Und schuld ist immer das Geld

31. März 2011 | Autor Wahrheiten.org | Kategorie Gedanken

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© Hans-Christian Hein / pixelio.de

“Geld regiert die Welt” ist eines der bekanntesten Sprichworte zu diesem Begriff. Es trifft den Nagel exakt auf den Kopf, obwohl Geld dadurch einen eindeutig negativen Beigeschmack erhält.

Für den kleinen Mann ist genügend Geld jedoch überlebenswichtig, für die Mächtigen dagegen ist es das Mittel der Wahl, um ihre Macht zu erhalten und auszudehnen, denn sie haben mehr als genug davon. Könnte vielleicht die Abschaffung des Geldes die mit diesem System verbundenen Probleme lösen?

Wer nicht genug Geld hat, muss um seine Existenz bangen, denn ohne Moos ist wenig los in heutiger Zeit in den entwickelten Ländern. Im Grunde ist es eine Art allgemeines Tauschmittel, was durchaus nützlich ist und ohne das unser modernes Leben wohl kaum möglich wäre. Beim Tausch werden Waren oder Dienstleistungen gewechselt, von denen die Tauschparteien den jeweils anderen Wert entsprechend dem eigenen zu schätzen wissen.

Die Geschichte des Geldes zeigt jedoch, dass einige findige Typen schon bald herausfanden, wie sie sich ohne Gegenleistung, also ohne fairen Tauschhandel, bereichern konnten und das zudem noch, ohne dass die anderen das überhaupt bemerkt hätten. Der Film Fabian zeigt diese Entwicklung sehr eindrucksvoll: Video in neuem Fenster ansehen [2]Video gelöscht? [3]

Weil Geld der Kern unseres gesamten Wirtschaftssystems und damit auch zumindest indirekt ein Zentrum unseres Lebens repräsentiert, lassen sich auch die meisten Probleme der Welt immer irgendwie auf Geld zurückführen. Gäbe es beispielsweise Kriege ohne Geld?

Eine schwierige Frage, denn wir kennen heute ja gar kein im großen Stil funktionierendes System ohne Geld. Sicherlich wären Kriege um Gebiete und Ressourcen dennoch denkbar, lediglich die Finanzierung der brutalen Auseinandersetzungen würde dem Treiben sehr enge Grenzen setzen.

Aus diesem Grund wird auch zurecht von fast allen Systemkritikern das Geld oder zumindest seine Entstehung [4], Verteilung und Vermehrung in Frage gestellt. Viele Ideen gibt es, wie ein neues Geldsystem beschaffen sein müsste, aber auch Extremüberlegungen, die Geld völlig verbannen wollen. Doch würde das wirklich das Kernproblem lösen?

Was ist überhaupt das Kernproblem? Zuviel Geld in zuwenigen Händen? Das Erschaffen von immer mehr Geld aus dünner Luft? Die Käuflichkeit der Menschen? Josef Ackermann, der Chef der Deutschen Bank, antwortete am 18.10.2008 der Bild-Zeitung [5] auf die Frage, was Geld für ihn bedeute:

Vor allem Unabhängigkeit! Ich kann den Weg gehen, den ich für richtig halte, ohne mich um meine Zukunft sorgen zu müssen.

Seine Antwort klingt fast ein wenig langweilig, aber kein Wunder, dieser Mann hat mit seinem achtstelligen Jahresgehalt auch andere Ziele als ein staatlicher Almosenempfänger, der Monat für Monat jeden Euro mehrmals umdrehen muss und für welchen Geld eine Art unfreiwilliger Lebensmittelpunkt darstellt.

Aber aus der Antwort klingt auch ein bisschen das heraus, worum es den wirklich Reichen am meisten geht: Sie können tun und lassen, was sie selbst wollen, auch über andere willkürlich herrschen. Und so erstaunt es wenig, dass Herr Ackermann sich nicht um seine Zukunft sorgt, denn er wird sie so gestalten, wie er es will. Da könnte jetzt durchaus auch herausgehört werden, dass er die notwendigen Rahmenbedingungen entsprechend anpassen lässt und der Politik in die gewünschte Richtung weist, wer weiß das schon.

Haben Sie einmal einem vorbildlichen Angestellten, vielleicht in einer Teamleiterfunktion und noch recht neu im Unternehmen, zugehört, wie er sich beim Betriebsgrillfest mit dem Vorstand unterhält? Nur ein Verrückter würde seinen Chef dabei nicht in irgendeiner Art bauchpinseln, zumindest dann nicht, wenn er über Verbindlichkeiten wie einen Kredit verfügen würde und daher auf sein Einkommen angewiesen ist. Schleimen ist daher bei demjenigen angesagt, welcher das Geld und die Macht hat.

