Eurokraten am Ende: Nein, meine Suppe ess ich nicht

© Viktor Mildenberger / pixelio.de

Wir haben zur Zeit gefährliches Hochwasser. Doch nicht etwa wegen der Klimaerwärmung, sondern wegen der hohen Schulden in ganz Euroland.

Den Brüsseler Bürokraten steht das Wasser nämlich bis zum Hals und sie haben ganz offensichtlich große Angst davor, dass die Flut noch weiter steigen könnte. Warum? Sie können nicht schwimmen, dafür gibt es leider bisher keine passende EU-Richtlinie. Wer darf nun diese Euro-Suppe auslöffeln?

Auf dem G8-Gipfel der vergangenen Woche standen die obersten EU-Nichtschwimmer in ihren vollgepinkelten Hosen vor der Presse und brabbelten etwas davon, die Pleite vom hoch verschuldeten Griechenland noch abwenden zu wollen. In ihrem Artikel vom 26.05.2011 berichtete die Welt von diesem verzweifelten Versuch:

Angesichts der Zuspitzung der griechischen Schuldenkrise hat EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy die Solidarität der EU zugesichert. „Wir werden alles tun, um eine Pleite Athens abzuwenden, wir lassen den Euro nicht fallen“, sagte er am Rande des G-8-Gipfels im nordfranzösischen Deauville.

Wen meinte denn eigentlich der blasse Van Rompuy mit “wir”? Fühlen Sie sich dabei angesprochen? Oder sprach er hier etwa als “Arzt” der EU und meinte mit “wir” lediglich die hilflosen Bürokraten mit der blauen Sternenflagge?

Diesen Herrschaften ist längst klar, was die meisten Sklaven ihrer EU-Diktatur noch nicht einmal ahnen: Das Ende des Euro und auch der EU steht vor der Tür und das einzige, was die selbsternannten Diktatoren dagegen tun können ist, ein Schild an die Tür zu hängen mit der Aufschrift:

Bitte, liebes Ende, verschone uns, lass uns an der Macht, es ist gerade so schön. Wir werden auch alles tun, damit die dummen Deutschen weiterhin brav ihr letztes Hemd opfern, um den Euro zu retten. Aber bitte, tu uns nichts!

Auch wenn sich diese Möchtegerns von Europanien so ungeheuer wichtig vorkommen und mehrere hundert Millionen von Bürgern mit ihrer Willkürherrschaft seit Jahren unterdrücken, im Grunde genommen sind diese Figuren nicht mehr wert als der reichste und ärmste Europäer. Einzig ihre undemokratisch erschlichenen Posten machen sie scheinbar zu etwas Besserem.

Das Dumme an der Sache ist nur, ohne ihre Posten sind sie nichts. Also bleibt ihnen nur eine Wahl: Die Grundlage ihrer Macht muss unbedingt erhalten bleiben, koste es was es wolle – zumal der Preis dafür gar nicht von ihnen selbst bezahlt werden muss. Mit fremdem Geld werfen sie nur so um sich, in der Hoffnung, ihre komfortable Position erhalten zu können.

Vor lauter Existenzangst kann es da schon mal vorkommen, dass sie wie in wilder Panik nur noch völlig sinnlos und aktionistisch herumrennen, ohne die Lächerlichkeit in ihrem durchschaubaren Verhalten zu erkennen. Irrationalste Forderungen zeigen dann, wie abgehoben von der Realität diese Hampelmänner längst sind. Das Handelsblatt demonstrierte dies am 26.05.2011 anhand eines wirklich hilflosen Eurogruppen-Chefs:

Die Nachrichtenagentur Bloomberg zitiert Juncker weiter mit den Worten: “Es gibt bestimmte IWF-Regeln. Und eine dieser Regeln besagt, dass der IWF nur aktiv werden kann, wenn für die nächsten zwölf Monate eine Refinanzierungsgarantie gegeben ist. Ich glaube nicht, dass die Troika zu dem Schluss kommen wird, dass diese gegeben ist.”

