Propaganda kämpft gegen Realität: Kühlerer Sommertrend trotz „Hitzerekord“?

© Josef Kowatsch

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„Heiß, heißer, Rekord-Sommer 2015“ – so oder ähnlich lauteten die Schlagzeilen der Massenmedien, nachdem sich die hierzulande eher seltene Hitze mit dem Ende der schönsten Jahreszeit wieder schlagartig verzogen hatte. Doch was ist dran an der alljährlichen Hitzerekord-Propaganda? Sind ein paar heiße Sommerwochen tatsächlich der Beweis für eine angebliche Klimaerwärmung?

Deutschland erlebte 2015 – grob gesagt – einen schönen Sommer und dieser fiel in der Südhälfte Deutschlands viel wärmer aus als im Norden des Landes. Das lag an den Luftmassengrenzen, welche zeitweilig mitten durch die Bundesrepublik verliefen und den kälteren Norden sowie den Nordwesten Europas vom heißen Süden trennten. Vor allem die südlichen Bundesländer wurden durch einen Saharawind zusätzlich aufgeheizt. Die nachfolgenden Beschreibungen beziehen sich meist auf das Deutschlandmittel.

Erster Monat des Sommers: Juni

Der Sommer besteht aus den Monaten Juni, Juli und August. Beginnen wir mit dem Juni 2015. Mit 15,8° C im Mittel entsprach er den Erwartungen. Er reihte sich ein in die leicht fallende Trendlinie des seit etwa 20 Jahren etwas kälter werdenden ersten Sommermonats. Die Messdaten des Deutschen Wetterdienstes sind dabei grundsätzlich noch nicht einmal wärmeinselbereingt.

Allein das Anwachsen von elf Hektar, also 1,1 Quadratkilometer täglicher weiterer Betonierung und Überbauung Deutschlands, führen jedoch zwangsläufig zu einer schleichenden Erwärmung bei den Messstationen. Vor allem im Sommer heizen sich Gebäude und Straßen bedingt durch den hohen Sonnenstand verstärkt auf und bringen am Tag, aber vor allem auch nachts, eine Zusatzerwärmung in die bebauten Gebiete sowie in die freie Landschaft.

Der Unterschied zwischen einstiger Wiese und dunkler Straße beträgt in aller Regel über 20 Grad. Unsere Straßen ziehen sich praktisch wie Wärmebänder durch die Landschaft. Wenn die durchschnittlichen Junitemperaturen nun trotzdem leicht fallen, dann heißt das nichts anderes, als dass seit gut 20 Jahren weitere Klimaursachen für eine Abkühlung sorgen.

Monat Juli

Der Juli ist neben dem April der einzige Monat in Deutschland, der einen Aufwärtstrend zeigt und zwar ebenfalls seit der Jahrtausendwende. Auch diesmal hielt sich das Deutschlandmittel von 19,4° C an die steigende Trendlinie. Die Hochwetterlage brachte die heißen Saharawinde gleich mehrmals bis in den Süden der Republik und sorgte dort in den Wärmeinseln der Bebauung für neue Rekorde. Der dunkle Straßenbelag wurde auf bis zu 50° C aufgeheizt.

Gegensätzlich dazu zeigte sich Schleswig-Holstein mit einem regenreichen, nassen und kalten Juli. Vor allem in der nordwestlichen Hälfte Deutschlands wurden sehr kalte Nächte verzeichnet.

Monat August

Der letzte der Sommermonate fiel dieses Mal aus dem Rahmen der Erwartungen, weil er sich nicht entlang der seit 20 Jahren fallenden Trendlinie einordnete. Zwischen 17 und 18° C wäre der Erwartungswert gewesen. Doch deutschlandweit war der August sogar wärmer als der Monat Juli und einer der wärmsten Augustmonate überhaupt. Die 19,9° C bedeuten den zweitwärmsten August in diesem Jahrtausend. Die warmen Südwinde erreichten in dieser Zeit ebenso den unmittelbaren Norden Deutschlands und sorgten für ein angenehmes Sommerwetter in Mitteleuropa.

