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Experten und der Traum vom immerwährenden Aufschwung

Von Wahrheiten.org am 23. Dezember 2010 | Kategorie Krise

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© Gerd Altmann / pixelio.de

War das etwa schon alles, ist die Krise vorbei? Ganz genau, wir erleben einen Aufschwung der Superlative und werden schon in wenigen Monaten wieder auf Vorkrisenniveau angekommen sein.

Das Gerede vom Ende des Euro ist Unsinn und Angstmacherei, so lehren es uns die Experten. Und die müssen es schließlich wissen, oder?

Vor zwei Jahren noch war es tabu, überhaupt von Krise zu sprechen. Inzwischen geht jedoch sogar unsere Gemeinschaftswährung vor die Hunde und sämtliche Medien sind voll von Rettungsschirmen und -gipfeln. Doch auch das Gegenteil macht sich breit. Propaganda vom Feinsten. Der Spiegel schwärmte am 20.12.2010 in einem Artikel von “Europas Wundergeld”, dem Euro:

Deutschland ergeht sich in Euro-Pessimismus, Untergangspropheten warnen vor dem Zusammenbruch der gesamten EU. Ist die Lage wirklich so dramatisch? Keineswegs – unser Geld steht mindestens so gut da wie der Dollar: Der Wechselkurs ist stabil, die Inflation gering.

Intensive Beobachter der Lage um die europäische Einheitswährung und den Dollar fragten sich beim Lesen dieser Einleitung, ob es sich beim Artikel wohl um eine Parodie handelte. Doch der Verfasser, immerhin ein ehemaliger und langjähriger Chefredakteur des Manager-Magazins, meinte seine Aussage toternst. Und eigentlich hat er ja Recht: Der Euro steht tatsächlich mindestens so gut da wie der Dollar, beide standen nämlich am Abgrund und sind jetzt einen großen Schritt weiter.

Es ist wirklich sehr lustig, wie der Autor vom Euro und dessen kerniger Gesundheit schwärmte. Der Euro sei dem Dollar stark überlegen und die Endzeitstimmung in Bezug zur europäischen Einheitswährung sei vollkommen daneben, weil diese keinerlei Anstalten machen würde, den Untergangspropheten Folge zu leisten.

Vielleicht behält er sogar Recht und der Dollar stirbt noch vor dem Euro, aber mit dem Dollar sterben zeitgleich alle daran gekoppelten Währungen, was bei seiner Eigenschaft als Weltreservewährung zu weitreichenden Folgen führen wird. Damit endet dann auch der Euro.

Die belustigende Aussage von einer “geringen Inflation” ist typisch für Leute, deren Zeithorizont vermutlich keine fünf Jahre weit reicht, denn auch scheinbar geringe zwei Prozent Inflation pro Jahr führen nach zehn Jahren bereits zu 22% Wertverlust und nach 20 Jahren gar zu knapp 50%. Dass dies auch zu entsprechend drastischen Preissteigerungen – meist ohne Einkommensausgleich in der Bevölkerung – führt, fällt zusätzlich noch unter den Tisch.

Dabei gibt es ein mehr als eindeutiges Warnsignal dafür, was diesbezüglich droht. Der Goldpreis hat sich, in Dollar gerechnet, allein seit 2008 verdoppelt und ist in Euro seither um ca. 80% gestiegen. Es handelt sich dabei aber keineswegs um eine spekulative Entwicklung des Goldpreises, sondern um eine Widerspiegelung der ach so großen Stabilität des Dollars und eben auch des Euros.

Ob diese Experten jemals darüber nachgedacht haben, dass Gold kein einfacher Rohstoff, sondern eine Art Fieberthermometer des Finanzmarktes ist? Vermutlich nicht, dabei stellt Gold im Grunde die Nulllinie der Währungen dar und sein Preis in Euro oder Dollar zeigt lediglich an, wieviel ihres “Wertes” diese Währungen inzwischen eingebüßt haben.

Offensichtlich spielt dieser Zusammenhang im Moment noch keine Rolle, weil er von den “Experten” nicht erkannt wird. Vielleicht sind zur Zeit auch nur die falschen Experten am Mikrofon, denn sobald der angebliche Mega-Aufschwung endet, werden die Euroliebhaber ins Stottern kommen.

