Die Welt erwacht – ist es schon zu spät?

© Michael Mertes (Aristillus) / pixelio.de

In Anbetracht der ständig neuen ernüchternden Tatsachen des Weltgeschehens stehen die Zeichen äußerst schlecht für ein Ende der großen Lügen und des systematischen Betrugs, der uns von allen Seiten her tagtäglich umgibt.

Dennoch arbeiten viele und immer mehr Menschen daran, die Welt zu einer besseren machen zu wollen und das bisherige System zu beseitigen. Grundsätzlich mag dies ein ehrenwertes Ziel sein, allerdings ist fraglich, ob es realistisch betrachtet überhaupt jemals erreichbar ist. Kann uns alleine der Idealismus der Menschen wirklich retten?

Es geschehen doch noch Zeichen und Wunder im ehemaligen Lande der Dichter und Denker. So zumindest könnte der Bericht in der Welt vom 24.08.2011 gewertet werden:

Eine Gruppe von über 55 deutschen Unternehmern bringt das Bundesverfassungsgericht vor Gericht.

[…]

„Was hier geschieht, ist im Grunde genommen ein Staatsstreich, angeführt von Nicolas Sarkozy und seiner Kollaborateurin Angela Merkel“, sagt Kerber. „Und die Bundesrepublik als Rechtsstaat ist nicht in der Lage, sich dieses Angriffs zu erwehren.“ Stattdessen spielte das Verfassungsgericht diesen Kräften noch in die Hände.

Äußerst ungewohnte und deutliche Töne erklingen hier von Seiten der Schafswelt. Wenn sich eine solche Anzahl an Unternehmern, also  „normalen“ Bürgern mit Verantwortung, bereits zu einem derartigen Schritt genötigt fühlt, dann muss dort im Hintergrund die Stimmung wirklich richtig am kochen sein.

Recht haben diese Leute. Nachdem ganz offensichtlich auch das Bundesverfassungsgericht nichts anderes als ein willfähriger Erfüllungsgehilfe der Bundesregierung ist, gehen diese Kläger nun die letztmögliche offizielle Instanz nach oben, denn oberhalb des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte wird es tatsächlich eng mit weiteren Alternativen. Danach bleiben nur noch Selbstjustiz oder der Richterstuhl des Schöpfers.

Doch genausowenig wie die Klage bezüglich des Euro-Schutzschirms vor dem Verfassungsgericht Aussicht auf Erfolg und wahrhaftige Rechtsprechung besitzt, hat die Klage vor dem Europäischen Gerichtshof eine Chance. Abgesehen davon, dass solche Verfahren stets Monate, wenn nicht gar Jahre dauern, sind auch dessen Richter allesamt nur wenig lebensmüde und werden ihren Posten und ihre Gesundheit sicher nicht durch ein wirklich „kritisches“ Urteil gefährden.

Die 55 deutschen Unternehmer glauben offenbar noch an Recht und Gesetz in diesem Land bzw. der EU, was keinesfalls verwerflich, sondern allerhöchstens naiv ist. Aber ganz egal, sie fordern die Betrüger heraus, entweder noch mehr zu lügen und ihre Absichten zu offenbaren oder aber die Masken fallen zu lassen.

Unter den seit langem Aufgewachten wirkt dieser Vorstoß der bisher regungslosen und obrigkeitstreuen Masse zwar ermutigend, wer allerdings die ganze Lage einmal nüchtern betrachtet, der weiß, inzwischen ist nicht mehr viel zu retten.

Das eigentliche Problem: Während immer mehr Menschen und sogar einige der Medien aufwachen und endlich die Schrift an der Wand sehen, stehen die feindlichen Truppen längst in der Stadt und sind gerade dabei, heimlich die Macht zu übernehmen. Das heranrollende Unglück lässt sich leider nicht mehr aufhalten, sondern allerhöchstens kann sich der Einzelne noch aus der Schusslinie bringen.

Es ist zwar schön, dass nun ganz offensichtlich der Unmut in der Bevölkerung über den Hochverrat durch die Regierung wächst, und das nicht nur bei uns im Land. Aber die meisten Menschen starren trotzdem nur hilflos und wie gelähmt auf das Geschehen. Dabei befinden wir uns nach wie vor in der absoluten Komfortzone, sind also noch meilenweit entfernt von echter existenzieller Krise in der Bevölkerung. Wie wird es wohl sein, wenn es erst einmal so richtig losgeht mit Crash und Co?

Die Menschen liegen längst in halb unsichtbaren Fesseln, welche sie sich zumeist freiwillig anlegen ließen und sogar teilweise selbst forderten. Sicherheit zum Preis der persönlichen Freiheit wurde ihnen von Seiten der Regierungen angeboten und die Menschen haben dies blind und gutgläubig angenommen. Egal wie der Einzelne oder auch solche Gruppen von Unternehmern jetzt reagieren oder agieren, es ist zu spät, um den Absturz noch zu verhindern – und erst recht den harten Aufprall am Boden.