Junckers angsterfüllte Schlussfolgerung dazu war dann – Sie ahnen es bereits – dass die EU für die wegfallenden IWF-Kredite einspringen müsse. Logisch, nicht wahr? Weil der IWF zu dem Schluss kam, kein weiteres Geld mehr in Griechenland zu versenken, muss selbstverständlich die EU, Pardon, der deutsche Steuerzahler in die Bresche springen.

Vollkommen nachvollziehbar, denn der arme Herr Juncker sieht ansonsten seine gut dotierte Machtposition dahinschwinden. Daher müssen wir jetzt alle zusammenhalten, denn es gilt, den Arbeitsplatzverlust in Brüssel zu verhindern – wobei unklar ist, ob der Begriff “Arbeit” in Verbindung mit den Eurokraten überhaupt verwendet werden darf oder ob dies nicht eine Beleidigung für jeden ehrlichen Bürger bedeutet.

Aber die Lage ist noch etwas verzwickter, denn es treffen hier unterschiedliche Interessen aufeinander. Zwar möchten sowohl die EU-Bosse ihre breiten Hintern weiterhin bequem gebettet wissen, jedoch beabsichtigen das die Regierenden in Griechenland ebenfalls. Letzteren wird aber nur dann weiterhin Geld geschenkt, wenn sie versprechen, so richtig zu sparen. Doch sparen bringt Ärger bei den eigenen Wählern, insofern besteht hier wenig Einigkeit.

Europa vor dem Crash - So können Sie dem kommenden Sturm trotzen

Europa steht vor dem Zusammenbruch. Die ersten Vorboten haben sich bereits gezeigt. Wer hätte vor einem Jahr an einen Staatsbankrott von Griechenland und Irland geglaubt? Daran, dass Portugal, Spanien und sogar Großbritannien kurz davorstehen? Auch in Deutschland ist der Staatsbankrott bereits vorprogrammiert. Er ist nur noch eine Frage der Zeit. Langsam haben es auch die größten medialen Realitätsverweigerer und politischen Schönredner begriffen: Nichts ist mehr sicher. Der Euro ist eine tickende Zeitbombe und der Countdown läuft.

Da auch in Griechenland den Obersten das Wasser bis zum Halse steht, suchen sie verzweifelt nach Auswegen. Eine Andeutung, in welche Richtung hier gedacht wird, machte die griechische EU-Fischereikommissarin am 25.05.2011 im Spiegel:

Die griechische EU-Kommissarin Maria Damanaki fürchtet demnach einen Ausstieg ihres Landes aus dem gemeinsamen Währungsraum.

“Das Szenario einer Distanzierung Griechenlands vom Euro liegt auf dem Tisch”, warnte Damanaki in einer Erklärung, die am Mittwoch auf ihrer griechischen Internetseite veröffentlicht wurde.

Damanaki fürchtet den Euro-Ausstieg Griechenlands? Kein Wunder, befindet sie sich doch gerade in einer echt blöden Zwickmühle. Geht die EU unter, muss sie wohl von der Fischereikommissarin zur griechischen Fischerin umschulen. Steigt jedoch Griechenland aus dem Euro und damit wahrscheinlich auch aus der EU aus, dann kann sie immerhin in Brüssel bleiben und auch weiterhin die Büros betreten – als Reinigungskraft.

Doch nicht nur Maria Damanaki weiß, was die Stunde geschlagen hat, sondern auch ihre Landsleute in Griechenland erahnen das Kommende. Daher versuchen sie zu retten, was zu retten ist. Nein, nicht die EU, sondern den Euro. Aber nicht den ganzen Euro, sondern lediglich ihre eigenen Scheinchen. So geschieht es derzeit laut Bild-Zeitung vom 26.05.2011:

Griechen stürmen Banken!

[...]

