Energiewende: Rückschritt wird zum Fortschritt deklariert

© Dr. Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de

Raus aus der Kernenergie und rein in die heile, grüne Ökostromwelt – fertig ist die Energiewende. Wenn es denn so einfach wäre. Hier spielen Öko-Ideologen einerseits und knallharte Subventionslobbyisten andererseits mit unserer Zukunft.

Das Ergebnis ist eine weltfremde und immer dominanter werdende Ökodiktatur. Die Bürger finden es toll, weil öko im Trend liegt. Doch wehe, der Blick fällt einmal auf die Realität hinter dem schönen grünen Vorhang.

Eines der zur Zeit drängendsten Themen der Regierung ist der Atomausstieg, da in Kürze das dreimonatige „Atom-Moratorium“ zu Ende geht. Weil unsere Kanzlerin aber völlig ungeübt im Fällen von Entscheidungen ist, sondern sich normalerweise nur auf Warteposition begibt und jegliche Probleme aussitzt oder sich fremdbestimmen lässt, wird nun heftig diskutiert, wann denn die letzten Kernkraftwerke abgeschaltet werden.

Für die Bevölkerung muss es ein möglichst früher Termin sein, damit nicht noch mehr Wähler weg von der CDU hin zu den grünen Faschisten rennen, aber für die Energiekonzerne wiederum sollte die endgültige Abschaltung nicht völlig überstürzt kommen. In dieser Debatte äußerte sich der FDP-Wirtschaftsexperte Franz Xaver Kirschner laut dem Hamburger Abendblatt vom 25.05.2011 und kritisierte die CSU:

[…] die Bevölkerung über die Folgekosten des Atomausstiegs im Unklaren zu lassen. […] Kirschner prophezeite stark steigende Strompreise. […] Heubisch warnte, dass ab 2016 eine Stromlücke von 30 Prozent drohe. „Das müssen wir den Menschen ehrlich sagen.“

Hoppla, ein Politiker, welcher der Bevölkerung die Wahrheit sagen will? Eine höchst ungewöhnliche Vorstellung. Und selbst wenn das mal geschehen sollte, die Bürger begreifen ja doch nicht, was das für sie bedeutet, denn der Strom kommt doch immer noch aus der Steckdose – bisher noch, ja.

Einer der Chefs der Kernkraftwerksbetreiber im Lande hat sich zum Ausstieg in sehr deutlichen Worten geäußert. Der RWE-Vorstandsvorsitzende Jürgen Großmann wurde am 25.05.2011 im Spiegel wie folgt zitiert:

Grundsätzlich sei eine Energiewende zwar zu schaffen – aber nur gemeinsam in Europa, nicht mit einem deutschen Alleingang. Er warnte vor einer „Ökodiktatur“.

Klare und wahre Worte. Da Herr Großmann aber nur einer der Chefs der „bösen Energiekonzerne“ ist, wird seine Warnung kein Gehör finden, schon gar nicht in der mittlerweile mehrheitlich linksgrün-affinen Bevölkerung. Dabei hat er absolut Recht, was soll denn ein Ausstieg im Alleingang überhaupt bringen?

Wir sind von fünf Ländern umgeben, welche ebenfalls Kernenergie nutzen: Tschechien, Holland, Belgien, die Schweiz und Frankreich, wobei die Franzosen sogar der weltweit zweitgrößte Kernenergieproduzent sind. Hinzu kommt bald ein sechstes Land, denn Polen will ab 2013 mehrere Kernkraftwerke bauen. Nicht dumm, denn es gibt da wohl bald ein Land westlich von Polen, was den günstigen und verlässlichen Strom dankend abnehmen wird. Die Schweiz hingegen äußerte gerade Überlegungen zu Plänen, ihre Reaktoren zum Ende der Betriebszeit im Jahre 2032 stillzulegen. Bis dahin dauert es allerdings noch eine ganze Weile.

