Wind und Sonne machen reich – und Strom immer teurer

© Klaus Ridder

Fast vorbei sind die Zeiten von bezahlbarer Energie. Während die einen finanziell ruiniert werden, weil sie das Licht über Nacht brennen ließen, stopfen sich die anderen die Taschen voll.

Der moderne Wahnsinn heißt „erneuerbare Energie“ und kostet uns bereits heute ein Vermögen. Ziel und Wunschtraum der Ökos ist es, alle herkömmlichen Kraftwerke durch unwirtschaftliche und sinnlose „Technologien“ wie Wind und Sonne zu ersetzen. Ob diese Leute auch rechnen können?

Nach dem überzeugenden Dezember-Winter haben wir derzeit wieder etwas Ruhe vor dem ständigen Schneeschaufeln. Wer sich in den vergangenen Wochen die schneebedeckten Dächer der Photovoltaik-Schafe anschaute, der konnte sich ein Schmunzeln sicher nicht verkneifen. Denn zugeschneite Solarzellen bringen dem Besitzer zum einen keine Einnahmen und zum anderen stoppen sie den weiteren Anstieg der Strompreise etwas. So anstrengend die Schneeschauflerei auch sein mag, sie ist also bares Geld wert.

Die allerwenigsten Solarschafe stiegen in die heute teuerste Stromerzeugung aus echten Umweltschutzgründen bzw. wegen dem verlogenen „Klimaschutz“ ein, sondern in erster Linie versprachen sie sich davon Geld. Von der Sonne reich zu werden klingt auch wirklich zu verlockend. Dass die Sonne jedoch keinen einzigen Cent erzeugt, sondern die gesamten Einnahmen der Schafe durch eine der Allgemeinheit gesetzlich auferlegte Zwangssteuer erpresst werden, ist für die meisten von ihnen bereits zuviel an Wahrheit.

Prof. Dr.-Ing. Helmut Alt von der Fachhochschule Aachen hat in einer Ausarbeitung dargelegt, welche Beträge hier von Einzelnen „verdient“ und von den Mitbürgern unfreiwillig gegenfinanziert werden müssen. Der Photovoltaikunsinn auf die Spitze getrieben:

Die Gesamtanlage umfasst eine installierte Gesamtleistung von rd. 13.300 W. Bei 800 h Benutzungsdauer der Peakleistung sind jährlich 10.640 kWh Netzeinspeisung zu erwarten.

Die auf 20 Jahre für diese Anlage garantierte Stromeinspeisevergütung beträgt demnach rd. 5.107 €. Davon werden im Erzeugungsmix effektiv rd. 106 € für die verdrängte Stromerzeugung in den ohnehin notwendigerweise vorhandenen Kraftwerken eingespart. Es verbleiben somit jährlich rd. 5.000 Euro zusätzliche Belastung für alle Stromverbraucher, die von den Stromlieferanten über die Stromrechnung mittels der EEG Umlage erhoben werden.

Der Bewohner kann von sich behaupten, dass er seinen Eigenbedarf an Strom um die dreifache Menge mehr erzeugt und diese ins Netz einspeist, aber ohne Nutzung der Kraftwerke und Netze für den Bezug an sonnenarmen Tagen und in jeder Nacht hätte er keinen Strom, das heißt kein elektrisches Licht, keine Heizung und keine Telekommunikation verfügbar.

5.000 Euro pro Jahr mehr in der Tasche zu haben, einfach so, ist ein prima Anreiz, vermeintlich etwas für’s Klima zu tun. Abgesehen davon, dass diese Rechnung für das Solarschaf gar nicht so einfach aufgeht, ist es eine Rücksichtslosigkeit und Egoismus sondersgleichen, sich auf Kosten seiner Mitmenschen so zu bereichern – und zwar ohne jegliche Gegenleistung.

Da jedoch die meisten Solarschafe und auch die anderen Leute diese Zusammenhänge gar nicht wahrnehmen, ist der Betrug gut versteckt. Die wirklichen Profiteure sind die Unternehmen der „erneuerbaren Energien“-Branche, die Energieerzeugermonopolisten und der Staat.

Bekanntermaßen lässt es sich auf einem Bein nicht gut stehen, deswegen gibt es noch eine zweite Abzockmasche, ein besonders windiges Geschäft, nämlich die Windenergie. Die nationale anti-EEG-Bewegung NAEB hat am 06.01.2011 einen Artikel von Dipl.-Ing. Eberhard Wagner veröffentlicht, der einen ähnlichen Wahnsinn wie bei der Photovoltaik aufzeigte.