Grund für die Geldflucht: Viele Griechen befürchten, ihr Land werde über Nacht aus dem Euro austreten und zur alten Weichwährung Drachme zurückkehren. Dann würden alle Euro-Spareinlagen in Griechenland in Drachmen umgerechnet – wahrscheinlich zu erheblich schlechteren Kursen.

Im sonnigen Süden sind die Menschen offensichtlich schon etwas weiter und haben zumindest teilweise wieder begonnen, selbst zu denken. Die große Masse dürfte allerdings nur von der allgemeinen Panik angesteckt worden sein, aber immerhin. Wenn das vollständig die Runde macht, dann geht es ganz schnell mit dem Euro.

Schade nur, dass es recht wenig bringen wird, die Euros aus Griechenland zu schaffen, denn auch anderswo sind die bunten Zettel bald kaum mehr etwas wert und zwar genau deswegen, weil die Griechen ihr Geld jetzt in Sicherheit bringen wollen. Im Grunde ist es zum Lachen, wenn es nicht so traurig wäre.

Weil die gemeinen Schädlinge an der Spitze keine Lust haben, zu feige und zu unfähig sind, die uns allen von ihnen eingebrockte Suppe selbst wieder auszulöffeln, werden wir am Ende alle das widerliche, angebrannte EU-Gebräu serviert bekommen und beim Auslöffeln zwangsweise mithelfen müssen. Das dürfte ziemlich bitter werden für die meisten Menschen.

Warten wir aber erst noch ab, bis das Endspiel begonnen hat, denn bis dahin können wir lediglich über die Mannschaftsaufstellung und die Spielstrategie spekulieren. Erst nach dem Schlusspfiff wissen wir, wie es ausging. Das Spiel wird jedoch fast nur Verlierer haben. Die meisten davon durften überhaupt nicht aktiv mitspielen, sondern mussten zwangsweise immer nur die überteuerten Fanartikel kaufen.

Ende gut, alles gut? Die Antwort lautet in diesem Fall grundsätzlich nein, aber zunächst wäre das Ende der EU tatsächlich eine Art Lichtblick. Was danach kommt? Wir werden sehen.

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Literatur zum Thema Krise

15 Kommentare

  1. am 30. Mai 2011 um 11:47 6 Matt Sorum

    @4Martin6078, beim Magazin internationalliving.com bekommt man immer beste Hinweise über Länder aller Art.
    In Mittelamerika wie z.B. Belize sind Auslandsgewinne steuerfrei bei recht niedriger Kriminalität. Dort leben, einen Webshop betreiben oder eine Pokerplattform programmieren (lassen) und steuerfrei kassieren. Zum Beispiel.
    Verhungern kann man angesichts der von den Bäumen fallenden Früchte auch nicht, im Gegensatz zu Deutschland, wo ein Rüdiger Nehberg beweist, dass für mehrere Gruppen kein Überleben aus der Natur über den Winter möglich ist.
    Oder wie wäre es, Volker Pispers´ Ratschlag zu folgen, nach Indien o.Ä. zu ziehen, wo man sich mit einem monatlichen Hartz4-Einkommen schon Angestellte leisten kann?
    In Thailand kostet ein Haus 100qm mit Pool kaum 150 Dollar Miete.
    Usw. usf.
    Sollte es allerdings zu weltweiten Verwerfungen wegen Dollar & Co kommen, ist man außer vielleicht in Nordeuropa kaum mehr irgendwo sicher und keiner sollte sehen, dass man mehr als dreifuffzich hat, sonst ist man erledigt.

  2. am 30. Mai 2011 um 11:51 7 Enkidu

    Wieder einmal gibt es eine Zeit, von der wir später einmal sagen werden: “Das haben wir ja garnicht gewusst”. Aber damit kann sich diesmal keiner herausreden. Und selbstverständlich wird die Schuld auf Deutschland geschoben. Dann haben wir eben zu wenig gespendet oder wir haben zuviel geliefert oder, oder, oder!