Den besonders warmen August hat Raimund Leistenschneider zusätzlich mit der in diesem Jahr relativ hohen magnetischen- und Röntgenaktivität der Sonne begründet, welche die kosmische Strahlung von der Erde fernhält und zu mehr Sonnenscheinstunden führte.

Oft wird dieser Sommer auch als Schaukelsommer bezeichnet, weil die Hitze aus Südeuropa und Nordafrika immer wieder unterschiedlich weit in den Norden Deutschlands vordrang. Im August erreichte sie manchmal sogar Dänemark, doch insgesamt kann der Sommermonat in Sylt nicht als besonders warm beschrieben werden. Mit 17,9° C zeigte er sich auf der „Sonneninsel“ trotz des wärmenden Golfstroms deutlich kühler als das Deutschlandmittel von 19,9° C. Seine 17,9° C entsprechen ziemlich exakt dem Schnitt der letzten 20 Jahre des insgesamt deutlich kälter werdenden Sommermonates August.

Die Zusammenfassung dieser drei Monate ergeben die meteorologische Jahreszeit Sommer. Im folgenden Teil wird der Sommer 2015 anhand der Daten des Deutschen Wetterdienstes besprochen.

Angesichts des bevorstehenden Klimagipfels in Paris wird die zugehörige Propaganda sicher schon bald einsetzen. Vermutlich steht uns unmittelbar bevor, dass dieser Sommer zum wärmsten aller Zeiten erklärt und von den CO2-Hysterikern als Beweis für eine menschengemachte Klimaerwärmung präsentiert wird. Deshalb sei das Hauptergebnis gleich vorweggenommen:

Trotz zeitweiliger Hitze kein neuer „Rekordsommer“ im Deutschland- Mittel

In mehreren, kürzlich bei EIKE erschienenen Beiträgen zum Juli und zum Sommer 2015, wurde schon ausführlich über die meteorologischen und sonstigen Ursachen des sehr wechselhaften „Schaukelsommers“ 2015 berichtet. Im Wesentlichen bestimmen nämlich die Großwetterlagen den Charakter der Sommerwitterung.

Bei den häufigen südöstlichen, südlichen und südwestlichen Strömungen gelangte oft Heißluft, teilweise aus der Sahara, nach Deutschland. Diese Lagen wurden aber immer wieder von maritimen Kälteeinbrüchen, meist aus Nordwest, unterbrochen. Im Juni herrschten diese gar vor. Eine hohe, aber im Vergleich zu 1994 oder 2003 keinesfalls rekordverdächtige Sonnenscheindauer wirkte zusätzlich erwärmend. Der in Norddeutschland zu kalte Juni und die von Sonnenscheinarmut begleiteten kälteren Phasen im Juli und Mitte August verhinderten einen höheren Temperaturmittelwert. Das sehr hohe Deutschlandmittel der Sommer 2003 (19,7° C), 1947 (18,5° C) und 1826, 1834 sowie 1994 (jeweils 18,4° C) wurde nicht erreicht.

Trotz mehrerer, kräftiger Hitzewellen erreichte der im Norden und Süden unterschiedliche 2015er Sommer die Mittelwerte der Rekordsommer von 2003 und 1994 nicht; er schaffte es nicht einmal, unter die fünf wärmsten Sommer seit 1761 in Deutschland. Im unmittelbaren Norden Deutschlands waren die drei Sommermonate sogar nur durchschnittlich. Und das, obwohl in den letzten 20 Jahren die CO2-Konzentration der Luft natürlich weiter gestiegen ist – zum Wohle der Pflanzen und einer grünen, erhaltenswerten Erde.

Bei Würdigung des erheblichen Einflusses der Sonnenaktivität und des darauf verzögert reagierenden Temperaturverhaltens ist eine moderate Abkühlung oder zumindest eine längerfristige Stagnation der sommerlichen Temperaturen sehr wahrscheinlich. Die gegenwärtig noch oft warmen Sommer sind im Wesentlichen eine Folge der nachwirkenden, hohen Sonnenaktivität des späten 20. Jahrhunderts. Anhand kürzerer Zeiträume lassen sich die rückläufigen Trends der Sommertemperaturen bereits erkennen.