Was hinter dem vermeintlichen Aufschwung steckt, scheint niemanden zu interessieren. Allein die scheinbare Tatsache genügt, um sich als Politiker in Hysterie zu reden. Was die Süddeutsche am 18.12.2010 aus Berlin zitierte, spricht für sich selbst:

Die Bundesregierung bleibt bei den wirtschaftlichen Aussichten für 2011 optimistisch. «Es würde mich nicht überraschen, wenn die Zahlen noch besser werden«, sagte Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) der «BZ am Sonntag».

[...]

«Die Arbeitslosigkeit wird weiter sinken. Selbst der Sockel von Langzeitarbeitslosen geht erfreulicherweise zurück», betonte Brüderle. Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt rechnet sogar damit, dass das Wachstum 2011 «deutlich über zwei Prozent liegen» wird. «Ich denke, dass wir Ende 2011 das Niveau vor der Krise wieder erreicht haben werden», sagte er dem «Hamburger Abendblatt» (Samstag).

In einem theoretischen Modell mag dieser Optimismus vielleicht passen, aber in unserer Realität hat derartiger Unsinn eher den Geschmack eines Baron Münchhausen. Vermutlich ist es jedoch weit schlimmer und diese Leute glauben wirklich an das, was sie verbreiten.

Ein Auszug aus der Märkischen Allgemeinen vom 20.12.2010 bringt in Bezug auf den Aufschwung ein bisschen Wahrheit ans Licht:

“Die Struktur der Nachfrage nach deutschen Industriegütern signalisiert derzeit eine Fortsetzung der dynamischen Investitionsentwicklung im Inland”, heißt es im BMF-Monatsbericht. Zugleich weise die Auftragsentwicklung darauf hin, dass sich die ausländische Nachfrage nach deutschen Investitionsgütern “merklich” abschwäche.

Der private Konsum dürfte seinen Erholungskurs aus BMF-Sicht auch im Schlussquartal fortsetzen. Besonders die günstige Lage auf dem Arbeitsmarkt und die moderaten Preissteigerungen für die Verbraucher dürften die reale Einkommenssituation der privaten Haushalte verbessern. Im BMF wird ein weiterer Beschäftigungsaufbau und ein weiterer Rückgang der Arbeitslosigkeit erwartet. “Insgesamt dürfte somit auch im vierten Quartal mit positiven Wachstumsimpulsen von der Konsumnachfrage zu rechnen sein”, steht im BMF-Monatsbericht.

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Seit Wochen hören die Bürger nur noch von der Euro-Krise und erleben den finanziellen Untergang unserer EU-Nachbarn bis hin zu Ausschreitungen auf den Straßen. Ob diese Beobachtungen nicht vielleicht im Wesentlichen zu dem starken Anstieg des privaten Konsums geführt haben? Einfach aus Angst vor drastischem Wertverlust unserer Währung?

Vielfach wird behauptet, die Deutschen wären aus historischen Gründen allergisch gegen Inflation und würden bei entsprechenden Entwicklungen lieber ihr Geld ausgeben und in etwas Greifbares umwandeln. Das würde dann bedeuten, dieser “Aufschwung” wäre in Wahrheit eine Flucht in reale Werte und sobald das Geld ausgegeben wurde, ist auch gleichzeitig Schluss mit dem Aufschwung. Genauso wie die Abwrackprämie nur einige Monate lang “Aufschwung” brachte.

Auch wer ansonsten den Medien alles blind glaubt und keine Ahnung vom grundsätzlichen Fehler im Geldsystem hat, wird sich nicht ewig blenden lassen von den Propaganda-Aufschwungmeldungen seitens der Regierung. Denn die behaupteten Aussagen müssten sich zumindest nach einer gewissen Zeit auch im persönlichen Umfeld widerspiegeln und erkennen lassen.

Genau wie bei der Klimaerwärmung, welche wir seit Wochen fast täglich zentimeterhoch von der Straße schaufeln müssen, kommt auch beim vermeintlichen Konjunkturanstieg selbst dem müdesten Schaf irgendwann die mediale Einflüsterung unglaubwürdig vor. Dabei haben Aussagen von Seiten der Regierung durchaus große Macht, denken Sie an das Versprechen von Angela Merkel vom 05.10.2008:

Wir sagen den Sparerinnen und Sparern, dass ihre Einlagen sicher sind. Auch dafür steht die Bundesregierung ein.

Weil damals nichts Schlimmeres geschah, wurde dieser leere Satz geglaubt. Merkel konnte ihn aus diesem Grunde auch am 15.12.2010 wiederholen:

Was Herr Steinbrück und ich vor gut zwei Jahren gesagt haben, gilt und hat sich ja auch bewahrheitet.

