Parasitokratie und ihre Folgen – Der Ausverkauf der Vernunft

© Bernd Sterzl / pixelio.de

Gutmenschen haben inzwischen fast die vollständige Herrschaft über alle Bereiche unserer Gesellschaft übernommen. Das Praktische daran ist, aus der Sicht der wahren Herrschenden im Verborgenen, dass sich die Gutmenschen selbst kontrollieren und überwachen, sich in ihrem Verhalten selbst einschränken und gegenseitig maßregeln und auch noch selbst bestrafen bei Missachtung der freiwillig auferlegten politisch korrekten Regeln.

Sind wir auf dem Weg in die Sackgasse oder können wir diesem scheinbar unendlichen Wahnsinn noch entrinnen?

Wohin Gutmenschlerei bisweilen führt, zeigte ein Zitat in der Bildzeitung vom 05.12.2010. Es drehte sich um die Hai-Attacke in Ägypten, bei der eine 70-jährige Deutsche von einem Weißspitzen-Hochseehai getötet wurde:

Ein Umweltexperte dagegen führte die Attacke darauf zurück, dass der natürliche Lebensraum der Haie wegen der Überfischung des Roten Meeres schrumpfe und diese daher in die Küstenregionen abwanderten.

[…] Während der Gouverneur des Süd-Sinai […] das Tier untersuchen und wieder freilassen will, erklärte das Umweltministerium, er sollte getötet, einbalsamiert und ausgestellt werden.

Dass sich nach dem tragischen Ereignis sofort ein Umwelt-„Experte“ zu Wort gemeldet hat, gehört heute zum guten Ton. Natürlich kann die Ursache für ein derartiges Unglück immer nur an irgendwelchen Umwelteinflüssen des Menschen liegen, alles andere wäre politisch nicht tragbar und eine Verschwendung von ökologisch wiederverwendbaren Katastrophen-Szenarien.

Besonders krass war die lächerliche Debatte darüber, was mit dem Tier geschehen soll. Anstatt es dem Tierpsychologen vorzuführen und danach wieder freizulassen oder es tierschutzgerecht einzuschläfern und auszustopfen, sollte aus dem blutrünstigen Vieh ganz einfach Haifisch-Steak gemacht und verspeist werden. Auf den Gedanken, das Tier auszustopfen anstatt zu essen, können wirklich nur solche dekadenten und üblicherweise vegetarischen oder gar veganen Gutmenschen kommen.

Mit anderen Haien, im Speziellen mit Finanzhaien der europäischen Regierungen, wird in Zukunft wohl nicht so zimperlich umgegangen werden, denn die Idee, uns Bundesbürger für die gesamten Schulden der Euro-Zone blechen zu lassen, wird ein böses Ende nehmen.

Dabei wurde der Euro ganz offensichtlich nur zu einem Zweck eingeführt: Das ehemalige Deutschland muss „eingebunden werden, damit es nicht zur Gefahr wird für andere“. Erstaunlich, solche Worte aus dem Mund vom ehemaligen EU-Kommissar Günter Verheugen zu hören:

Video in neuem Fenster ansehenVideo gelöscht?

Von wegen, die BRD profitiert am meisten vom Euro. In Neusprech allerdings passt die Aussage natürlich. Ein typisches Beispiel dafür, wie sich EU-Parasiten im BRD-Speck einnisten, und es sich ein Leben lang gutgehen lassen. Der BRD-Wirt freilich ist in gutmenschlicher Manier auch noch unendlich dankbar dafür, dass ihn die Parasiten aussaugen und ihn so in Schach halten.

Wenn beides, übertriebener Tierschutz und unsinnige Geldausgaben zueinander finden, dann treibt das wirklich unglaubliche Blüten. Auch wieder in der Bildzeitung erschien am 15.12.2010 ein Artikel über die anscheinend gewollt verquere Politik in unserem Land:

Die Gemeinde Nümbrecht (NRW) muss pro Jahr 12 800 Euro aufbringen, um den Pitbull und American Staffordshire Terrier von Sextäter Björn D. (44) durchzufüttern. Der Mann wurde im Sommer zu fünf Jahren Haft verurteilt…

Unfassbar: Tierschutz geht vor Menschenrechten, denn anstatt einfach die Hunde aufeinander loszulassen, fehlt der Gemeinde nun das Geld u.a. für die Schulspeisung. Wie krank ist unsere Gesellschaft geworden, obwohl sie gleichzeitig einem sinnlos übertriebenen Gesundheits- und Ernährungskult frönt, der ebenfalls längst nicht mehr zu begreifen ist.