Alleine schon die weltweiten Aussichten in Sachen Wirtschaft und Finanzsystem sind düster bis schwarz, dabei handelt es sich hier nur um eines der Kernelemente, aus denen unsere Welt besteht. Dasselbe wird auch noch in anderen Bereichen geschehen.

Dazu gehört beispielsweise die unberechenbare Macht der Natur. Wie aus dem Nichts wurde am 23.08.2011 die Ostküste der USA von einem mittelstarken Erdbeben erschüttert. Kein Experte oder Wissenschaftler hatte derartiges vorausgeahnt. Der Schock ist trotz des geringen Schadens groß und die Verletzlichkeit der ehemaligen Supermacht deutlich spürbar geworden.

Die „Wissenschaftler“ sind wieder einmal ratlos – wie immer, wenn das Geschehen nicht nach ihren selbst erfundenen linearen Modellen abläuft. Genau dasselbe spielte und spielt sich in der Wirtschafts- und Finanzwelt ab, denn auch dort wurden irgendwelche kurzen Stichflammen eines vermeintlichen XXL-Aufschwungs von den Superexperten einfach interpoliert und dann vom größten Aufschwung aller Zeiten fabuliert. In Wahrheit stand das System seit Beginn der Krise 2007 zu keiner Stunde an einer anderen Stelle als jetzt: Einen Schritt vor dem Abgrund.

Betrachten Sie einmal den Verlauf unserer Geschichte der vergangenen tausend Jahre. Gab es hierbei etwa eine lineare Entwicklung? Das einzige, stets gleichförmig voranschreitend Lineare war die Zeit, alles andere hat sich völlig unregelmäßig verändert. Denken Sie an die Reformation, an die vielen Revolutionen, die Kriege, die Inquisition, die Entdeckung neuen Wissens, die industrielle Entwicklung, die politischen Veränderungen und den Wohlstand der Menschen, dann erkennen Sie, wie chaotisch der Verlauf stets aussah und wie kurz die geradlinig verlaufenden Phasen jeweils nur waren.

In Anbetracht dieser Tatsache ist es mehr als naiv anzunehmen, dass ausgerechnet unsere Zukunft nun linear verlaufen sollte, wie sie es seit etwa 60 Jahren macht, nämlich in stetem Aufwärtstrend des Wohlstands. Im Bezug auf unsere Lebenserwartung entsprechen diese 60 Jahre noch nicht einmal einem durchschnittlichen Leben, wie kommen die Menschen also auf die Idee, alles würde und müsste weiterhin so ablaufen, wie bisher? Viel mehr als Hoffnung steckt da nicht dahinter.

Und selbst diejenigen, welche wach sind und den Wahnsinn sowie den Kollaps auf sich zukommen sehen, sich darauf vorbereiten und um Aufklärung kämpfen, sind allein von der Hoffnung darauf motiviert, dass sich im Anschluss an ein noch kommendes Ereignis „X“, z.B. den großen Knall oder einen „Bewusstseinssprung“, alles auf wundersame Weise von selbst in eine bessere Welt ändern würde. Einfach so, nur weil die Menschen es doch angeblich alle wollen.

Ist das nicht genauso naiv? Wollten die Menschen nicht schon immer alles besser machen? Wann haben denn wohl einmal Menschen gelebt, deren persönliches Lebensziel es war, für sich und ihre Kinder eine Verschlechterung herbeizuführen? Mit Sicherheit gab es das noch niemals.

Dennoch verlief die Geschichte rückblickend eben nicht in einem positiven Aufwärtstrend, ganz im Gegenteil. Aber ausgerechnet unsere – völlig kaputte – Generation will das nun endlich alles ändern können, will dazu fähig und in der Lage sein, den letzten notwendigen Befreiungsschlag für eine bessere, ja für die beste Welt aller Zeiten zu schaffen?

Diese Einstellung ist bestenfalls opportunistisch, aber keineswegs realistisch. Betrachten Sie ein beliebiges Thema, z.B. die Frage nach der echten Heilung von Krebs, der Entdeckung eines wahren Wundermittels, damit diese Krankheit ein für allemal beseitigt wäre. Wünschen sich das nicht alle Gesunden, Kranken und vielleicht sogar manche Mediziner?

Was passiert jedoch, wenn Sie diesen Leuten von der Germanischen Heilkunde erzählen? Sie werden schräg angesehen, ausgelacht, bemitleidet, manchmal sogar verleumdet oder für irre gehalten. Die Lösung der Krebsfrage hängt hier direkt vor der Nase dieser Menschen und doch wollen sie es nicht wahrhaben. Und ausgerechnet diese blinde Generation will der gesamten Erde endlich Freiheit, Wohlstand und Frieden bringen? Wer kann sich hier noch ein Kopfschütteln verkneifen?