Doch selbst aus der Perspektive der militantesten Atomkraftgegner muss ein Alleingang im Ausstieg als schwachsinnig hoch drei angesehen werden, denn die potenzielle GAU-Gefahr, um die es dabei angeblich geht, wird dadurch so gut wie überhaupt nicht vermindert, denn unsere Anlagen gehören zu den sichersten der Welt und zudem haben wir auch selbst die Kontrolle darüber. Wer das leugnet, der dürfte in Wahrheit andere Ziele verfolgen – vielleicht die völlige wirtschaftliche Zerschlagung der BRD? Es wäre nicht der erste Versuch dieser Art.

Welche Folgen der Ausstieg bringen wird, hatte der „ehrliche“ FDP-Kollege ja bereits angedeutet. Abgesehen von der Zuverlässigkeit der Stromversorgung wird wohl der größte Sargnagel der Industrienation BRD der Strompreis werden. Laut „nationaler anti-EEG-Bewegung“ NAEB müssen wir nach jetzigem Stand der Subvestionslast im Jahre 2020 hochgerechnet 51 Cent pro Kilowattstunde Strom bezahlen. Das jedoch nur unter der Annahme, dass die Mehrwertsteuer und die Ökosteuer nicht steigen.

Natürlich wird das bitter, wenn wir schon bald das Zweieinhalbfache unserer heutigen Stromrechnung bezahlen müssen, aber keine Sorge, bis dahin wird es nicht mehr beliebig viel Strom für jeden geben, sondern nur noch bis zur Höchstgrenze des persönlichen CO2-Kontingents. Wer bis dahin noch nicht verhungert oder erfroren ist, der wird die 51 Cent für den ihm zugeteilten Ab-und-Zu-Strom sicher gerne bezahlen.

Wie sich diese kommende Ökodiktatur anfühlen wird, das dürfen ab jetzt die Einwohner des dunkelgrünroten Baden-Württembergs erproben. Der neue grüne Oberlehrer an der Spitze will Baden-Württemberg nämlich zum „Musterland für umweltgerechtes Wirtschaften“ umbauen. Das sollte besser nicht als Zukunftsmodell, sondern vielmehr als eindringliche Warnung an alle anderen Bundesländer verstanden werden.

Ob demnächst an den Ländergrenzen zu Baden-Württemberg die Autobahnen enden und die Autofahrer auf Pferdefuhrwerke umsteigen müssen? Lachen Sie nicht. Wenn ein Lehrer sich politisch engagiert, dann kann dabei nichts wirklich Fortschrittliches und schon gar nichts Sinnvolles herauskommen. Diese Befürchtung teilen übrigens nicht nur die Kritiker der Ökofaschisten, wie ein Artikel der Welt vom 25.05.2011 zeigte:

Die Industrie beobachtet derzeit mit Spannung und teilweise Sorge, wie sich die neue Landesregierung positioniert. Die mächtigsten Konzerne und Mittelständler im Land haben Kretschmann durch die Bank längst eingeladen, um seine Positionen abzuklopfen.

Winfried Kretschmann klagte in seiner Regierungserklärung auch über den hohen Schuldenberg nach 58 Jahren CDU-Herrschaft. Nun, wir werden ja sehen, ob er den Schuldenberg binnen fünf Jahren lediglich verdoppeln oder sogar verdreifachen wird.

Während diese Länderpolitik nach einem amateurmäßigen Ökoexperiment mit höchst zweifelhaftem Ausgang klingt, spielt sich in Berlin derselbe Irrsinn im Großen ab. Jedoch ziehen dort nicht die original grünen Ökofaschisten die Fäden, sondern die CDU zusammen mit ihrem Abnickknecht FDP. Von dort stehen uns in Kürze nämlich noch einige Überraschungen ins Haus. Nicht nur eines, sondern gleich fünf CO2-Ermächtigungsgesetze sind vorgesehen. Dazu werden folgende Gesetze, teilweise noch vor der Sommerpause des Bundestages, überarbeitet:

Bei den Änderungen im Mietrecht geht es kurz gesagt darum, Mieter künftig stärker finanziell an der sogenannten energetischen Gebäudesanierung – mit all ihren bautechnischen Nachteilen – zu beteiligen. Und zwar ganz egal, ob die Sanierung dem Mieter hinterher Kosteneinsparungen beim Energieverbrauch bringt oder nicht. Ebenso müssen die Mieter Umbau-Lärm und -Dreck ohne finanziellen Ausgleich über Monate brav erdulden.