Natürlich hat sich rein gar nichts bewahrheitet, denn die BRD bzw. die Bundesregierung musste schließlich nicht für die Spareinlagen garantieren, soweit kam es noch gar nicht. Sollte es jedoch einmal soweit kommen, dann wird diese Aussage im Falle eines Falles keinem Bürger auch nur irgendetwas nützen.

Außerdem wird nach einer Währungskatastrophe kein Mensch mehr solche oder ähnliche Sprüche glauben. Dann herrscht nämlich auch in Punkto Vertrauen in die Regierung eine Art Hyperinflation.

Dieses ganze Finanzgebilde ist dermaßen wackelig geworden, dass es einfach nur erstaunlich ist, wieso das Kartenhaus noch immer nicht in sich zusammenfiel. Da an keiner Stelle an einer Lösung gearbeitet wird, sondern immer nur größere Geldpflaster auf kranke Staatsfinanzlöcher in der EU geklebt werden, kann das Drama nur ein schlimmes Ende nehmen.

Eurobonds und die Übertragung des parlamentarischen Haushaltsrechts nach Brüssel werden ebenfalls keine Probleme lösen, sondern den Einsturz höchstens verzögern. Wann und wodurch der Zusammenbruch schlussendlich ausgelöst wird, werden wir in naher Zukunft erleben, denn ob sich das noch mehrere Jahre hinauszögern lässt ist höchst fraglich.

Klar ist, dass dieser Knall auch Teil eines großen Planes ist, nach welchem in Folge der drastischen Auswirkungen von großem Chaos eine Weltregierung installiert bzw. ermächtigt wird, um die Ordnung wieder herzustellen. Und zwar eine neue Ordnung, genannt Neue Weltordnung.

Auch wenn vieles in Bezug auf den Euro und die Finanzkrise relativ offensichtlich erscheint, so ist doch der wahrscheinlich parallel erfolgende Schritt zur Einführung einer Weltregierung kaum im Detail zu erahnen. Doch glauben Sie bloß nicht, der Plan wäre inzwischen aufgegeben worden, denn es wird, wie vorausgesagt, auch genau so eintreten.

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9 Kommentare

  1. am 23. Dezember 2010 um 15:23 6 Frank56

    @Rolling Stone
    Mit dem Antivirus selbst noch keine Probleme mit dem Sperren von Seiten,
    wohl aber mit dem MS-Explorer, obwohl ich den gar nicht benutze.
    Auch eine Unterorganisation der WHO hat sich in Musikrechten eingekauft und sperrt einen Teil der Videos mit Hintergrundmusik.

    “Genau wie bei der Klimaerwärmung, welche wir seit Wochen fast täglich zentimeterhoch von der Straße schaufeln müssen”, trotzdem sind seitens der BRD 100 Millionen für das Jahr 2011 bewilligt an die ICCP (auch eine Unterorg. der WHO), damit sich die Experten um unsere Chemtrails kümmern können!
    Bei einer Anfrage beim Umweltamt sagte man mir neben der Fiktion, “wer sollte denn sowas auch bezahlen können!”. Diese ganze Gesellschaft ist sowas von verlogen, da muß man tatsächlich aufpassen ein netter Junge zu bleiben.

    Ein paar schöne Feiertage …

  2. am 23. Dezember 2010 um 19:42 7 Otto

    Ja, die Musik spielt noch. Das es nach einem Eurozerfall sehr schlecht wird, kann man wohl erwarten, denn mit dem Euro fallen auch alle anderen Waehrungen, die mit dem WWF zusammn haengen.

    Dann gibt es fuer einige Zeit ueberhaupt kein Zahlungsmittel. Kein Arbeiter, kein Beamter, kein Politiker und kein Pensionaer wird bezahlt. Natuerlich wird auch das Militaer und die Polizei nicht mehr bezahlt. Was dann loss ist, wird ein Distaster welches alle Kriege der Vergangenheit zusammen, in den Schatten stellt. Die Menschen werden wir Fliegen vor Hunger umfallen. Wenn sich irgend jemand Gold zu gelegt hat, der kann sich dann mal Gedanken machen wie er diese in Futter umsetzen kann, wenn es nichts zu kaufen gibt. Dann kann er sich das Gold in den Hintern stecken.

