Wo bleibt die CO2-Erwärmung? Statt „Heißheiligen“ werden die Eisheiligen immer kälter

© Josef Kowatsch

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„Dank des menschengemachten Klimawandels droht unserer Erde schon bald der Hitzetod, wenn nicht schnellstmöglich gegengesteuert wird.“ Jeder kennt dieses Horrorszenario. Wirklich jeder? Offenbar hat sich die Erwärmungs-Propaganda noch nicht bis zu den Thermometern und auch nicht bis zu den Eisheiligen herumgesprochen.

Als Eisheilige werden die fünf Tage vom 11. bis 15. Mai eines jeden Jahres bezeichnet. Laut alten Bauernregeln soll in diesem Zeitraum nämlich kurzzeitig eine kalte Zwischenphase erfolgen, noch kälter als der Maibeginn selbst. Wir stellen uns in Anbetracht der angeblichen Klimaerwärmung dazu nun folgende Frage:

Wie entwickelte sich die Temperatur speziell an diesen Tagen, wurde es in dieser Zeit in der Gegenwart wärmer, blieb es im Durchschnitt gleich oder geht der Trend gar in Richtung zunehmender Kälte? Die Vertreter der Erwärmungstheorie haben darauf natürlich nur eine Antwort. Der Focus setzt sogar noch eins drauf: Im Interview mit dem Vorstand des Deutschen Wetterdienst DWD, Andreas Friedrich, wurden aus den Eisheiligen schon direkt die „Heißheiligen“ gezaubert.

Fast alle deutschen Tageszeitungen kündigten die Eisheiligen 2015 auf ähnliche Weise an. Vor allem in der Gegenwart soll diese laut Bauernregeln eher kalte Woche immer wärmer geworden und die Bezeichnung Eisheilige gar nicht mehr gerechtfertigt sein.

Die Realität sieht allerdings etwas anders aus. Noch am 6. Mai 2015 hatten die Bäume im sonnigen Frankenbachtal vom Wonnemonat nichts mitbekommen. In der freien Fläche Deutschlands gilt, was Mozart schon vor 240 Jahren vertonte: „Komm lieber Mai und mache die Bäume wieder grün“ – und genau so lange dauerte es auch tatsächlich in diesem Jahr.  Daran änderten selbst die angeblichen „Heißheiligen“ nichts.

Wissenschaftliche Betrachtung der Erwärmungsbehauptungen:

Was bedeutet denn eigentlich Gegenwart? Im Folgenden sei „Gegenwart“ so definiert: Ab 1998 setzten verstärkt die Katastrophenmeldungen und Vorhersagen über eine unheilvolle Erderwärmung aufgrund eines angeblichen anthropogenen, durch menschliches CO2 verursachten Treibhauseffektes ein. Deshalb wird hier zukünftig bei derart nichtssagenden Zeitungsangaben naturwissenschaftlich ungebildeter Redakteure wie etwa „in jüngster Zeit“ oder „die letzten Jahre“ oder „in der Gegenwart“ immer das Jahr 1998 als Ausgang für die jeweilige Betrachtung angesetzt.

Und da Meteorologen zudem immer 30 Jahre als eine Klimaeinheit betrachten, soll auch dieser Zeitraum untersucht werden. Beginnen wollen wir aber mit der Zeit von 1940 bis heute, einem recht langen Betrachtungszeitraum.

Die Eisheiligen als angeblich eindeutiges Indiz der Klimaerwärmung

Bei Betrachtung der Temperaturentwicklung der fünf Eisheiligentage über die letzten 75 Jahre, extrahiert aus der Langzeitreihe der Klimastation des PIK Potsdam, wobei zu jedem Jahr lediglich die Tagestemperatur-Mittelwerte dieser fünf Tage dargestellt sind, zeigt sich nicht etwa eine Erwärmung, sondern stattdessen ein im Schnitt konstantes Bild mit einem negativen Trend von -0,53 Kelvin, was rund -0,7 Kelvin pro 100 Jahre entspricht.

Es sei ergänzend darauf hingewiesen, dass die Maimonate 1940 und 1941 zu Beginn des Betrachtungszeitraumes besonders kalt waren. Würde die Grafik erst 1945 beginnen, dann fiele die Trendlinie noch deutlich stärker fallend aus.