Die Jahrestemperaturen Deutschlands fallen schon seit 1998 leicht. Die Winter eilen den Jahrestemperaturen um zehn Jahre voraus, sie werden also seit 1988 wieder kälter. Da liegt es nahe, die drei Sommermonate Juni, Juli, August, also den „meteorologischen Sommer“, ebenfalls richtig einzuordnen.

Die Medien hatten bereits seit Anfang August mit einem wahren Feuerwerk an Erwärmungspropaganda auf eine drohende Gefahr der Überhitzung Deutschlands hingewiesen. Auf Quellenangaben können wir hierbei wohl verzichten, denn jeder von uns kennt diese fast täglichen Pseudo-Hiobsbotschaften, mit denen uns die Freude am schönen Sommer offensichtlich vermiest und durch ein eingeredetes schlechtes Gewissen ersetzt werden soll. Alle Klimawissenschaftler wären sich angeblich über „die gerade in den letzten Jahren immer heißeren Sommer“ einig. Und oftmals fällt dabei die Aussage: Alles wäre nun viel schlimmer gekommen als ursprünglich vorhergesagt.

Vor allem wurde die falsche Behauptung verbreitet, die Sommer in den letzten Jahren wären stetig wärmer geworden. Diese Schreckensmeldungen lassen sich leicht anhand der Original-Sommertemperaturen des Deutschen Wetterdienstes für dieses Jahrtausend überprüfen. Beginnen wir mit dem ersten Jahr im neuen Jahrtausend, nämlich im Sommer 2001, und enden in 2015.

Seit dem Jahr 2001, also in der Gegenwart, zeigen die drei Sommermonate in Deutschland einen deutlich fallenden Trend. Die Sommer werden in Deutschland gegenwärtig immer kälter. Die Grafik ist nach den Originalangaben des Deutschen Wetterdienstes DWD in Offenbach gezeichnet.

Darüber hinaus sind diese Daten nicht wärmeinselbereinigt. Im gerade abgelaufenen Sommer war der Wäreminseleffekt WI jedoch aufgrund der intensiven Sonneneinstrahlung, der zunehmenden Betonierung und Bebauung sowie der Trockenlegung der Landschaft besonders groß. Die Abkühlung der drei Sommermonate ist bereits ohne WI-Bereinigung deutlich erkennbar, daran kann auch der Sommer 2015 nichts ändern.

In diesem Zeitraum des neuen Jahrtausends ist natürlich die CO2-Konzentration der Luft genauso weiter gestiegen. Fast drängt sich die Frage auf: Haben die steigenden CO2-Werte etwa zur Abkühlung der letzten 15 Sommer beigetragen? Oder wirkt der „Treibhauseffekt“ im neuen Jahrtausend womöglich abkühlend?

Die Sommer in Deutschland werden immer kälter

Seit 25 Jahren stagnieren die durchschnittlichen Sommertemperaturen in Deutschland, seit 15 Jahren werden die Sommer in Deutschland kälter. Daran kann auch der schöne und vor allem im Süden Deutschlands heiße Sommer 2015, bedingt durch den sehr warmen August, wenig ändern. Es ist davon auszugehen, dass der leichte Abkühlungstrend dieser Jahreszeit im laufenden Jahrtausend auch zukünftig weiter anhalten wird, was sich allerdings kein vernünftiger Mensch aufgrund der negativen Folgen für die Landwirtschaft jemals wünschen würde.

In Anbetracht der sowieso schon allgegenwärtigen und demnächst sicherlich noch stark zunehmenden CO2-Klima-Panik-Propaganda pünktlich zum Klimagipfel in Paris, sollte jeder Leser die wahren Tatsachen kennen und diese den gleichgeschalteten Medien als Antwort auf ihre gesteuerten Lügenberichte vor ihre immer länger werdende Nase halten.

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