Klimaerwärmung? Gibt es tatsächlich, aber nur in Wärmeinseln und „wissenschaftlichen Theorien“

© Josef Kowatsch

© Josef Kowatsch

Globale Erwärmung, Kampf dem Klimawandel, Hitzetod der Erde, Abschmelzen des Nordpols, keine Winter mehr in Deutschland – wir kennen alle diese Nonsens-Medienkatastrophen nur zu gut. Dahinter steht aber nicht etwa die Naturwissenschaft, sondern das Glaubensmodell „Klimaerwärmung“ und handfeste Geschäftemacherei mit wissenschaftlichem Anstrich.


Im Folgenden möchte ich Ihnen ein Musterschreiben an die örtlichen Behörden wie beispielsweise Forstämter, Bauernverbände, Landratsämter und Regionalpolitiker präsentieren, in welchem dem Laien die angebliche, globale Klimaerwärmung knapp und verständlich widerlegt werden soll. Gerne darf das Muster für eigene Schreiben verwendet werden, insbesondere für Baden-Württemberger eignet sich das Schreiben.

An den Leiter des Staatlichen Forstamtes
Sehr geehrter Herr Forstdirektor,

die Landesregierung in Baden Württemberg will den Klimawandel bekämpfen, womit auch auf die Forstämter und andere Behörden viel Arbeit und auf den Steuerzahler wieder einiges an Kosten zukommt.

Sie glauben wahrscheinlich, sämtliche dieser Maßnahmen hätten alle ihre Ordnung und Berechtigung, da sich die Regierung wohl kaum mit Nichtigkeiten oder Unwahrheiten befassen würde. Doch was in Wirklichkeit hinter der angeblich gemessenen Erwärmung steckt, möchte ich Ihnen gerne in aller Kürze erläutern.

Die gemessenen Temperaturen der vom Deutschen Wetterdienst betreuten Messstationen haben in Deutschland seit ungefähr dem Jahr 1900 zugenommen. Das ist richtig. Die Betonung liegt auf „gemessenen Temperaturen bei den Messstationen“.

Ursache dafür ist jedoch keine globale Erwärmung, sondern vielmehr die Tatsache, dass diese Messstationen überall auf der Welt fast ausschließlich in den sogenannten Wärmeinseln der Bebauung nahe des Lebensraumes der Menschen stehen. Diese Urbanisierung und die daraus resultierende wärmende Umgestaltung unserer Umwelt steigt tatsächlich spürbar an. Die Thermometer messen diese umgebungsbedingte Wärmezunahme der sich ausdehnenden Ansiedlungen und Städte natürlich einfach mit, da sie von den Messstationen nicht herausgefiltert werden können.

Seit Anfang des 20. Jahrhunderts sind auch in Baden-Württemberg riesige Wärmezonen entstanden: Im mittleren Neckarraum, im gesamten Oberrheingraben, im Bodenseeraum sowie im Mannheimer Industrieraum. Überall in diesen Wärmezonen stehen die Wettermessstationen – draußen im Wald und in freier Natur gibt es dagegen keine. Innerhalb der von Menschenhand geschaffenen großflächigen Wärmeinseln hat sich der Winter deshalb zwangsläufig zurückgezogen, die Pflanzen blühen dort inzwischen früher und der Blattaustrieb der Bäume findet bereits im April statt.

Im Wald und in anderen wärmeinselfreien Flächen hingegen beobachte ich als aktiver Naturschützer und langjähriger Augenzeuge der hiesigen Natur seit 60 Jahren den Vegetationsbeginn sehr genau und kann bezeugen, dass sich dort in diesem Zeitraum klimatisch überhaupt nichts verändert hat, erst recht nicht in Form einer sicht- oder messbaren Erwärmung. Nach wie vor macht beispielsweise erst der Mai die Laubbäume im Wald grün, heute genauso wie auch schon vor über 150 Jahren.

Eben diese Tatsache sollen Ihnen meine beiden Bilder beweisen: Das erste zeigt Hüttlingen mit 6.000 Einwohnern und das zweite blickt in das sehr sonnige Frankenbachtal, beide liegen auf 450m Höhe, zwischen Hüttlingen und Ellwangen in absolut freier Fläche. Trotzdem sind beide Vegetationsbetrachtungen vom selben Tag, dem 6. Mai 2015, vollkommen unterschiedlich.