Es gibt noch einen anderen Vergleich: Vor über 2.000 Jahren hoffte das Volk in Israel auf die lange zuvor und vielfach prophezeite Ankunft seines Messias. Als dieser dann tatsächlich in der Person von Jesus Christus kam und sich nicht wie erwartet verhielt, sondern die Mächtigen ihre Macht gefährdet sahen, kreuzigten sie ihn sogar, um ihn schnellstmöglich mundtot zu machen.

Viele Menschen suchen heute – bisweilen verzweifelt – einen Ausweg und kämpfen mit vollem Einsatz für die Wahrheit, doch wenn sich dann eines Tages direkt vor ihrer Nase die wirkliche Lösung auftut, wird sie verworfen, weil sie zu einfach wirkt, zu unscheinbar aussieht oder zu wenig spektakulär klingt. Wird sich das jemals ändern? Wieso denn, warum ausgerechnet jetzt und vor allem wodurch bitte?

Wer immer noch daran glaubt, wer darauf hofft, dass der Mensch in der Lage wäre, die ganze Erde oder wenigstens sich selbst zu retten oder auch nur im Ansatz z.B. für einen dauerhaften weltweiten Frieden sorgen zu können, der sollte sich entweder dringend bezüglich geeigneter Medikamente beraten lassen oder aber sich endlich eingestehen, dass es eben nur einen einzigen Weg gibt, welcher zu diesem Ziel führt.

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30 Kommentare

  1. am 30. August 2011 um 16:47 1 Martin6078

    Querulant.
    Genau davon rede ich doch, die Zukunft ist nicht planbar! Man kann nur bestimmte Maßnahmen einleiten, aber ob alles so läuft wie man will steht auf einem anderen Papier.Die Halbschlauen, welche die Technik und Wissenschaft wieder auf null fahren wollen,werden das bald merken, sehr bald.Siehe den überzähligen Bolzen!…
    MFG:

  2. am 30. August 2011 um 17:46 2 jupp

    an 15, Querulant

    Ich empfehle Dir eine Lektüre über Systemtheorie: „Das Peter-Prinzip“ von Laurence Peter. Weiterer Titel „Schlimmer geht`s immer“.
    Inzwischen gibt es das „Dilbert-Prinzip“
    Alles Titel, amüsant geschrieben mit tiefen Erkenntnissen.

  3. am 30. August 2011 um 18:39 3 Querulant

    @jupp:

    Das Peter oder Dilbert-Prinzip haben nicht sehr viel mit Systemtheorie zu tun außer dass man daran Systemische effekte aufgrund gewisser psychischer Verdrängungsmechanismen erörtert.

    Meiner Ansicht nach eher in den Bereich des Bunk Science einzuordnen.

    Das Thema hier bezieht sich jedoch auf wesentlich tiefere Zusammenhänge und versucht Ernsthaft Verhalten von komplexen Systemen zu erörtern, sowie tiefere Zusammenhänge zu knüpfen.
    Die Bedeutung dieser Effekte wird gerade für unsere aktuelle Zeit insbesondere durch die immer komplexer werdende Informationsgesellschaft von enormer und weitreichender Tragweite sein.

    Denn wie auch bei der Quantentheorie verliert sich ein komplexes System in Paradoxien die es unberechenbar machen.

    Mal Gregory Bateson lesen. Er lebte leider in der falschen Zeit um seine Theorien in der Anwendung zu sehen, Denn schon in den 70ern als die Informationsgesellschaft noch lange nicht etabliert war, kam er der Lösung bereits gewaltig nahe…

  4. Goldbarren & -münzen zu aktuellen Preisen
  5. am 31. August 2011 um 00:19 4 Terra Nova

    @Karl-Heinz

    „Wie, nach der Erfindung des Buchdrucks, haben wir, mit dem Internet, ein kleines Zeitfenster, das Herrschaftswissen, das dringend zur Emanzipation der Massen benötigt wird, zu verbreiten.

    Wir haben z.Z. noch die historische Chance, die Wahrheit unter die Leute zu bringen.“

    „Der Herr Jesus Christus segnet und behütet uns.“

    Ich befürchte, mit Ihnen und der gesamten Bewegung ist etwas ins Rollen gekommen, was sich so nicht mehr aufhalten lässt und die Welt sehr bald in immer mehr Flammen aufgehen lässt. Viele meinen, es sei die „böse“ Elite, das Finanzsystem oder irgendein angezettelter Krieg im nahen Osten, nein, ich bin geneigt zu schreiben, wüssten Sie auch nur annähernd die Wahrheit, hätten Sie ihren letzten Satz nicht geschrieben.

  6. am 31. August 2011 um 07:14 5 Hartmut

    zu 29

    Zitat: „… wüssten Sie auch nur annähernd die Wahrheit, hätten Sie Ihren letzten Satz nicht geschrieben.“

    Diese Einschätzung kann man nach einigen Tagen geduldiger Beobachtung der laufenden literarischen Produktion nur vorbehaltlos bestätigen.

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