Weht der Wind, erzeugen diese riesigen Landschaftsverschandeler durchaus nennenwerte Mengen an Strom, aber er weht eben grundsätzlich nur mit ständigen Schwankungen und die meiste Zeit schlicht überhaupt nicht. Die Behauptungen der Propeller-Fans sind müßig, denn von einer Grundlastfähigkeit der Windkraft sind wir weiter entfernt als vom Mond, egal wie viele wir von diesen Monstern noch aufstellen. Herr Wagner schrieb dazu:

Ende 2010 betrug die installierte Leistung aller Windkraftanlagen in Deutschland 26.379 MW. Die Stromerzeugung betrug etwa 36.392 GWh. Es ergibt sich eine Volllaststundenzahl von etwa 1.380 h/a. Das ist der niedrigste Wert der im Diagramm dargestellten Jahre seit 2006.

Die maximale Leistung wurde im November mit 21.679 MW erreicht. Minimale Leistungen ergaben sich im Juni mit 113 MW und im relativ starken Windmonat Dezember mit 124 MW. Die monatlichen Minimalwerte verharren auf einem sehr niedrigem Niveau, wie im Diagramm ersichtlich (gelb-grüne Linie).

Die Offshore-Anlagen (seit August 2009 mit steigender Anlagenzahl in Betrieb) zeigen noch keinen wirksamen Einfluss auf die Minimalwerte. Die Minimalwerte sind gleichbedeutend mit der „Gesicherten Leistung“. Diese Windkraft-Leistung kann konventionelle Kraftwerks-Leistung ersetzen. Als Prozentwert (Minimalwert bezogen auf die Installierte Leistung) ergibt sich etwa 0,5 %.

Alle Achtung, die über 22.000 Großpropeller innerhalb der BRD sind in der Lage, 0,5% ihrer Gesamtleistung – also schlappe 130 MW – als grundlastfähigen Beitrag ins Stromnetz einzuspeisen. Damit können wir jetzt immerhin den Block zwei des Kernkraftwerks Philippburg um fast neun Prozent herunterdrosseln. Hochgerechnet bedeutet dies, wir benötigen lediglich noch elf mal soviele Propeller, um den Block ganz abschalten zu können.

Haben Sie zufällig etwas Platz in Ihrem Garten? Die zur Abschaltung von Block zwei benötigten 242.000 Riesenwindmühlen müssen schließlich irgendwo – möglichst nahe am Verbraucher – untergebracht werden. Ach ja, die restlichen rund 100 Gigawatt, welche mittels Kohle-, Kernenergie-, Öl- und Gaskraftwerken in unserem Land zur Stromversorgung erzeugt werden, benötigen insgesamt über 16 Millionen solcher Windkraftanlagen – für jeweils fünf Bürger eine.

Bei vier Millionen Euro Kosten pro Stück kommen auf uns lediglich 64 Billionen Euro an Belastungen zu – plus noch ein paar Milliardchen für den notwendigen Netzausbau. Die BRD würde damit zu einem einzigen Großwindpark und könnte bei starkem Wind den Strom sogar exportieren – falls ihn gerade jemand braucht und zu Kosten von schätzungsweise fünf Euro pro kWh abnehmen möchte. Aber der Preis dürfte weniger ein Problem darstellen, denn wir sind schließlich der Hauptfinanzier der Euro-Zone und können unseren Nachbarn das für den Stromimport nötige Geld einfach leihen – oder wie bisher schenken.

Problematisch wird der ganze Zirkus jedoch dann, wenn die massenhafte Subventionierung dieser mittelalterlichen Methoden der völlig unregelmäßigen und unplanbaren Energieerzeugung ein Ende finden wird. Dazu wird es kommen, sobald die Staaten bankrott sind. Wie dann die Solarschafe ihre Photovoltaik-Kredite weiter bedienen werden, bleibt spannend.

Da hilft auch keine noch so gute Lüge, denn dieser Öko-Unsinn ist und bleibt unwirtschaftlich. Kein Mensch und erst recht kein Unternehmer würde sein Geld in derlei Projekte investieren, würde nicht die Allgemeinheit „freiwillig“ per Gesetzeszwang dafür bezahlen und haften müssen. Trotzdem lassen die Profiteure des „erneuerbaren Energien“-Trends nichts unversucht, um ihr totes Pferd schönzureden. Am 12.01.2011 veröffentlichte der Informationsdienst Wissenschaft eine Arbeit des Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE zum Thema Wettbewerbsfähigkeit:

»Die von uns errechneten Zahlen für Strom aus erneuerbaren Quellen belegen die rasche Entwicklung hin zur Wettbewerbsfähigkeit im Vergleich zu Strom aus konventionellen Kraftwerken«, so Prof. Eicke Weber, Leiter des Fraunhofer ISE.