    Auch die Traeume von der NWO wird man wohl vergessen koennen, den ohne Moos nicht los. Wenn man Militaer und Polizei nicht promt bezahlt, werden diese auch nicht nur einen Tag laenger arbeiten. Dann stehen selbst die Auserlesenen auf dem Schlauch und es geht ihnen genauso, oder noch dreckiger als ein heutiger Obdachloser, weil sie ueberhaupt kein Talent haben um sich was zu fressen zu besorgen. Es wird ihne noch dreckiger gehen, weil auch noch die offene Jagtsaison fuer die obrigen 10000 eroeffnet wird. Vieleicht werden sie sogar auf dem Tisch eines Obdachlosen enden.

    Wenn es kein Strom, kein Gas und auch kein Internet mehr gibt, wird all unser schoenes wertloses Zeug auf den Muellhalden der Geschichte enden. Es gibt dann keine Schulen weil die Lehrer nicht bezahlt werden. Fuer einige Generationen wird man wohl nach eine Nachbarn suchen muessen, weil die meisten dann kollateral Schaden sind. Es kann sogar so weit kommen, das man die Menschen danach neu zivilisieren muss.

    Ich weiss, ich bin ein Schwarzmaler, aber so sehe ich leider die Zukunft.

    Gruss Otto

  3. am 24. Dezember 2010 um 01:18 8 JL

    Eigentlich ist es schon merkwürdig.

    Da lese ich einen umfangreichen, mit Fakten unterlegten Artikel dem ich inhaltlich zustimme, lese die Kommentare dazu, denen ich weitgehend inhaltlich auch zustimme, unterstelle aber mal detailreicheres internes Wissen auf deutscher Regierungs- und Finanzebene und stelle mir anschließend eigentlich nur eine Frage:
    Sind “die da oben Blöd, oder tun die nur so”.

    Meiner Meinung nach, ja, die tun nur so.

    Anscheinend wird nur noch von den entscheidenten Akteuren auf die ideale Fallrichtung des Euros gewartet oder darauf “hingearbeitet”.
    Das die Sparguthaben- nach dem Eurofall- einer erneuten “geldwerten Reform” unterliegen werden, wie bei dessen Einführung, ist dabei anzunehmen.

    Natürlich gibt es dann vermutlich auch diesbezügliche Überschriften von irgendwelchen Zeitungen, wie möglicherweise:
    “Deutschland zahlt ab heute in harter DM, deutsche Sparer mit Umtauschkurs zum Euro 1:4 hochzufrieden”.

    Wenn dies Eintritt, kann man eigentlich nur noch sagen:

    Frohes Fest

  4. am 24. Dezember 2010 um 16:58 9 Alois Debald

    Machen Sie bitte einmal folgende Analyse:

    Sammeln Sie bitte alle “Ergüsse” von den “Experten” chronologisch von dem Jahre 2005 an:
    Es dreht sich um das Thema Geld, Nahrungsmittel der Menschen weltweit, die Naturressourcen und das Mittel der Gewalt, der Kriege.

    Beurteilen Sie dazu die “Botschaften” der Medien
    a) ob Wirtschaftsinstitute (z.B. IFO Prof.Dr. Sinn)
    b) Kommentare der Regierungsvertreter (weltweit)
    c) Wirtschaftsmagazine und deren “Experten”.

    Die Texte sind einfach “umwerfend”!
    Es gibt kein Handlungsgebiet des Menschen, wo die Lüge, die Manipulation so groß ist wie in der Welt des Mammons.
    Dass solche Figuren, die in den Medien ihr teufliches Geschäft vollbringen auch noch als “Experten” bezeichnet werden, ist ungeheuerlich.

    Die Medien (Fernsehen, Rundfunk und Zeitungen) sind das unverzichtbare Instrument der Finanzoligarchie, welches die Herrschaft längst über die Politik, über die Demokratie errungen hat.

    Lösungen:Das Primat der Politik, der Demokratie muss zurück gewonnen werden.Ob dies ohne Revolution z.B.Überwindung des Feudalismus durch Franz.Revolution 1789 geht, ob ein Weltkrieg , ob das Blut von Millionen Menschen fließen muss, wer weiß?

    Hier wird klar: es geht um Menschenleben, um das Verhungern, um Mord im Krieg und wahrscheinlich um die Menschheit als ganze.

    Frohe Weihnachten
    und die Hoffnung,dass Gott hineinwirkt in die Welt.

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