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2010: Wieder kein Untergang – alles unter Kontrolle?

Von Wahrheiten.org am 31. Dezember 2010 | Kategorie Gedanken

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 | 7.161x gelesen | 6 Kommentare

© Günter Z. / pixelio.de

Unerwarteter Weise ist die Welt auch in diesem Jahr nicht untergegangen. Der große Dampfer hat zwar noch stärkere Schlagseite bekommen, aber dafür seine Fahrt in Richtung neuer Eisberge wieder beschleunigt. Es wäre doch gelacht, wenn die nächste Kollision nicht endlich zum Untergang führt.

So mögen viele denken oder gar hoffen, aber wollen wir das wirklich? Was geschah eigentlich im Verlaufe dieses Jahres an untergangsähnlichen oder sonstigen eindrücklichen Ereignissen?

Einen kleinen Überblick über das aus Internetnutzersicht wichtigste Geschehen im Jahre 2010 bietet Google mit “Insights for Search” für den Bereich “News-Suche”. Google zeigt damit einen zeitlichen Verlauf der häufigsten Suchbegriffe über verschiedene Themenbereiche.

In der Rubrik “Finanzen und Versicherungen” fand sich nicht nur ein Krisenthema unter den meistgesuchten Ausdrücken. Für “goldpreis” beispielsweise interessierten sich die Google-Suchenden so stark, dass der Suchbegriff auf Platz zehn der Top-Suchanfragen der vergangenen zwölf Monate in dieser Kategorie landete. Mitte Mai war eine kleine Spitze zu erkennen und wie wir wissen, stand dort der Euro bzw. die Euro-Zone kurz vor ihrem Ende. Allerdings ist diese Spitze im Vergleich zu Mitte Oktober 2008 sehr klein.

Auf Platz zwei derselben Rubrik stand der Suchbegriff “euro“. Bemerkenswert auch hier die Spitze Mitte Mai, die jedoch viel markanter als die für “goldpreis” war. Seit November 2010 stieg die Anfrage erneut sichtbar an. Warten wir mal, wie lange die Suche oder besser die Nachfrage nach dem Euro in Zukunft überhaupt noch vorhanden sein wird.

Ebenfalls ganz stark gefragt war im Mai das Wort “währungsreform“. Interessant ist, dass die Suchanfragen einen so klaren Trend anzeigen, den auch Google abbilden kann. Dies ist nur möglich, wenn genügend Suchvolumen bestand, was hier offensichtlich der Fall war.

Die Kurve mit einer der markantesten Spitzen dürfte wahrscheinlich der Suchbegriff “sarrazin” gehabt haben. Im September stiegen die Suchanfragen wie aus dem Nichts steil nach oben und fielen dann fast ebenso schnell wieder ab, um jetzt im Dezember wieder auf der Nulllinie anzukommen. Dennoch hat dieses Thema unsere Medien in 2010 schwer beschäftigt und sicherlich auch schockiert. Ob sich daraus sichtbare und konkrete Nachwirkungen ergeben werden, müssen wir noch abwarten, denn bisher ist das eher weniger der Fall gewesen.

Als ein markanter Aufsteiger in der Rubrik “Gesellschaft” erwies sich “griechenland“. Anfang März war die erste Spitze, welche dann im Mai nochmals doppelt so hoch stieg, um seitdem wieder ganz abgeflacht fortzulaufen. Hieran zeigt sich, wie die Beruhigung der Märkte und auch der Bevölkerung durch die Medien perfekt funktioniert.

Erinnern Sie sich noch an die Öl-Katastrophe im Sommer? Der Konzern BP erreichte in der Rubrik “Industrie” immerhin Platz vier der Top-Suchanfragen mit dem gleichnamigen Begriff “bp“. Nachdem sich zunächst unglaublich viele Verschwörungstheorien um den Unfall rankten, hat sich das Interesse fast so schnell wieder verlaufen, wie es begonnen hatte.

Eine weitere “Katastrophe”, die uns alle in Bezug auf unser Portemonnaie betrifft, ist das Wort “solar“. Das ganze Jahr über ist das Suchvolumen dafür nahezu konstant hoch, deswegen auch der verdiente fünfte Platz in der Rubrik “Industrie”. Verdient hat hieran natürlich insbesondere der Klerus der Ökoreligion.