Soll das also der Beleg für den angeblichen Klimawandel sein? Nicht einmal in Potsdam, der Hochburg der Klimapäpste, können die behaupteten „Heißheiligen“ nachgewiesen werden.

Die verwendeten Daten sind außerdem nicht wärmeinselbereinigt. Bei 20 und mehr Jahren rückwirkender Betrachtung müsste eigentlich unbedingt eine Wärmeinselbereinigung vorgenommen werden, um die Effekte der Messergebnisverfälschung durch die umgebungsbedingte Wärmezunahme in Ansiedlungen und Städten auszugleichen.

Hier wurde darauf verzichtet, da die weiteren Aussagen auch bereits ohne WI-Bereinigung eindeutig ausfallen. Allerdings ist anzumerken, dass in der freien Fläche Deutschlands die fallende Trendlinie noch mehr ins Negative geneigt ist, die Eisheiligen also stärker kühlend auf die Vegetation einwirken als es der Trend anzeigt, was in der Natur auch real zu beobachten ist.

Somit steht fest: Die Eisheiligen wurden in den letzten 75 Jahren nicht etwa wärmer, sondern sogar kälter.

Die Eisheiligen ab 1985

Eine grafische Darstellung der gemittelten Eisheiligen-Temperaturen des Zeitraums von 1985 bis heute zeigt ein verblüffendes Ergebnis: Je mehr wir uns der Gegenwart nähern, desto kälter werden die Eisheiligen. Und das ausgerechnet bei den Messdaten der Klimastation PIK Potsdam, dem deutschen Zentrum der Erwärmungsmärchenerzähler – als ob uns die Natur persönlich auf die infame Propaganda hinweisen wollte.

Auch in diesem Falle sei unbedingt erwähnt, dass Potsdam in diesen letzten drei Jahrzehnten einen immer größer werdenden Wärmeinseleffekt entwickelt hat, unter anderem weil die Stadt mit Berlin zu einer großen, flächigen Wärmezone zusammenwuchs. Die Abkühlung der Eisheiligen in der freien Fläche Deutschlands, dort wo keine Menschen wohnen und auch keine Messstationen stehen, ist natürlich noch gravierender. An solchen Stellen sind auch dieses Jahr wieder kurz zuvor blühende Obstbäume erfroren.

Aus diesen Daten lässt sich ablesen: Der langfristige Abkühlungstrend verstärkte sich in den letzten 30 Jahren deutlich, die Eisheiligen wurden messbar kälter.

Die Gegenwart

Besonders in der Gegenwart, die der Autor als die letzten 18 Jahre definiert hat, weil seit 1998 die CO2-Propaganda im großen Stil begann, sollen die Eisheiligen nun erheblich wärmer geworden sein. Das zumindest verkünden uns die Erwärmungstheologen vom Geschäftsmodell Klimaerwärmung über ihre Helfer, die deutschen Lügenmedien. DWD-Vorstand Friedrich höchstpersönlich hat diese soeben klar widerlegte Behauptung aufgestellt.

Ironischerweise sind jedoch in diesem Jahr die Eisheiligen keineswegs ausgefallen. Sie lagen im Mittelfeld oberhalb der deutlich fallenden Trendlinie. Es waren also zweifellos Eisheilige, die ihrem Namen alle Ehre machen und im jahrzehntelangen Vergleich keineswegs in Richtung angeblicher Erwärmung weisen.

Zu hoffen bleibt nun, dass viele Leser diesen Artikel oder auch lediglich die Eisheiligen-Grafik des Zeitraums von 1998 bis 2015 an ihre Heimatredaktionen schicken oder im Bekanntenkreis weiter verbreiten, damit auch diese neue Klimalüge endlich aufgedeckt wird.

Gesamtbetrachtung

Bereits seit 75 Jahren werden die Eisheiligen, die fünf Tage vom 11. bis 15. Mai, in Deutschland allmählich kälter. Nähern wir uns bei der Analyse der Messdaten der Gegenwart, nimmt der fallende Trend sogar zu. Er offenbart das genaue Gegenteil der angeblichen „Heißheiligen“. Jeder aufmerksame Naturbeobachter hat das außerdem schon längst durch Eigenbeobachtungen erkannt.