Im Frankenbachtal, nur umgeben von kleinen Weilern in über einem Kilometer Entfernung zu den paar Häusern, werden die Bäume erst im Verlauf des Mai grün, wie schon zu Mozarts Zeiten, der passend dazu komponierte: „Komm lieber Mai und mache“. Wo ist dort bitte die behauptete globale Klimaerwärmung zu finden?

In der letzten Maiwoche wird die Blattentwicklung in der freien Fläche, im Wald und im Frankenbachtal beendet sein, nicht vorher. Am 6. Mai, also dem 126. Tag nach Jahresbeginn, waren die Schwarzerlen, im Bild vorne links, noch ohne Blätter zu sehen.

Am Rande der kleinen Wärmeinsel Hüttlingen war der Blattaustrieb dagegen bereits zu diesem Datum vollständig abgeschlossen. Der Unterschied des Vegetationsfortschritts beträgt in diesem Beispiel zwischen freier Fläche und Siedlungsraum daher mindestens zwei Wochen.

Anhand dieser beiden Beispiel-Aufnahmen sehen wir deutlich, dass selbst innerhalb der relativ kleinen Wärmeinsel Hüttlingen in den vergangenen 120 Jahren eine schleichende Erwärmung stattfand, welche deutliche Auswirkungen auf den Blattaustrieb hat, selbst noch am Siedlungsrand. Wachstum, Trockenlegung, Energiehunger und Bebauung sind die alleinigen Ursachen für diese Entwicklung, nicht etwa menschliches CO2 in der Atmosphäre, da dieses überall gleich verteilt in der Luft enthalten ist. In meinem Heimatbuch „Hüttlingen – früher und heute“ kann dieser Trend mithilfe der enthaltenen Fotodokumentation klar nachvollzogen werden.

Außerhalb der Wärmeinseln hat sich hingegen sichtlich nichts erwärmt. Deshalb benötigen wir auch keine politischen Maßnahmen wie etwa Anpassungsstrategien für den Wald, das Ackerland oder die Naturschutzgebiete, denn außerhalb der Wärmeinselbereiche ist es so warm bzw. kalt, wie zu Mozarts Zeiten, also wie schon vor 200 Jahren.

Eigentlich ist diese Tatsache für jeden aufmerksamen Beobachter ganz offensichtlich. Heute jedoch verfügen selbst naturwissenschaftlich gebildete Menschen nicht mehr unbedingt über die notwendigen geistigen Voraussetzungen des Hinterfragens und nur wenige haben überhaupt den Mut, irrige politische und populäre Meinungen kritisch zu beäugen, weil sie damit rechnen müssen, dadurch schnell im Abseits zu  landen. Die meisten unserer Mitmenschen hingegen lassen sich aufgrund ihres blinden Glaubens an die Verlautbarungen aus Politik und Medien sprichwörtlich für dumm verkaufen und finanziell ausbeuten.

Eine menschengemachte „Klimaerwärmung“ gibt es zwar in der Tat, allerdings lediglich im Bereich von Messstationen innerhalb sogenannter Wärmeinseln. Effektiv dagegen findet eine reale Erwärmung unseres Planeten nicht statt. Mit Kohlendioxid hat diese gesamte Entwicklung erst recht nichts zu tun. CO2 ist ein lebensnotwendiges Spurengas, ohne welches unser Planet ähnlich unwirtlich und kahl aussähe wie etwa der Mond.

Fazit: Die von der „Wissenschaft“ behaupteten 1,5 Grad „Klimaerwärmung“ in den vergangenen 120 Jahren fand einzig und allein in den von Menschen geschaffenen Wärmeinseln statt, wo eben auch die allermeisten Klimastationen des Deutschen Wetterdienstes stehen. Eine angebliche, globale Erwärmung existiert dagegen in Wirklichkeit nicht. In der freien Fläche sind die Temperaturen nach 17-jähriger Abkühlung heute genauso wie sie dort seit über 120 Jahren schon immer waren – mal wärmer, mal kälter, aber im Durchschnitt gleichbleibend. Anhand der wärmeinselbereinigten Temperaturaufzeichnung Deutschlands lässt sich dies sehr deutlich erkennen.