So in etwa verhält es sich auch mit der Politik. Die wahren Herrscher einer Nation sitzen nicht im Parlament, sondern im Verborgenen. Wenn Sie sich jemals gefragt haben, warum die allermeisten politischen Entscheidungen überhaupt nicht der Mehrheit der Bevölkerung zugute kommen, dann liegt die Antwort doch eigentlich auf der Hand: Die Politik ist hörig und muss das tun, was diejenigen bestimmen, denen das Geld gehört.

Sicherlich widerspricht das dem Verständnis eines durchschnittlichen Gutmenschen, der fest davon überzeugt ist, dass unsere Regierung unabhängig agiert. Das ist auch richtig, sie agiert unabhängig – allerdings nur unabhängig von der Bevölkerung. Die sogenannten Volksvertreter arbeiten im Auftrag der Wirtschaft, der Banken und all den Mächtigen, die hinter dem Geld stehen.

Immer wieder kommen wir zum selben Punkt: Die Ursache allen Übels scheint im Geld zu liegen. Besteht nun die Lösung einfach darin, das Geld abzuschaffen bzw. eine Alternative zur heutigen Geldschöpfung zu suchen?

Darin sind sich zunächst die meisten Kritiker einig. Aber wird es nicht vielmehr immer genügend Menschen geben, die sich in jedem neuen – wie auch immer gearteten – System auf für sie nützliche Lücken stürzen werden, um sich bequem auf Kosten der anderen zu bereichern? Gibt es überhaupt ein Geldsystem ohne solche potenziellen “Sicherheitslücken”?

Hinzu kommt, dass ein Ausstieg aus dem heutigen System von denjenigen, welche die Macht innehaben, um jeden Preis verhindert werden wird – eben bedingt durch deren Geld und der daraus resultierenden Macht. Es handelt sich um einen schlauen und selbsterhaltenden Mechanismus, durch welchen diese Mächtigen scheinbar für immer in ihrer Machtposition bleiben werden.

Selbst durch sogenannte Revolutionen in der Vergangenheit änderte sich das nicht. Die Masse der Menschen ließ sich schon immer mit Brot und Spielen leicht steuern und kontrollieren und es erscheint nicht logisch, dass sich das ausgerechnet heute ändern sollte, wo die Menschen durch ständige Manipulationen in HD-Qualität erst recht dumm gehalten werden. Zwar glaubt der demokratisch und pseudofreiheitlich denkende Bürger, mündig zu sein und übt brav sein vermeintliches Mitspracherecht aus. Doch in Wahrheit gibt er sich lediglich einer gigantischen Illusion hin.

Wo spielt sich eigentlich heute die Revolution ab? Direkt vor unserer Nase, nämlich völlig geordnet auf der politischen Bühne, indem alle paar Jahre eine minimale bis allerhöchstens kleine “Revolution” in Form von Wahlen stattfindet – aber auch nur in sogenannten demokratischen Ländern. Mittels medialer Berieselung wird die Masse bei Laune gehalten. Ihr wird der Eindruck vermittelt, tatsächlich einen Einfluss auf das Geschehen der Politik auszuüben, was vor einigen Jahrzehnten auch noch einigermaßen glaubwürdig war.

In den vergangenen zwei Jahrzehnten jedoch wurde dem aufmerksamen Beobachter mehr und mehr klar, dass die Unterschiede zwischen links und rechts, sozial und liberal, rot und schwarz immer marginaler wurden. Heute gibt es im Grunde gar keine wesentlichen Unterschiede mehr, sondern die Differenz beschränkt sich lediglich auf Detail-Nuancen, kleinste politische Farbabweichungen.

Solange es der Bevölkerung im Großen und Ganzen gut geht und es ihr nicht an Nahrung, vernünftiger Unterkunft und vor allem billigen Unterhaltungsmöglichkeiten mangelt, bleibt sie ruhig und frisst brav das, was ihr aufgetischt wird. Die wenigen Querulanten lassen sich bequem mittels politisch falsch abgestempelter Extremlager denunzieren und die Masse vor einer entsprechenden Tendenz abschrecken. Wer will schon als “rechts” gelten, selbst wenn er es nicht im Geringsten ist?

Ein anderer Weg, die Masse ruhig zu halten, ist Gewalt. So leben es der Kommunismus und der Sozialismus. Auch dort spielt Propaganda eine wesentliche Rolle. Das Lebensniveau ist zwar in der Regel deutlich niedriger als in den wirtschaftlich starken demokratischen Staaten, aber es reicht Dank der Abschottung in Verbindung mit ständiger Gewaltandrohung aus, systemgefährliche Unruhen lange Zeit zu verhindern.