Zur Rubrik “Kunst und Geisteswissenschaften” gehört auch “guttenberg“. Erst vor wenigen Tagen erreichte der zeitliche Verlauf in 2010 seinen Höhepunkt. Neben Suchnamen wie “harry potter” oder “oliver pocher” kam der Herr Verteidigungsminister samt Frau auf Platz sieben dieser Kategorie. Wenn das mal kein gutes Marketing ist. Mit “schlechtenberg” ließe sich das wohl kaum erreichen.

Guttenbergs Berliner Kollege “westerwelle” belegte dagegen ganz klar Platz eins der Rubrik “Lifestyle” – warum auch immer. Die vielen Spitzen verteilt im Suchtrend über das ganze Jahr zeigen wohl eher einen Skandal nach dem anderen als sonstige “Höhepunkte” in Westerwelles Leben.

In der Rubrik “Lokal” begann das Jahr mit einem traurigen Höhepunkt, nämlich mit dem Erdbeben in “haiti“. Doch bereits zwei Wochen nach der Spitze fiel der Suchbegriff ganz stark ab, um einen Monat später wieder im Nirwana von Google zu verschwinden. Für die Menschen dort, ist das Drama bis heute noch nicht zu Ende und niemand weiß so recht, was sich auf der Insel insgeheim noch an sogenannten “Demokratisierungsmaßnahmen” durch die USA abspielt.

Der Top-Kandidat auf Platz eins der Kategorie “Lokal” war unser Wetterman “kachelmann“. Wer eine solche mediale Zerstückelung über einen derart langen Zeitraum hinter sich hat, braucht sich um seine Karriere keine Sorgen mehr zu machen, diese hat sich nämlich erledigt. Die Frage ist höchstens noch, warum dieser Fall so hochgespielt wurde, denn es gibt Kandidaten, bei denen es im Gegensatz zum Wetterfrosch mit ganz offensichtlichem Hintergrund derart inszeniert wird.

Einer dieser anderen Kandidaten war Julian Assange, der mit “assange” in der Rubrik “Unterhaltung” zwar nicht auf die Top-Liste kam, aber dies vermutlich nur, weil sein großer Auftritt erst im Dezember begann.

Unglaublich oder wahr? Bewegende Themen, über deren Hintergründe die Welt öffentlich schweigt

Stimmen die offiziellen Angaben zu den Anschlägen vom 11. September 2001? Ist der amerikanische Staatspräsident wirklich der mächtigste Mann der Welt? Geld regiert die Welt, doch wer hat die Macht über das Geld? Warum ist die Justiz beim Thema Kindesmissbrauch auf beiden Augen blind? Gab es rassistische Strukturen in der DDR und gibt es diese heute in Israel? Trägt Deutschland an der Entstehung der beiden Weltkriege die Alleinschuld?

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Im Gegensatz dazu konnte seine Enthüllungsplattform “wikileaks” schon mehrere kleine Spitzen im Verlaufe des Jahres vorweisen, jeweils nach Bekanntgabe von brisanten Informationen. Aber der große Wurf gelang eindeutig Anfang Dezember.

Im April und Mai hielt uns der Bürokraten-Wahnsinn “vulkanasche” in Atem und unzählige Flugzeuge am Boden. Das Thema vor zuvor und auch danach absolut unrelevant, weswegen es sich mit Sicherheit nur um einen der bekannten Auswüchse der Möchtegern-Regierung aus Brüssel gehandelt hat.

Einen ganz kurzen Moment an Aufmerksamkeit genoss Kirsten “heisig“, jedoch erst postum. Immerhin ein neunter Platz in der Rubrik “Referenzen” war damit noch drin. Zwar ranken sich nach wie vor zahlreiche Gerüchte um ihren angeblichen Freitod, doch die Herausgabe der staatsanwaltlichen Ermittlungen geschah erst vor wenigen Wochen, sodass dieses Thema möglicherweise noch nicht erledigt ist.