Diese wärmeinselbereinigte Temperaturkurve würde den Messungen in der freien Fläche entsprechen, stünden die Messstationen noch an solchen Orten. Vor 100 Jahren befanden sich viele von ihnen tatsächlich bei unbeheizten Klöstern, bei Forsthäusern am Waldrand oder bei Fischteichen in Feuchtwiesen außerhalb der damals viel kleineren und kälteren Städte.

Sie kennen sicherlich die Behauptung der Klimaforscher, wir würden in Deutschland schon bald keine Winter mehr erleben. Dies wurde uns in den Jahren 1998 bis 2000 vielfach von den selbsternannten Klimafolgen-„Wissenschaftlern“ vorhergesagt. Richtig müsste die Aussage stattdessen lauten: In den Wärmeinseln der Großstädte wird es keine richtigen Winter mehr geben. Alles andere entspricht offensichtlich nicht den Tatsachen.

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3 Kommentare

  1. am 16. Mai 2015 um 14:46 1 rolf schwarz

    Hallo Josef,

    Deine interessanten Beobachtungen und Ausführungen sind sicherlich nicht von der Hand zu weisen und russische Wissenschaftler sprechen u.a. eher von einer beginnenden „kleinen Eiszeit“.
    Es gibt jedoch auch ganz klar andere Beobachtungen wie das abschmelzen der Geltscher so auch hier bei uns auf der Zugspitze und anderwo.
    Hinzu kommt der eindeutig klare Rückgang von Niederschlägen vor allem im Winter.

    Was Du völlig aus und vor läßt ist die Intensität der Sonneneinstrahlung. Ich bin seit ca. 40 Jahre begeisterter Tourengänger und da hat sich die Klimasituation dreastisch in dieser relativ kurzen Zeit geändert nicht nur wegen der geringeren Schneemengen.
    Wo man noch vor ca. 15-20 Jahren vor allem was Südhänge anbelangt diese teils bis in den März-April hinein befahren konnte, ist dies seit Jahren meist nur noch im Jan. – Febr. möglich. Pulverschneetouren im Mai wie sie Walter Pause noch in seinen Tourenbüchern beschrieb sind schon länger nicht mehr möglich.
    Heute ist in Deutschland „südlicher Weintraubenanbau“ möglich, der klimatisch vor 20 Jahren noch nicht möglich war.
    Die Vegetationsgrenze von Pflanzen wandert eindeutig in höhere Regionen.

    Also es gibt durchaus auch Argumente in die andere Richtung sofern man offen dafür ist.