Solchen Irrsinn können die Gutmenschen insbesondere deswegen immer stärker durchsetzen, weil den Bürgern einerseits mehr und mehr Rechte entzogen werden und andererseits in Folge dessen, deren Eigenverantwortung in Richtung Null sinkt. Der Staat soll es richten, alles schreit immer öfter nach dem übermächtigen Überwacher.

Ein Ergebnis dieser Verdrehung der Normalität sehen wir an folgender Entscheidung, über welche die tagesschau am 14.12.2010 berichtete:

Geplant ist unter anderem, Ärzte in bestimmten Fällen von ihrer Schweigepflicht zu entbinden. Wenn Mediziner Hinweise auf eine „akute Kindeswohlgefährdung“ haben, sollen sie die Information an Jugendämter weitergeben. Wenn Eltern umziehen, sollen alle Informationen zum dann zuständigen Jugendamt übermittelt werden, damit sie nicht mehr versuchen können, sich der Kontrolle des Amtes zu entziehen.

Der große Bruder wacht jetzt auch noch über den Familien, von einem Elternführerschein wurde vor Kurzem ebenfalls schon gesprochen. Kinder gehören dem Staat, so hätten es die pseudo-besorgten und meist kinderlosen gutmenschlichen Berufsspitzel sicherlich am liebsten.

Eigenverantwortung ist nicht mehr „in“, was auch die scheinbare Hilflosigkeit im Falle von ein bisschen echtem Winter in diesen Tagen klar zeigt: Was müssen sich unsere Großeltern wohl an den Kopf fassen, wenn sie sich das Drama der heutigen bürgerlichen Unmündigkeit betrachten? Der Spiegel machte es am 16.12.2010 deutlich:

Weil Nationalstraßen und Autobahnen durch liegengebliebene Lastwagen blockiert waren, gestrandete Autofahrer behelfsmäßig in Schulen und Turnhallen untergebracht werden mussten und auch der Flugverkehr in Mitleidenschaft gezogen war, geriet die Regierung in die Kritik.

Ein bisschen Schneechaos und sofort erklingt der Ruf nach der Obrigkeit. Haben wir vor 20 oder 30 Jahren einen solchen Winter wie ebendiesen noch völlig gelassen und ohne täglichen Katastrophenalarm überlebt, herrscht heute trotz wesentlich verbesserten technischen Möglichkeiten wie ABS, ESP und modernen Winterreifen sofort die große Panik.

Auch werden für alle Ereignisse rund um den Schneefall stets irgendwelche Schuldigen gesucht. Ganz abgesehen von der vollkommen überzogenen Katastrophen-Gier der Medien. Je Schneeflocke, desto Einschaltquote.

Wenn sich extremer Schneefall ankündigt, dann muss jeder selbst wissen, ob er das Risiko eingeht und sich ins Auto setzt. Sich hinterher zu beschweren, dass die Regierung einen nicht vor dem Unwetter geschützt habe, ist einfach nur lächerlich. Aber es passt eben zur heutigen Vollkasko-Mentalität und zum obrigkeitshörigen Staatsbürger, der ohne Staat nicht mehr überlebensfähig scheint.

Trotz dieser hoffnungslosen Entwicklungen scheint es, als gäbe es ein wenig Grund zur Hoffnung. Nachdem die Schweizer politisch völlig inkorrekt gleich zweimal per Volksabstimmung ihren Unmut gegen Minarette und für die Ausweisung krimineller Ausländer zum Ausdruck brachten, haben sich die Ungarn in ihrer neuen Verfassung gar gegen die Homo-Ehe ausgesprochen, wie GGG.at am 03.12.2010 erklärte:

Lange galt Ungarn als eines der fortschrittlichsten Länder Mittel- und Osteuropas, wenn es um Rechte für Lesben und Schwule ging: So hat Budapest unter einer sozialliberalen Regierung die Eingetragene Partnerschaft für schwule und lesbische Paare ein Jahr vor Österreich eingeführt. Doch eine neue konservative Verfassung soll eine Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare unmöglich machen.

Hier wagen einige mutige Menschen, sich ihrer lästigen Parasiten zu entledigen. Ist das nun ein echter Hoffnungsschimmer? Für manche sicherlich, aber diese einzelnen vermeintlichen Erfolge zur Rückgewinnung der Freiheit weisen noch lange nicht auf einen echten Umbruch hin. Vielleicht verzögert sich der finale NWO-Terror noch leicht, von einem Ende zu sprechen wäre in Anbetracht des übermächtigen Gutmenschentums mehr als überzogen.