Durch die Anpassung des Bau- und Planungsrechts können ohne große Genehmigungen fast überall neue Windmühlen aufgestellt und Dächer mit Solarplatten bepflastert werden. Auch die Erfassung aller potenziellen Flächen für diese monströsen Plastikflügler sowie für Pumpspeicherseen soll gezielt ausgeweitet werden.

Eine wirklich saubere Energiewende wird das, Sie dürfen sich freuen. Von was diese Ökofaschisten noch so alles träumen, zeigt ein Blick in das „10-Punkte-Sofortprogramm für die Energiewende“ der Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien Eurosolar:

  1. Raum für Windkraft an Land
    […] Wenn jedes Bundesland auf nur 2 % seiner Fläche Raum für Windkraft schaffen würde, könnte so über 50 % des Strombedarfs für Deutschland erzeugt werden – ganz ohne Off-Shore.
  2. Leuchtturmprojekt A7
    […] Das A7-Projekt ist die Alternative zu angeblich notwendigen OffShore-Windparks, bei denen man sich wieder in die Abhängigkeit der Energiekonzerne und ihren horrenden Renditeerwartungen begibt. EUROSOLAR wird dieses Projekt mit Kommunen, Initiativen und willigen Bundesländern entlang der Autobahn A7 konsequent entwickeln und vorantreiben.
  3. Erneuerbare Stadt
    […] Solararchitektur […] Pflicht zum Einsatz erneuerbarer Energien im Gebäudebestand […] Unbegrenzte Fortsetzung des Programms zur energetischen Gebäudesanierung
  4. Smart grids für eine sichere erneuerbare Energieversorgung
    […] Maßnahmen: Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes und der Anreizregulierungsverordnung
  5. Eine-Million-Blockheizkraftwerksprogramm für eine sichere erneuerbare Energieversorgung
    […] Eine Million Blockheizkraftwerke (BHKW) sollen bis 2015 auf der Basis zinsbegünstigter Kredite in den Markt gebracht werden, um damit 20 Großkraftwerke zu ersetzen
  6. Ausbau der Elektromobilinfrastruktur
    […] Dazu dient eine Verpflichtung der Autoindustrie, für jedes (in Deutschland) verkaufte Elektrofahrzeug, das über einen Anschluss für das Stromnetz verfügt (Elektrofahrzeuge, Plug-in-Hybride), die Jahresproduktion an Strom aus erneuerbaren Energien in das Netz einzuspeisen, die für ein durchschnittlich gefahrenes Fahrzeug benötigt wird – und zwar das gesamte Autoleben lang.
  7. Speicherausbau für eine sichere erneuerbare Energieversorgung
  8. Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) fortentwickeln
    […] Die Solarvergütung soll vorhersehbar gestaltet werden und Anreize für Investitionen schaffen. Der Rückgang der Vergütung (Degression) soll sich am tatsächlichen Rückgang der Herstellungs- und Installationskosten einer Solaranlage orientieren. Ein sog. Deckel, der den Zubau durch Kontingente oder Quoten begrenzt, wird strikt abgelehnt.
  9. Kommunale / regionale Wertschöpfung
  10. Neubauverbot für fossile Großkraftwerke und Atomausstieg bis 2015
    […] Der Neubau von Kohlekraftwerken wird untersagt und ein zehnjähriges Ausstiegsprogramm in Kraft gesetzt […] Das letzte Atomkraftwerk in Deutschland wird 2015 stillgelegt.

Das Schlimmste an der Sache ist, diese Wahnsinnigen von Ökos meinen das – und die zehn Punkte sind hier lediglich stark verkürzt wiedergegeben – alles bis ins Detail absolut ernst. Wenn sie könnten, würden sie das sofort und vollständig in die Tat umsetzen, ohne Rücksicht auf Verluste. Natürlich hat keiner dieser Phantasten auch nur den geringsten Sachverstand davon, wie Wirtschaft und Energieversorgung funktioniert oder kann plausibel erklären, wie das alles finanziert werden soll. Doch was solls, ausbaden müssen es schließlich sowieso nur die Bürger.

