Energiespinnereien: Viel Wind um nichts

© Dr. J. Musehold / windwahn.de

Sie sehen scheinbar modern aus, nutzen vermeintlich kostenlos Energie aus der Luft und versprechen eine dunkelgrüne Zukunft: Windkraftanlagen sind das neue Allheilmittel der Politik.

Leider – oder besser zum Glück – spielt sich die Realität jedoch nicht allein in deren korrupten Hirnen ab, denn diese ökologischen Träumereien sind nichts weiter als windige Trickspiele, denen offenbar weite Teile der Bevölkerung wie gehabt zum Opfer gefallen sind.

Wie viele Menschen starben in den vergangenen 50 Jahren eigentlich an den Folgen der Kernenergie in unserem Land? Ziemlich wenig. Um genau zu sein gar niemand. Doch alleine die statistische Gefahr, dass jederzeit etwas geschehen könnte, bei dem dann Personen gefährdet oder verletzt würden, ist für die Ökos Grund genug, den großen Schalter schnellstmöglich umzulegen. Daher müssen sämtliche Kernkraftwerke der BRD bald abgeschaltet werden, darin sind sich offenbar alle einig.

Welche Folgen dies hätte, veröffentlichte die FAZ am 06.04.2011 in einer kleinen Notiz:

Deutschland ist auf einen massiven Stromausfall schlecht vorbereitet. […] Spätestens am Ende der ersten Woche wäre „die gesundheitliche Schädigung beziehungsweise der Tod sehr vieler Menschen“ zu erwarten. […] Bei einer Dauer von zwei Wochen wären die Folgen „nicht mehr beherrschbar“.

Zwar sei im Moment die Wahrscheinlichkeit noch gering, die Forscher sehen jedoch eine Zunahme der Ausfallgefahr des Stromnetzes und plädieren daher für den Ausbau der „erneuerbaren Energien“. Ja sicher, Wind und Sonne retten unsere Kranken. Dazu muss lediglich ein Schild vor allen Operationssälen des Landes angebracht werden mit folgendem Text:

Liebe Patienten,

bitte beachten Sie, dass auch dringende Operationen in der Regel kurzfristig verschoben werden müssen, da wir zur Durchführung auf entsprechende Wetterverhältnisse angewiesen sind. Bei gutem Wetter (Photovoltaikstrom) bzw. schlechtem (Windstrom) finden die Operationen nach Plan statt.

Für langwierige Operationen bitten wir Sie, im Vorfeld einen Mietvertrag mit unserem Notstromaggregat-Hauslieferanten abzuschließen, damit Sie auch dann wieder aus der Narkose aufwachen, wenn plötzlich während der Operation die Sonne nicht mehr scheint oder der Wind aufhört zu wehen. Bringen Sie in Ihrem eigenen Interesse bitte auch eine Anzahl passender Batterien für die Geräte der Intensiv- und der Aufwachstation mit.

Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihre Klinikleitung

Können Sie sich ungefähr ausmalen, wie viele Menschen vermutlich alleine an den Folgen eines längeren Stromausfalls in unseren Krankenhäusern sterben werden? Gar nicht zu reden von den Folgen durch ausgefallene Trinkwasserversorgung, fehlende telefonische Alarmierungsmöglichkeiten der Polizei, Rettungsdienste und Feuerwehr, unterbrochene Kühlketten in der Lebensmittelversorgung und vieles, vieles mehr.

Ohne Strom bricht unser Leben völlig zusammen. Während bereits ein paar Stunden Stromausfall für katastrophale Schäden alleine in der Industrie sorgen, bedeutet eine mehrtägige Unterbrechung das Aus für unsere moderne Gesellschaft. Wie nahe vor einem derartigen Ereignis wir momentan tatsächlich stehen, wissen wohl nur die Energieversorger.

Zwar würde durch einen großen Ausfall vielleicht beim einen oder anderen Extrem-Öko ein Sinneswandel einsetzen, wenn sein Luxusleben urplötzlich und unerwartet erheblich gestört würde, aber die Stromkonzerne werden es garantiert nicht absichtlich darauf ankommen lassen, weil sie ansonsten regresspflichtig werden.