    Wenn ich heute meine Bekannten mit den Tatsachen konfrontiere, dann erhalte ich Antworten wie: Dann kaufen wir uns eben eine Flasche Wein weniger! oder: Ja der Zusammenbruch wird kommen, aber wir und unsere Kinder werden das nicht mehr erleben, vielleicht unsere Enkelkinder.

    Und das sind Aussagen von Leuten der gehobenen Mittelklasse wie Selbständige, Unimitarbeiter gutsituierte Rentner, Pensionäre usw.

    Dagegen kämpfen selbst Götter vergebens.

  3. am 30. Mai 2011 um 12:12 8 Jörg Malinowski

    Sehen wir den totalen globalen Zusammenbruch doch als Chance (falls wir überleben). Es wird zwar zu Bürgerkriegen und Chaos kommen und sicher hundertausende oder Millionen Menschen ins Gras beißen, aber das die Elitisten die Neue Weltordnung und die eine Weltwährung hinbekommen, glaube ich nicht. Bald werden die ersten Politiker entweder am Galgen baumeln oder vor Gericht landen. Das Spiel der Eliten ist aus. Es gibt für alle Leute, die das Finanzsystem durchschaut haben und die in Edelmetalle gegangen sind, die große Chance nach einem “Reset” des Systems von der Sklavenarbeit loszukommen, weil ich davon ausgehe, das unser FIATmoney System wieder von vorne losgeht und die Eliten noch reicher werden als sie ohnehin schon sind. Ich glaube das die Bilderberger und Konsorten jetzt die Leute fallen lassen, die ihnen jahrelang in den Arsch gekrochen sind. Diese Eliten haben selbst Angst vor dem wütenden Pöbel.

    Ich werde, falls das FIATmoney System “resetted” wird, nie wieder als Lohnsklave arbeiten gehen. Geld arbeitet von selbst.

  4. am 30. Mai 2011 um 12:14 9 Alles ist Anders

    Ich weiß gar nicht, warum sich einige so aufregen. Es ist doch nur buntes bedrucktes Papier, dass keinerlei Wert hat. Niemand braucht sich Gedanken machen, denn die meisten von uns besitzen GAR NICHTS.

    Wer sein Geld angelegt hat, dem sei gesagt, dass dieser Gewinn nicht aus seiner Arbeit erwirtschaftet wurde, sondern anderen Arbeitern gestohlen wurde um Rendite zu erbringen. Also regt euch nicht auf, wenn ihr alles verliert, denn das wäre einfach nur gerecht. Geht gefälligst selber arbeiten im Angesicht eures Schweißes.

    Selbst derjenige, der ein Haus sein Eigentum nennt besitzt es nicht. Er hat dafür bezahlt, dass er darüber verfügen kann, doch es gehört nicht ihm. Das gleiche gilt für alles was ihr gekauft habt. Das Totenhemd hat keinerlei Taschen, in die ein Haus reinpassen würde.

    Der einzige Wert in dieser Welt ist das Leben jedes Menschen. Wer das Geld höher bewertet als einen Menschen dem ist sein Leben genauso viel Wert, nämlich gar nichts. Liebt einander und sorgt für einander. Alles andere ist vergänglich.

    In allem habe ich euch gezeigt, dass man sich auf diese Weise abmühen und sich der Schwachen annehmen soll, in Erinnerung an die Worte Jesu, des Herrn, der selbst gesagt hat: Geben ist seliger als nehmen. (Apostelgeschichte 20,35)

    Amen.

    Dank sei Gott, dem Herrn Jesus Christus.

  5. am 30. Mai 2011 um 12:30 10 rolo69

    Dem Text und dem Autor stimme ich vollends zu!
    Die Marionetten der EU in Brüssel und anderswo haben die Hosen, aber sowas(!), von gestrichen voll! Wild mit den Händen und Füßen fuchtelnd versuchen Sie das zu retten was eigentlich gar nicht rettungswürdig ist.
    Was ich aber nicht verstehe; warum haben WIR, hier in der BRD, die EU-Beführworter gewählt???

    GEBT MIR HIERAUF EINE ANTWORT BITTE!

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