Aber dieselbe Entwicklung zeigen eben auch eindeutig die Daten der Klimastation Potsdam sowie des Deutschen Wetterdienstes, obwohl diese nicht wärmeinselbereinigt sind. Die panischen Meldungen der Deutschen Medien über angeblich immer wärmer werdende Eisheilige in der Gegenwart halten einer wissenschaftlichen Betrachtung nicht Stand. Kurz gesagt: Es ist eine glatte Lüge, die uns seit Jahren aufgetischt wird. Ebenso gab es 2015 keine „Heißheiligen“. Kennt Andreas Friedrich vom DWD überhaupt die eigenen Messdaten? Wer bezahlt ihn für derart unwahre Behauptungen?

Wie buchstäbliche Lügner verhalten sich die Medien, die sich in den Dienst von Unwissenden bzw. vorsätzlichen Propagandisten stellen und die Deutschen gezielt falsch informieren. Wirklich unverzeihlich jedoch ist, dass sie sich gleichzeitig weigern, ihren Lesern die wissenschaftliche Wahrheit mitzuteilen. Jeder möge dies selbst überprüfen und eine Richtigstellung in seiner Heimatzeitung anhand der dargelegten Fakten verlangen. In der Kommentarfunktion kann jeder seine Erfahrungen mit dieser sogenannten freien Presse mitteilen.

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3 Kommentare

  1. am 31. Mai 2015 um 00:43 1 Mathematiker

    Hallo,

    Die Werte für die Näherungsgeraden in den beiden Grafiken stimmen nach meinen Berechnungen nicht ganz. Sie müssten lauten:
    1985-2015: y = -0,0728x + 159,23
    1998-2015: y = -0,2145x + 443,63

    Die Berechnung auf Basis von: https://de.wikipedia.org/wiki/...chsgeraden liefere ich gerne per E-Mail als Tabellenkalkulations-Datei nach.

    Beste Grüße

  2. am 1. Juni 2015 um 18:20 2 Josef Kowatsch

    Lieber Mathematiker
    Danke für den Hinweis. Dann zeichnen Sie bitte beide Diagramme mit Ihrer fallenden Geraden und schicken Sie beide an Ihre Heimatzeitung. Denn in jeder Zeitung stand dieses Jahr der Hinweis, dass die Eisheiligen immer wärmer, und dass es 2015 sogar Heißheilige sein würden. Niemand der naturwissenschaftlich ungebildeten Redakteure ist in der Lage, wenn die dpa-Geisterredakteurin Kathja Räther mal wieder die ihr vorliegende Daten einfach anders interpretiert und ihre falschen Behauptungen dann an die Tageszeitungen Deutschlands mit dem Hinweis auf eine Klimaerwärmung weiterliefert. Wenn es schon Leute wie Sie gibt, die die fallende Trendlinie noch genauer berechnen können, dann sollten diese Leute, also Sie, von Ihren Fähigkeiten auch in der Öffentlichkeit Gebrauch machen. Wir sind alle gespannt, was ihre Heimatzeitung Ihnen antworten wird.

  3. am 4. Juni 2015 um 09:37 3 Josef Kowatsch

    Liebe Leser, ich habe euch aufgefordert, die Eisheiligengrafiken zu kopieren und an eure Heimatzeitungen zu schicken. Irgendjemand muss doch diesen Erwärmungsstuss beenden und kundttun, dass es in der Gegenwart kälter wird in Deutschland. Natürlich gehe ich wie immer mit gutem Beispiel voran:
    Schwäbische Post: Keine Raktion
    Aalener Nachrichten: Keine Reaktion
    Süddeutsche Zeitung: Keine Reaktion
    Südwestpresse: „ich glaube nur der seriösen Klimawissenschaft, hören Sie auf, mich zu belästigen, ich sperre jetzt ihre mailadresse“
    Katja Räther, dpa: keine Reaktion
    Landesanstalt für Umwelt, BW: anfangs Erstaunen, nun keine Reaktion mehr.
    Ich bitte vor allem die BaWü, dies zu tun. Der Deutsche Wetterdienst hat vor einigen Tagen unser Ländle mit 1,3 Grad zu warm im Mai eingestuft.
    Wohl gemerkt zu warm. Wollt ihr euch das wirklich gefallen lassen. Wir bezahlen doch diese Leute

    Josef Kowatsch.