Um ein größeres Chaos zu verursachen, muss auch gar nicht bundesweit der Strom ausfallen, es genügt schon, wenn nur bestimmte Regionen davon betroffen wären, idealerweise natürlich Berlin. Dass es sich bei diesen Überlegungen nicht um Panikmache seitens der bösen „Atomkonzerne“ handelt, zeigte eine Meldung der Bild-Zeitung vom 16.04.2011:

Das trifft vor allem den Süden des Landes, wo die AKW nicht mehr am Netz sind, aber weiter viel Strom verbraucht wird. […]

[…] „Kurzfristige Engpässe sind nicht auszuschließen.“ Und: „Die Gefährdung der Netzstabilität in Deutschland kann damit auch die Netzstabilität in den Nachbarländern gefährden.“

IM KLARTEXT: ES KANN ZUM LEITUNGSKOLLAPS KOMMEN.

Besorgen Sie sich besser noch rechtzeitig eine Krisen-Vollausstattung für Ihre Küche. Diese könnte in Zeiten von weltweiten Crash-Folgen – mit denen wir ja im Augenblick jederzeit rechnen müssen – sowieso hilfreich sein.

Um den Zusammenbruch unseres Stromnetzes zu verhindern, favorisieren derzeit sämtliche Politiker am liebsten Windmühlen. Kein Wunder, hat diese mittelalterliche Technologie doch immerhin ganz Holland bereits im 16. Jahrhundert erfolgreich versorgt – zwar nicht mit Strom, aber Mehl ist schließlich auch nicht ganz unwichtig.

Könnten wir unsere Kernkraftwerke denn nicht einfach durch moderne Windmühlen ersetzen? Betrachten wir doch einmal zur Veranschaulichung den Flächenbedarf, der zur Nutzung der Windkraft tatsächlich notwendig wäre. Welche Anzahl dieser überdimensionalen Propeller würden beispielsweise benötigt, um den derzeit abgeschalteten Kernreaktor Philippsburg 1 mit seinen 926 MW zu ersetzen?

Während offshore, also bei der Installation von Windkraftanlagen im Meer, diese eine Leistung von etwa 5 MW pro Anlage haben, fallen die Anlagen im Inland deutlich kleiner aus. In Bellheim, ca. 10 km entfernt von Philippsburg, stehen drei Windspargel der pfalzwind GmbH mit jeweils 1,5 MW. Im wahrsten Sinne des Wortes „stehen“ sie, insbesondere im Sommer hängen die Flügel nämlich fast die meiste Zeit nur traurig herunter.

Für 926 MW würden also 617 Stück der 140 Meter hohen Riesen benötigt. Das Problem ist nur, dass dieser theoretische Wert weit entfernt der Realität liegt, denn im Jahresmittel erreichen diese Propeller nur eine Auslastung von knapp 20% ihrer Maximalleistung, sodass rein rechnerisch fünf mal soviele Anlagen benötigt werden. Für diese Beispielrechnung soll einmal angenommen werden, dass der Strom tatsächlich irgendwie sinnvoll gespeichert werden könnte, sodass die zahlenmäßige Verfünffachung den gewünschten Leistungswert ergibt.

Um Philippsburg 1 zu ersetzen, würden also 3.085 Windkraftanlagen benötigt. Jetzt ist die nächste Frage, welche Fläche müsste dafür verwendet werden? Wie eng können die Propeller installiert werden, um sich nicht gegenseitig zu beschatten und damit ihre Leistung zu vermindern? Im Vorentwurf-Regionalplan-Windkraft des Verband Region Stuttgart heißt es:

Die Beschränkung der zulässigen Anlagenzahl erfolgt damit zum einen über die innerhalb der ausgewiesenen Flächen aus technischen Gründen mögliche Anlagenzahl und zum anderen durch die im Plansatz festgelegte maximale Höchstzahl von 8 Anlagen innerhalb eines zusammenhängenden Windparks. (Technisch bedingt haben einzelne Windkraftanlagen in der Regel einen Abstand des 5- bis 15-fachen Rotordurchmessers zueinander).

Gehen wir einfach mal vom Mittelwert, also dem 10-fachen Rotordurchmesser aus, was bei 77 m Durchmesser eines Propellers rund 750 m Anlagenabstand entspräche. Der gesamte Flächenbedarf läge damit bei 1.735 km², einer Fläche von knapp 42 mal 42 Kilometern. Um gar alle 17 Kernkraftwerke der BRD mit einer Gesamtleistung von 21,5 GW durch solche Windmühlen zu ersetzen, müssten 71.650 zusätzliche zu den bereits über 22.000 bestehenden gebaut werden. Der Flächenbedarf stiege damit auf 40.000 km².