Wer sich in der Rubrik “Reisen” umsieht, stößt bei Platz drei auf “stuttgart 21“. Immerhin, das Thema hatte Potenzial und blieb über viele Wochen prominent in den Medien. Nach der Pseudo-Schlichtung durch einen alteingesessenen Parteimitspieler nähert sich das Interesse wieder der Nulllinie und das Projekt geht wie geplant weiter.

Nach der Tragödie um die “loveparade” kam “eva herman” in die Google-Schlagzeilen und wurde wegen ihrer offensichtlich zu moralischen Ansichten wieder einmal öffentlich verrissen. Immerhin, es war nur einen kurzen Moment laut um sie, die sich ansonsten als eine Frau mit grundsolidem gesunden Menschenverstand auszeichnet. Es reichte noch für Platz vier in “Schönheit und Körperpflege” – verstehe einer diese Aufteilung.

Der Politik liebstes Thema, um uns mit immer drastischeren Überwachungsmaßnahmen zu drangsalieren, der “terror“, machte erst zum Jahresende Schlagzeilen. Doch es ist anzunehmen, dass im Abseits, in den Nebenzimmern des Bundestags, längst die Vorlagen für einen neuen Anlauf zur unbefristeten Vorratsdatenspeicherung begonnen haben. Vielleicht explodiert ja heute noch ein etwas größerer Böller, auf den die Terrorwarnung passt?

Das Jahr 2010 war im Nachhinein betrachtet kaum außergewöhnlich. Den Trend zur maßlosen Übertreibung durch die Medien jeder noch so kleinen Katastrophe, z.B. dem Schneefall in diesem Winter, können wir schon seit Jahren beobachten. Gleichzeitig entwickelt sich die Fähigkeit zum Selbstdenken in der Bevölkerung immer stärker zurück. Alles, was die Mattscheibe im Wohnzimmer vorgibt, wird blind geglaubt und munter nachgeplappert.

Außerdem wird in jedem nur denkbaren Bereich, die persönliche Verantwortung in Richtung Staat abgeschoben. Dort, wo dieser sie sich nicht mit Gewalt und Gesetzen holt, rufen die Menschen freiwillig nach mehr Kontrolle und wünschen sich Bevormundung – freilich unter anderem Namen wie Gleichberechtigung oder Förderung.

Eines nahen Tages werden die Menschen aufwachen und sich in Ketten am Boden liegend wiederfinden. Sie werden dann das tun, was sie gelernt haben: nach dem Staat rufen. Und dieser wird ihnen wie gewohnt zu Hilfe eilen. Es sei denn, er bricht vorher zusammen.

Viele sogenannte Schwarzmaler sahen für 2010 eigentlich schon das Ende des Euro, der EU und auch des gesamten Systems. Dieses hat sich allerdings trotz aller Todesschreie noch immer nicht verabschiedet, doch das Finanzsystem befindet sich in starker Schräglage, welche die Wirtschafts-”Experten” jedoch wiederum als Aufschwung deuten.

Nun, es kommt eben darauf an, in welche Richtung der Blick gewandt wird auf der sinkenden Titanic, denn das eine Ende ragt tatsächlich fast senkrecht in den Himmel und vermittelt ungebremsten und langanhaltenden Aufschwung. Genauso war es übrigens 1912, kurz bevor der Superdampfer für immer in der Tiefsee versank.

Da alle mathematischen Grundsätze auch noch im neuen Jahr Gültigkeit besitzen werden, ist es nach wie vor nur eine Frage der Zeit, wann der große Krach beginnt. 1929 standen die Zeichen auch nicht auf Untergang, als plötzlich und wie gewohnt “unerwartet” tiefschwarze Wolken über weite Teile der westlichen Welt zogen und das Unwetter begann.

Halten Sie sich bereit, 2011 wird uns immer wieder überraschen, so wie dies schon in der Vergangenheit der Fall war. Vielleicht erleben wir auch eine besonders große Überraschung, wer weiß. Glauben Sie keinesfalls den Medien und schon gar nicht der Politik, dann kann im neuen Jahr eigentlich nicht viel schief gehen.

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6 Kommentare

  1. am 2. Januar 2011 um 18:05 6 Hanspeter Peschke

    Guter Artikel! Das sind Fakten – auch in der Schweiz. Danke.

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