[…]

Außerdem zeigen die Ergebnisse der Studie, dass an Standorten in Südspanien große Photovoltaikanlagen (PV-Parks) im langjährigen Vergleich gegenüber solarthermischen Kraftwerken bei den Stromgestehungskosten deutlich aufgeholt haben.

Es klingt zu schön, um wahr zu sein. Das mag daran liegen, dass es eben nicht wahr ist, was hier behauptet wird. Äpfel mit Birnen zu vergleichen ist der Trick dieser Veröffentlichung, denn sie verliert kein Wort über die notwendigen und teuren Schattenkraftwerke – warum wohl? Solar- und Windstrom sind eben nicht grundlastfähig und damit gänzlich unplanbar, sodass der Strom immer dann genutzt werden muss, wenn die Sonne gerade scheint und der Wind weht. Und wenn nicht? Dann laufen im Hintergrund riesige, extra für diesen Zweck gebaute Gaskraftwerke.

Der einzige Grund, warum der Strom aus den sogenannten „erneuerbaren Energien“ scheinbar wettbewerbsfähiger wird, liegt in der immer höheren Besteuerung des herkömmlich erzeugten Stromes und dem rechnerischen Weglassen der Kosten für die Schattenkraftwerke – eine unglaubliche Augenwischerei.

Unter den Tisch fällt auch bei jedem Vergleich die zur Herstellung der Solarmodule oder Propeller benötigte Energie und die Rohstoffe. Schöngerechnete Beispiele von Photovoltaikvertreibern sprechen von vier bis sieben Jahren, die es dauert, bis die aufgewandte Produktionsenergie durch das Solarmodul von der Sonne in Form von Strom wieder eingefangen wurde.

Dabei unberücksichtigt bleibt die Tatsache, dass der Strom von der Sonne immer nur dann kommt, wenn sie scheint und nicht dann, wenn die Energie real benötigt wird. Daher können wir eher von weit über zehn Jahren energetischer Amortisationszeit ausgehen – sofern die Module solange halten und danach noch einen sinnvollen Wirkungsgrad besitzen.

Mit den vermeintlichen „Technologien“ Photovoltaik und Windkraft wurde die heutige Öko-Dekadenz tatsächlich auf die Spitze getrieben. Es ist eine Schande, dass sich die meisten Bürger diesen „erneuerbare Energien“-Bären aufbinden und sich freiwillig wie eine Gans ausnehmen lassen. Gegen neue Wege der Energieerzeugung ist grundsätzlich nichts einzuwenden, aber wenn sie zum einen nur auf Lügen basieren und zum anderen für die breite Masse den Rückschritt ins dunkle Mittelalter und der Sklaverei bedeuten, dann läuft hier wohl gänzlich etwas falsch.

Gegen auf Fakten basierende Argumente sind jedoch sämtliche Ökos immun. Und solange die Allgemeinheit deren Photovoltaik-Kredite freiwillig finanziert und den vermeintlichen Gewinn aus den Windkraft-Zertifikaten mit ihrer Arbeit erwirtschaften, solange wird sich daran nichts ändern.

Erst eine Totalpleite der Staaten und die darauffolgende Unfinanzierbarkeit solches energietechnischen Unsinns wird vielleicht zum Umdenken führen. Vielleicht muss auch zuerst der Strom unbezahlbar werden oder großflächig ausfallen. Das Erwachen wird für die unbelehrbaren Schafe jedenfalls schmerzlich und sehr bitter werden, aber wer nicht hören will, muss eben fühlen.

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Literatur zum Thema Energie

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14 Kommentare

  1. am 23. Januar 2011 um 11:45 1 Heinz Michelmann

    FOCUS-MONEY Dr. Hans-Joachim Zielinski
    Mit dem Argument “Das nützt der Umwelt” könnte man in Deutschland einem Rentner glatt eine gebrauchte Atombombe verkaufen. Und die beflissene Presse mit ihren Gutmenschen-Journalisten würde noch Beifall klatschen. Es ist ja zu Gunsten der Umwelt.

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