  2. am 16. Mai 2015 um 22:39 2 Josef Kowatsch

    Lieber Rolf
    Hab Dank für deine Anmerkungen und Ergänzungen. Du hast recht, man müsste noch vieles ansprechen und gegenüberstellen, aber in einem Brief, der an einen Forstdirektor geschrieben werden soll, wollte ich dem Herrn Maier nur zeigen, dass er keine Erwärmung in seinem Wald zu befürchten braucht. Da die Temperaturen (nicht WI-bereinigt) seit 1998 in Deutschland wieder kälter werden, und die Winter sogar schon seit 1988, muss der Maier zukünftig eher auf winterharte Kulturen setzen anstatt auf Mittelmeervegetation.
    Du bringst hauptsächlich Beispiele und Beobachtungen aus den Alpen. Du musst wissen, dass gerade die Alpen seit 1891 das Paradebeispiel des Wärmeinseleffektes sind. Man gebraucht in der Wissenschaft immer noch den Ausdruck Wärmeinsel, tatsächlich sind viele solcher Wärmeinseln in den letzten 130 Jahren zu zusammenhängenden Wärmeflächen geworden. Bei uns in BW der gesamte Oberrheingraben, der Mittlere Neckarraum und der Bodenseeraum. In Bayern ist gerade der Alpenraum seit 1891 bis heute zu einer flächenhaften Wärmeinsel zusammengewachsen. Nimm bloß mal die Besucherzahlen auf der Zugspitze 1891 und vergleiche mit heute oder den Autoverkehr durch Oberstorf. Von Null auf 30 000 täglich dürfte etwa zutreffen. Mit einem halben Liter täglich gerechnet heizen diese Autos täglich die wunderschöne Stadt mit 15 000 Liter Benzin/Diesel auf. Ähnlich dürften die Verhältnisse beim Heizölverbrauch fürs Heizen der Häuser im Vergleich zu der Einstubenheizung von 1891 sein. Da es die meisten Häuser noch gar nicht gab, gehen diese als Nullstubenheizung in die mathematische Wärmeinselbetrachtung ein. Du kommst selbst aus dem Alpenraum und kannst diese paar Beispiele ergänzen durch Eigenbeobachtungen, menschliche Eingriffe und Veränderungen der ursprünglichen Natur, die letztlich immer zu Erwärmungen geführt haben. Grundsätzlich gilt: Wenn der Mensch die Natur verändert, dann trägt er Wärme in die Landschaft ein. Und wie ich von Prof. Patzelt von der Uni Innsbruck erfahren durfte, ist das Eis aller Alpengletscher durch die Benzin-, Diesel-, Öl- und Holzverbrennungsabgase, sowie die Industrialisierung inzwischen viel dunkler geworden und absorbiert ebenso wie der Schnee die Sonnenstrahlen, so dass man bereits ab Ende März eine sich beschleunigende Schneeschmelze hat. Auch das führt wieder zu einer Erwärmung, da die Reflektion der Sonnenstrahlung abnimmt. Insgesamt habe ich mich jedoch noch nicht ausführlich genug mit der flächenhaften Wärmeinselproblematik des Alpenraumes beschäftigt, so dass ich nun auch keine weiteren Erklärungen abgeben möchte. Aber vielleicht helfen dir meine Anregungen, die Sache selbst in die Hand zu nehmen und die enormen Veränderungen des Alpenraumes durch den Menschen und den damit verbundenen Wärmeeintrag dokumentarisch festzuhalten.

  3. am 3. Juni 2015 um 16:37 3 Sören Hader

    Sehr geehrter Herr Kowatsch, mit etwas Verspätung werde ich auch meinen Senf dazu geben. Sie haben dem Forstdirektor sinngemäß geschrieben, dass er sich keine Sorgen über höher werdende Temperaturen machen muss, weil die Temperaturen in Deutschland seit 1998 sinken und die Wintertemperaturen sogar seit 1988. Das sind Zeiträume von grob gesagt 20-30 Jahren.

    Dazu kann man nur sagen, hüte Dich vor Extrapolationen von Zeitreihen mit linearen Trends ohne jegliches Vorwissen!!! Das geht in den allermeisten Fällen schief und beweist leider auch nicht sonderlich Fachkenntnis auf dem Gebiet der Statistik und von Vorhersagesystemen. Ein solch linearer Trend lässt sämtliche Änderungen von äußeren und inneren Faktoren völlig außer Acht. Wir können beispielsweise nicht genau sagen, wieviel CO2 und Methan in 50 Jahren in der Luft sein wird, aber genau das ist mitentscheidend für die zukünftigen Temperatur. Ein Forstdirektor muss in ganz anderen Zeitdimensionen rechnen als unsereins. Dort ist ein Zeithorizont von 50-100 Jahren für den nächsten Baumbestand gefragt. Vermutlich wissen Sie als Naturbeobachter das wesentlich besser als ich. Ein Forstdirektor muss sich die Frage stellen, welche Bäume sollte ich heute pflanzen, damit sie den klimatischen Bedingungen in 50-100 Jahren sprichwörtlich gewachsen sind. Und das, Herr Kowatsch, kann man nicht so einfach mit einem 20-Jahres-Trend extrapolieren. Zu den Temperaturen kommen noch Faktoren wie Niederschläge, Trockenphasen, Stürme usw. hinzu. Lassen Sie sich vom Forstdirektor vorort mal zeigen, wie die Klimaveränderungen in den letzten 50-100 Jahren sich auf seine jetzigen Bäume ausgewirkt haben.

    MfG
    S.Hader