Wut vor der baldigen Eskalation

© Thorben Wengert / pixelio.de

Je nach Temperament lässt der eine seinem Unmut stets freien Lauf, was ihn in gewisser Weise berechenbar macht. Der andere hingegen bleibt über lange Zeit ruhig, ohne sich etwas anmerken zu lassen und schluckt scheinbar jede Kröte kommentarlos.

Letzterer ist schwer zu kontrollieren, denn wehe, die angestaute Wut macht sich am Ende doch einmal Luft. Wie sich das anfühlt, wenn auf breiter Front der Zorn losbricht, erleben wir in naher Zukunft direkt vor unseren Augen.

Wenn sich der Schock über das Erdbeben und seine Folgen demnächst gelegt haben wird, werden die alten Baustellen wieder schneller eröffnet, als uns lieb sein kann. Der allgemeine Unmut hat sich nämlich weder verflogen noch versteckt, sondern tippelt bereits nervös mit den Fingern auf dem Tisch herum.

Genügend Wutpotenzial bietet unsere momentane Situation in vielfacher Hinsicht. Da wären z.B. die unaufhörlichen Preisanstiege durch die stark ansteigende Inflation. Über Jahrzehnte haben die Bürger brav und machtlos zugeschaut, wie sich der Wert ihres Einkommens ständig verringerte. Insbesondere in den Jahren seit der Einführung des Euro beschleunigte sich dieser Trend erheblich.

Wut entsteht jedoch auch dann, wenn sich der Bürger ganz schlicht belogen und betrogen fühlt. So geschah es, als in 2009 die Schweinegrippe durch’s Dorf gejagt wurde, die damals neue, tödliche Seuche. Millionen von Euros aus Steuergeldern wurden in sinnlose und gefährliche Impfstoffe investiert und damit effektiv Vermögen vernichtet. Die Mehrheit der Bevölkerung ließ sich aber trotzdem nicht beirren und strafte die hinterhältige Pharma-Kampagne mit Verachtung.

Echter Unmut machte sich damals erst breit, als bekannt wurde, dass bestimmte Kreise, wie beispielsweise die Bundeswehr, einen „besseren“ Impfstoff erhalten sollte. Dennoch, auch diese Lügen-Kröte wurde geschluckt und auf dem Wut-Stapel abgelegt.

Ähnliches geschieht derzeit schon wieder, nämlich die bevorzugte Behandlung von auserwählten Kreisen in Bezug auf das Eugenik-Benzin E10, wie die Welt am 10.03.2011 schrieb:

Selbst der Staat lässt die Finger vom umstrittenen Biosprit: Die Polizei in Schleswig-Holstein darf laut offizieller Anweisung ihre Dienstwagen nicht mit E10 befüllen.

Aber wir normalen Bürger sollen diesen Mist in unsere Autos füllen? Wir werden regelrecht genötigt, Nahrungsmittel zu verbrennen. Noch schlucken die meisten auch hier den Ärger runter, weil es ja immerhin eine Ausweichmöglichkeit gibt, die allerdings deutlich teurer ist. Der Dumme ist wieder derselbe wie immer – und er bleibt erstaunlich ruhig.

Während dieses perverse Spiel mit Nahrungsmitteln ein höchst dilettantischer Abzockversuch war, der gründlich in die Hose ging, sind bei der neuerlichen Anti-Ausländerkampagne durchaus Absichten zu erkennen. Was wollte denn die Bild-Zeitung mit ihrem Artikel vom 10.03.2011 über fünf, in die BRD einwanderungswillige Türken aussagen?

Atike sagt: „Dann will ich Mutter werden!“. Hasan ist Elektroniker, meint: „Ich werde schon einen Job finden. Und wenn nicht, bekomme ich trotzdem Geld vom Staat, sagen meine Freunde.“

Ist das eine versteckte Stimmungsmache? Warum schreibt die Bild nicht einfach, worin konkret und unübersehbar das Problem besteht und fordert die Politik auf, eine Lösung zu suchen, sondern stachelt heimtückisch ihre Leser auf? Soll hier etwa absichtlich die Wut angeheizt, auf einen Sündenbock gelenkt werden?