Stellen Sie sich ein Quadrat mit der Seitenlänge von 200 km vor, also in etwa die Größe der Schweiz. Über 11% der Fläche der BRD wäre damit voller Windspargel und egal wohin Sie schauen würden, in 750 m Abstand in jeder Richtung stünde der nächste.

Kosten würde das übrigens bei einem Stückpreis von 600.000 Euro insgesamt fast 43 Milliarden Euro. Betrachten wir zum Vergleich die Baukosten von Philippsburg 1 von etwa 4 Milliarden Euro, dann kostet die Kilowattstunde des alternativen Windstroms über 2 Euro – sofern gerade der Wind weht.

Leider ist das jedoch noch nicht das Ende der Rechnung, denn in der Realität kommt ein solch windiger Unsinn nicht ohne Schattenkraftwerke aus. Dutzende von Gaskraftwerken würden zusätzlich noch benötigt, weil wir doch auch bei Windstille nicht im Dunkeln stehen wollen. Diese zusätzliche Investition freut dann sogar die Grünen, speziell einen von ihnen. Lesen Sie, was der Spiegel am 25.06.2009 schrieb:

Joschka Fischer heuert bei Gas-Projekt an

[…] Deutschlands ehemaliger Top-Diplomat soll laut Informationen des manager magazins Berater des europäischen Pipeline-Projekts Nabucco werden – und eine sechsstellige Summe kassieren.

So läuft das Geschäft. Wir sind damit nicht nur vom Wind abhängig, sondern auch noch von der Gunst unserer Nachbarn, denn wenn Russland möchte, kann es uns jederzeit erpressen. In solch völlig verstrahlten Zeiten wie diesen spielen derartig politisch inkorrekte Überlegungen jedoch keine Rolle, ist der Ausstieg doch längst alternativlos geworden. Die Parteienlandschaft ist sich ausnahmsweise einmal einig.

Fast zumindest, denn erstaunlich, dass ein EU-Parlamentarier, und noch dazu von der CDU, so klar die Fakten und offensichtlichen Probleme unserer Energieversorgung beim Namen nennt – bis auf den leider obligatorischen Hinweis zum angeblich nötigen „Klimaschutz“. Herbert Reul als Einzelperson hat offensichtlich mehr begriffen, als die gesamte CDU-Fraktion in Berlin. Blöd nur, dass das EU-Parlament in Wahrheit rein gar nichts zu melden hat, sondern lediglich Dekorationszwecke erfüllt.

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Es ist schlicht der Wahnsinn, aber die meisten Leute wollen es eben so. Erst wenn zehntausende zusätzlicher Windspargel und viele tausend Kilometer neuer Hochspannungsleitungen vor ihrer eigenen Türe stehen, der Strompreis bei drei Euro pro Kilowattstunde liegt und andauernd der Strom ausfällt, dann erst werden die Ober-Ökos vielleicht allmählich wach werden.

Spannende Wochen und Monate liegen nun vor uns. Von allen Seiten droht der Kollaps. Zum einen sind großflächige Stromausfälle möglich, fast sogar wahrscheinlich, und zum anderen kommt irgendwann der große Systemcrash. Aber Hauptsache alles schön öko, wenn die Welt schon zugrunde geht.

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19 Kommentare

  1. am 24. April 2011 um 19:33 1 uteeee

    @ Martin6078

    Vielen Dank. Ich habe durch Ihre Beiträge schon viel lernen können.
    Natürlich gilt mein Dank auch Wahrheiten.org.

    Bitte weiter so.

    Ausserdem noch schöne Feiertage für alle.

    MFG
    uteeee

  2. am 25. April 2011 um 11:22 2 Martin6078

    #16 Uteee. Danke für die Blumen.
    Einen schönen Ostermontag an alle. Mal sehen was uns die grünen,roten,gelben und schwarzen Osterangsthasen für faule Eier als nächstes ins Nest legen, was wird als nächtes dramatisiert…

  3. am 26. April 2011 um 23:33 3 08hacki

    Windradlobbyisten sind vernunftverweigernde Geldverschwender –> siehe beinhaltenden link meines Kommentars

    http://www.wolfsrebellen.eu/f2...ungen.html

  4. am 4. Mai 2011 um 10:44 4 Steffen

    Der Unfug ist ja weit verbreitet. Ich hab das mal für Biogasanlagen versucht zu rechnen (http://wissen.science-and-fun....ivat/?p=20). Da bin ich im Endeffekt auf folgendes gekommen: Um 10% der Grundlast in der BRD mit Biogas zu erzeugen, bräuchte man Material von einer Fläche, die 13% der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche entspräche.

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