Es ist eigentlich alles kaum mehr zu fassen. Dieser kranke und völlig ideologische Energiewendenwahn basiert einzig und allein auf der Idee, dass der Mensch an einem Klimawandel schuld sein soll, der real gar nicht existiert und dennoch die Mehrheit fest daran glaubt. Hinzu kommt die Lüge vom bösen CO2, dessen Auswirkung auf das Klima bisher noch nie nachgewiesen wurde – außer in Computermodellen, welche wiederum erwiesenermaßen manipuliert wurden. All das nur wegen einer einzigen gigantischen Lüge? Das übersteigt allmählich unser Vorstellungsvermögen.

Wer der Meinung ist, Lügen gehören nun einmal zu unserem Leben dazu und sind in gewissem Rahmen legitim, der darf sich dann nicht über diese Machenschaften wundern und schon gar nicht beschweren. Doch Lügen haben nur eine begrenzte Lebensdauer und das ist es, was die Wahrheitskämpfer antreibt, diesem unsäglichen Klima-CO2-Energie-Betrug die Stirn zu bieten.

Am Ende wird die Wahrheit siegen, darauf können Sie sich verlassen. Die Klima-Lügner und all ihre vielen Profiteure müssen sich dann warm, sehr warm anziehen.

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7 Kommentare

  1. am 27. Mai 2011 um 12:37 1 rolo69

    Warum darf nicht jeder seinen Strom selbst produzieren?
    Was spricht dagegen eine eigenes, kleines KKW zu bauen – so á la Loriot;-)
    Na ja Spaß beiseite. Anstatt die Gründenker und Geldgeier-Lobbyisten ans Stromwerk zu lassen, sollte doch mal das Volk seine Ideen vorbringen. Wäre da mal wirklich neugieruig was da rauskäme.
    Ich selbst bin Elektroniker und Bastler; könnte meinen Strom auch selbst „basteln“. Nur ist der eben teurer wie der gekaufte. Aber wäre das nicht eine Idee? Weg von der Globalisierung und Vereinheitlichung, hin zum Kleingemeinschaftlichen? Jeder Ort produziert „straßenweise“ seinen eigenen Strom, egal wie. Ich denke da würden dann schon Lösungen gefunden werden; denn wer hat Lust im Dunkeln, Kalten oder einer muffigen Wohnung zu sitzen? Die Probleme die dann bei der Selbstproduktion auftauchen wird sicherlich ganz schnell gelöst werden; keiner will ohne Strom! Und was dann im Kleinen funktioniert könnte evtl., bei Neuentwicklungen des schlauen Bürgers, auch im Grossen klappen.

    Also Leute! Auf geht´s! Kappt eure Stromleitungen und ran ans Werk!

  2. am 27. Mai 2011 um 16:29 2 Matt Sorum

    Mir fällt noch was Schlimmeres ein:

    http://www.spiegel.de/wirtscha...06,00.html

    Von den 30tsd werden x (tausende?) möglicherweise nach Schweden aber auch Pakistan, Russland oder Iran auswandern, und dann haben wir den Salat. Das kann noch heiter werden… die rotgrünen Volksverhetzer beschleunigen nicht nur den brain drain der Fachleute – sondern das in einer Technologie, die das Weltgefüge verändern kann!
    Alleine schon deswegen müssten alle Ausstiegs-Parteien wegen „Weltgefährdung“ – und nichts anderes ist das – verboten werden.
    Bekanntlich haben wir nur einen Waffenstillstand mit den Alliierten, keinen Friedensvertrag – wo bleiben die, wenn man sie mal braucht?

    Man muss sich ernsthaft Sorgen machen, aber nicht wegen ein paar Atommeilern, sondern wegen bald schwer verärgerter Nuklear-Mitarbeiter!

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