Auch in vielen arabischen Ländern ist Gewalt das Mittel der Wahl. Da sich durch den Islam die Menschen quasi freiwillig unterordnen, lässt sich auch dort über lange Zeit der Wunsch nach Revolution unterdrücken. Bis es den Menschen am Ende doch einmal an ihre Existenz geht und das geschah nun zunächst in Tunesien und breitete sich seitdem immer weiter aus.

Selbst die demokratischen Länder werden davon nicht verschont bleiben, wenn vom “Brot und Spiele”-System nur noch die Spiele übrigbleiben und das Brot knapp wird. Zwar scheint das bei uns im Augenblick noch weit entfernt zu sein, aber die Entwicklung in diese Richtung [6] ist deutlich zu erkennen.

Hinzu kommt das Problem, dass die derzeit noch zumeist reichen Länder nur wenig in der Gewaltausübung im großen Stil gegen die eigene Bevölkerung geübt sind. Der typische Deutsche fragt heute noch brav um Erlaubnis, bevor er auf die Straße geht, aber macht er das auch in Zukunft, wenn sein Kühlschrank und Konto leer sind? Unsere europäischen Nachbarn sind da weniger zimperlich und den Widerstand teilweise gewohnt.

Was diesbezüglich in naher Zukunft geschehen wird, ist Spekulation, aber es ist unwahrscheinlich, dass einem finalen Crash unseres Geldsystems eine Art Rettung zuvorkommt, um es noch rechtzeitig vor dem Totalschaden in ein neues System zu überführen. Außerdem bietet der Zusammenbruch auch wiederum Möglichkeiten, die Macht der Geldelite auszudehnen.

Nachdem dann jedoch alles am Boden liegt, könnte es zwar theoretisch populär werden, den Fehler im Geldsystem offen beim Namen zu nennen, was aber für die bisherigen Mächtigen gefährlich werden dürfte. Deswegen muss rechtzeitig zum Zusammenbruch bereits ein System-Nachfolger bereitstehen, freilich von denselben Leuten geplant, die mit Sicherheit nicht tatenlos dem bedingungslosen Niedergang ihres alten, so erfolgreichen Betrugssystems zuschauen werden.

Gibt es damit also keinen Ausweg aus dieser misslichen Lage? Was ist mit all den Bemühungen der vielen engagierten Aufklärer und der schlauen Köpfe, die sich für eine bessere Zukunft einsetzen wollen? Nun, wenn Sie glaubwürdige und absolut verlässliche Antworten auf folgende und weitere Fragen bezüglich eines neuen Geldsystems haben, dann wäre es vielleicht einen Versuch wert:

Manchem sind solcherlei konkrete Fragen zu unbequem, da heißt es dann lieber lapidar “jetzt fangen wir einfach einmal an, Hauptsache etwas Neues entsteht”. Dann muss jedoch die Frage gestattet sein, ob wir wirklich eine Veränderung benötigen, weil das Risiko einer Verschlimmbesserung auf diese Weise noch viel größer würde.

Es gibt wohl keinen wirklichen Ausweg, lediglich temporär funktionieren all diese Systeme. Die einen kürzer, die anderen länger. Das liegt schlicht und einfach daran, dass bereits ein einziger Mensch genügt, um neues Unheil zu säen.

Ein wenig Sauerteig durchsäuert den ganzen Teig. Galater 5,9 [7]

So traurig es ist, dass diese Erde ihrem Unheil offensichtlich nicht entfliehen kann, so eindeutig ist doch die Schlussfolgerung daraus, denn wer diesem Wahnsinn entkommen will, ist logischerweise gezwungen, einen ganz anderen Weg [8] zu gehen, allerdings absolut freiwillig. Wer ihn gehen möchte, der wird nicht enttäuscht werden. Alle anderen können gerne das Unmögliche versuchen, aber sie werden den Ausweg nicht aus sich selbst heraus schaffen. Das sagt kein Pessimist, sondern unser Schöpfer selbst:

Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater, denn durch mich! Johannes 14,6 [9]


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[2] Video in neuem Fenster ansehen: http://www.youtube.com/watch?v=DOo3F5DGblA

[3] Video gelöscht?: http://www.wahrheiten.orgjavascript:melderanzeigen(0);

[4] Geld oder zumindest seine Entstehung: http://www.wahrheiten.org/blog/geld-luege/

[5] Bild-Zeitung: http://www.bild.de/news/wirtschaft/ackermann-josef/was-bedeutet-geld-fuer-sie-teil-2-6210292.bild.html

[6] Entwicklung in diese Richtung: http://www.wahrheiten.org/blog/2011/03/01/revolution-die-neue-seuche/

[7] Galater 5,9: http://www.bibel-online.net/text/schlachter_1951/galater/5/#9

[8] ganz anderen Weg: http://gottkennen.de/

[9] Johannes 14,6: http://www.bibel-online.net/text/schlachter_1951/johannes/14/#6


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