:
    Da hatte sich der Deutsche Wetterdienst wohl zuerst beim August in Richtung „warm“ verrechnet. Bei seiner PRESSEVERÖFFENTLICHUNG am 30 August http://www.dwd.de/DE/presse/pr...e&v=2
    ist im 2.Abschnitt 17,9C als Schnitt für den August angegeben. So steht es auch jetzt noch drin und einzelne Medien haben den August so veröffentlicht. Auch wir haben für unsere Diagramme diesen höheren Wert verwendet. Inzwischen hat der DWD genauer nachgerechnet und korrigiert.
    Auf Wikipedia sind 17,7 eingetragen, nicht mehr 17,9 C https://de.wikipedia.org/wiki/...in_Dekaden
    Auch im Archiv des DWD, zu dem ich Zugang habe, ist dieser Wert nun 17,7C. Beim Diagramm 20 Jahre im Artikel fällt dadurch die Trendlinie von y =- 0,0233 auf nun y= – 0,0254, das sind 0,58 Grad Abkühlung in den letzten 20 Jahren. Damit stimmen unsere Feststellungen umso mehr, die Abkühlung in der Gegenwart ist also einiges stärker.
    Danke DWD für die Fehlerkorrektur in unserem Sinne.

  2. am 4. September 2016 um 10:09 2 Josef Kowatsch

    Herzlichen Dank an den Administrator für den Austausch der Deutschland-Grafik der letzten 20 Jahre, die nun Dank der Korrektur der Augusttemperatur 2016 seitens des Deutschen Wetterdienstes nach unten eine noch fallendere Trendlinie hat. Genau diese Grafik sollten die Leser kopieren und an die Tageszeitungen schicken. Behauptet wird unisono, dass besonders in den letzten Jahren die Klimaerwärmung sich verstärkt hätte und alles viel schlimmer gekommen wäre wie vorhergesagt. Die Daten des Deutschen Wetterdienstes zeigen genau das Gegenteil, obwohl diese nicht einmal wärmeinselbereinigt sind.
    Wir sind weit entfernt von einer menschengemachten auf CO2-basierten Klimakatastrophe, all diese Behauptungen sind die reinsten Märchen, sagt der Deutsche Wetterdienst.