Auch im Hinblick auf den Euro trügt das Bild. Selbst wenn dieser nun scheinbar kurz vor seinem Ende steht und damit auch die EU zu zerbrechen droht, es wäre zu schön, um wahr zu sein. All die jahrzehntelangen Bemühungen der Eliten, die Menschen unter einer Weltdiktatur zu „einen“ und zu beherrschen, sollen jetzt mit einem Schlag verloren sein? Es scheint vielleicht so, aber ich glaube nicht daran, dass kurz vor dem Ziel die Flinte ins Korn geworfen wird.

Die Frage ist ganz einfach: Was kommt nach dem Euro? Welcher Pfeil steckt noch im Köcher? Werden wir einen Terroranschlag gigantischen Ausmaßes erleben, einen Krieg, einen Bürgerkrieg, einen „Ufo“-Besuch, eine weltweite „Pandemie“ oder eine sonstige Katastrophe?

Abwarten. Es handelt sich höchstwahrscheinlich um die Ruhe vor dem Sturm. Kleine Rückschläge in der Agenda der Neuen Weltordnung sind sowohl einkalkuliert als auch eingeplant. Ein zu reibungsloser und zu schnell umgesetzter Plan wirkt verdächtig und wird zudem vorhersehbar.

Zwei Schritte vor und dann wieder einen zurück ist die beste Strategie, um unbemerkt zum Ziel zu gelangen. Wetten, dass wir eines Morgens aufwachen werden und es uns plötzlich wie Schuppen von den Augen fallen wird, obwohl wir das Geschehen im Prinzip zu durchschauen glauben?

Vielleicht ist es für manchen deprimierend zu erkennen, dass wir als Aufgeklärte zwar vieles von dem wissen, was auf uns zukommen wird, aber dennoch dasselbe Schicksal erleiden werden wie die Schafe, die nicht einmal erahnen, was ihnen blüht. Gegen diese Depression hilft nur ein einziger Ausweg, darum lernen Sie diesen Flucht- und Zeitplan kennen.

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16 Kommentare

  1. am 22. Dezember 2010 um 08:10 1 Geißler

    Guten Morgen, Jochen.
    Bitte seien Sie so freundlich und lassen sich von Rolf meine E-mail-Adresse geben.Dann beantworte ich gerne Ihre Fragen.Ich freue mich auf einen Gedankenaustausch mit Ihnen. Gottes Segen!Hanne Geißler

  2. am 2. Januar 2011 um 17:04 2 kikri

    Eine Fülle von Themen…
    Dazu nur 2 Bemerkungen:
    Die, die meinen, mit der Entbindung der ärztlichen Schweigepflicht bei „Kindswohlgefährdung“ gehören zu den monokausal-Denker, also Gutmenschen.
    Diese gehen davon aus, dass, wenn man an einem System nur 1 Parameter ändert, sich sonst nichts ändert.
    Die Eltern von pot. „gefährdeten“ Kindern werden einfach nicht zum Arzt gehen.
    Ob damit den Kindern geholfen ist?

    Ich fahre seit ein paar Monaten eine kleine Kiste mit Vorderrad-Antrieb.
    Auf Schnee ist mir aufgefallen, dass immer SUV’s mit 4-Rad-Antrieb zuforderst eines Konvois fahren.
    Meine Erklärung dazu:
    Leute, die Angst im Schnee haben kaufen sich zu ihrer Sicherheit einen SUV.
    Das schneetaugliche Auto haben sie, die Angst ist aber nicht weg: sie werden zum Ärgernis auf der Strasse.
    Meine Nerven werden stark strapaziert, wenn ich mit 40 auf einer leicht verschneiten Strasse dahintorkeln muss, wenn 80 gut möglich ist (schneller ist auf schweizer Landstrassen nicht erlaubt).
    Wer vor jeder, höchstens theoretisch existierenden Gefahr, in die Hosen scheisst, ist beim Staat gut aufgehoben.
    Nur sind mit solchen Leutchen keine wirtschaftlich, soziale, kulturelle …. Fortschritte möglich.
    Das es anders geht zeigen z.Zt. die Chinesen.
    Die westliche „Zivilisation“ ist aus eigener Schuld dem Untergang geweiht.¨

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