Dort wo die Wut schon einen großen Druck aufgebaut hat, bricht sie zuweilen offen hervor. Dailymail berichtete am 08.03.2011 von Übergriffen auf einen Richter in Großbritannien. Der Organisator der Aktion sagte dazu:

Raymond Saintclair, welcher den Protest in Birkenhead organisierte, sagte: „Heute war Tag eins. Dies wird wieder und wieder und wieder passieren. Wir haben an dieses Gericht eine Botschaft geschickt als eine Nation und eine Stimme, bis sich etwas ändert. „

Wirklich interessant, wie sich doch schlagartig die Situation ändern kann. Mit welcher Willkür auch unsere Gerichte gegen die eigenen Bürger vorgehen, ist nur wenigen bekannt. Widerstand ist hier meist völlig zwecklos, weil die Damen und Herren in den schwarzen Roben einfach das Recht so lange biegen und beugen, bis es ihnen passt und notfalls Gewalt anwenden lassen. Noch kann ihnen schließlich nichts passieren.

Daher ist die häufige Empfehlung, gar nicht erst auf Gerechtigkeit zu hoffen – zumindest nicht heute – sondern den Betrug und alle Vergehen der Behörden und deren Vertreter einfach nur aktenkundig zu machen. Wenn sich dann eines Tages die Vorzeichen geändert haben, können diese ganzen Verbrechen hervorgeholt und bestraft werden. Wer hätte gedacht, dass sich die Situation vielleicht schon so bald ändern könnte?

Doch nicht nur in Großbritannien ist die Wut groß und beginnt allmählich loszubrechen. Sprechen Sie einmal mit den „normalen“ Leuten um uns herum. Auch wenn den meisten keine der Zusammenhänge über die Lügen zum Geldsystem, 9/11, der angeblichen Klimaerwärmung usw. bekannt sind, so fühlt sich dennoch jeder Befragte irgendwie über den Tisch gezogen, ausgebeutet und von der Politik belogen. Wut ist herauszuhören, aber in sehr unterschiedlichen Ausprägungen.

Je voller die jeweilige Haushaltskasse noch ist, desto abwiegelnder wird argumentiert und beschwichtigt. Bei wem jedoch Ebbe herrscht, der spricht durchaus unwirsche und deutliche Worte. Es fehlt allein noch der Mut, den Ärger lautstark in der Öffentlichkeit zu äußern.

Zumindest im Moment. Sollte diesen Leuten der Kragen platzen, z.B. weil sich die Politik den nächsten großen Patzer erlaubt, dann werden sich bestimmt auch bei uns zahlreiche Gleichgesinnte finden und die ersten Schritte in Richtung offenem Protest wagen. Dabei ist es nur eine Frage der Zeit, bis aus Berlin oder aus Brüssel wieder irgendwelche Meldungen vom Mars oder von der Venus – oder noch weltfremder – kundgetan werden.

Es gibt jedoch einige ganz konkrete Schalter, welche bei Betätigung für einen nahezu hundertprozentigen Wutausbruch in weiten Teilen der Bevölkerung sorgen können. Dazu gehört höchstwahrscheinlich eine Währungsreform mit dem Verlust der Sparguthaben und der privaten Altersvorsorge. Aber auch jegliche Provokationen, die des Deutschen „heiligs Blechle“, das Auto, betreffen, bedeuten Sprengstoff pur.

Wenn wir uns jedoch anschauen, dass wir heute bereits über drei Mark für den Liter Benzin berappen müssen, ist es erstaunlich, wie brav sich die Masse diese Abzocke noch immer gefallen lässt. Der Anstieg dauerte einfach lange genug. Daher wird vermutlich auch eine Zwei vor dem Komma noch weitgehend stillschweigend hingenommen, solange sich die Entwicklung nicht erheblich beschleunigt. Allerdings wäre ein erneuter Fauxpas wie E10 fast ein Garant für eine Explosion der Stimmung bei den Autofahrern.

Ein zu tiefer Griff in die Staatsschatulle durch die vermeintlichen Volksvertreter würde in Zeiten des Scheinaufschwungs, der gar nicht beim Bürger ankommt, ebenfalls für starken Unmut sorgen. Eigentlich läuft dieser Prozess bereits, wenn auch die Abgeordneten sich in erster Linie gar nicht selbst die Taschen vollstopfen, sondern unser Geld ans Ausland verschenken.

Solange dieses Verteilen von deutschen Steuergeldern mit der großen Gießkanne an die Pleitebanken und an die bankrotten Staaten der EU noch nicht wirksam und direkt spürbar auf den Geldbeutel der Bürger durchschlägt, wird er ruhig bleiben. Natürlich funktioniert dies nur Dank Einsatz der Medien, denn während die Regierung wegen 300 Millionen Euro pro Jahr für eine fünf-Euro-Hartz4-Erhöhung großartig herumstritt, wurden an einem Wochenende im September 2010 kurzerhand 40 Milliarden in der Hypo Real Estate-Bank erfolgreich versenkt.

Krachen nun aber in Kürze wieder ein paar große Banken oder die nächsten EU-Staaten zusammen, dann wird in Berlin irgendwann definitiv das Geld knapp werden und die hiesigen Bürger schnellstens und unerbittlich zur Kasse gebeten, bevor es uns gleich mit in den Euro-Abgrund reißt.

Ob es eines solchen schwerwiegenden Auslösers bedarf, der ja quasi vorhersehbar wäre, oder ob es nicht viel eher ein völlig unscheinbares Ereignis sein wird, was die Stimmung final kippen lässt, wird sich zeigen. Vor einer Währungsreform oder massiven Steuererhöhungen könnte die Regierung Maßnahmen ergreifen und Polizei – und im Notfall die Bundeswehr – in Alarmbereitschaft versetzen. Kommt jedoch über Nacht ein unerwarteter Vorfall, dann wird es spannend.

Was machen eigentlich Abgeordnete und Polizisten, wenn sich schlagartig der Wind dreht und sich nicht nur die Mehrheit der Bürger gegen sie auflehnt, sondern sie sich selbst über das Geschehen ärgern? Wechseln sie dann die Fronten? Wer weiß, die einen ehrlich, die anderen wollen sich als Wendehälse den Kopf aus der Schlinge ziehen.

Wie wir es drehen und wenden, es ist ein Pulverfass, auf dem wir sitzen und es hat nicht nur eine Zündschnur, sondern unzählige, von denen bereits einige Funken sprühen. Dieses Fass wird unwiderruflich hochgehen. Vor zwei, drei Jahren erntete derjenige nur ein Kopfschütteln, welcher von sich zuspitzender Krise mit großem Crash sprach. Heute lesen wir davon in der Zeitung, und trotzdem scheint es noch kaum jemanden zu interessieren. Klar, es sind nach wie vor nur Visionen, die sich niemand gerne vorstellen mag.

Die Wut im Volk tritt immer mehr zum Vorschein. Es hat sich nämlich inzwischen einiges angestaut und sieht zudem nicht danach aus, als würde es in Zukunft weniger werden. Auch wenn es Sie noch so sehr in den Fingern juckt, lassen Sie sich von dem aufkeimenden Gefühl nicht anstecken, endlich Genugtuung für das viele Unrecht in der Vergangenheit zu erhalten. In Rage handeln wir gern vorschnell und unüberlegt. Wir tun dann Dinge, die wir hinterher wieder bereuen.

Es wird höchstwahrscheinlich sehr wüste Ereignisse geben, auch direkt vor unserer eigenen Türe. Hemmschwellen und die Moral werden drastisch sinken, die Gewaltbereitschaft umso mehr ansteigen. Lösen wird all das kein einziges Problem, es geht nur um Wut, Rache und Genugtuung, vermutlich auch ums nackte Überleben.

Alles Schönreden bringt in diesem Fall nichts, denn da müssen wir durch – oder doch nicht? Manchmal ist es besser, den Tatsachen ins Auge zu blicken, anstatt sich selbst zu belügen. Wann es wohl richtig ernst wird?

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11 Kommentare

  1. am 2. April 2011 um 09:31 1 ghore

    Es ist, wie es immer war.

    Irgendwann platzt der Knoten, explodiert das Fass.
    Noch nie war dieses Fass so groß, noch nie war der Druck so immens.

    Schade, dass wir nichts gelernt haben.
    Ich habe immer gehofft, keinen Krieg zu erleben. Ich glaube, das hoffen wir alle.

    Und doch sind wir wieder, schon wieder, kurz davor.

    Das ist zum Weinen, aber es wird niemand da sein, der um uns weint.

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