Eine Währungsreform kommt nicht – sagen die Experten
Der Spiegel widmete sich am 01.09.2010 in einem Artikel dem Thema BRD-Verschuldung und kam darin auch auf das Stichwort Währungsreform zu sprechen:
Für Berufspessimisten ist die Sache längst ausgemacht. Sie prophezeien den großen Knall: eine Währungsreform. Schon bald, so das Horrorszenario, werde der Euro abgeschafft und eine neue Währung eingeführt. Diese könnte “Neuro” heißen, als Abkürzung für “Neuer Euro”. Wobei die Konnotation zu “neurotisch” nicht ganz zufällig ist. Gäbe es für zehn Euro nur noch einen “Neuro”, könnte sich die Regierung ihres Schuldenproblems per technischer Umstellung weitgehend entledigen. Gleichzeitig würde sie jedoch die Bürger enteignen.
Dass es so weit kommt, ist allerdings unrealistisch. Denn die von Skeptikern gern bemühten historischen Vergleiche mit der Währungsreform 1948 ziehen nicht – trotz aller Probleme in der Euro-Zone.
Statt einer Währungsreform oder einer schleichenden Geldentwertung bzw. einer Hyperinflation zieht der Autor die Variante “Wachstum” vor. Seine Modellkalkulationen sind jedoch so dermaßen von einem anderen Stern, dass er diese wohl kaum selbst glaubt. Ihm behagt es aber sicherlich nicht, welche Folgen durch die anderen Szenarien entstehen würden und wie sie ihn ebenfalls betreffen könnten.
Das Handelsblatt gab den IWF am 02.09.2010 wörtlich wieder, der die Angst vor dem Staatsbankrott und einer Währungsreform “deutlich überzeichnet” findet:
Für Untergangsszenarien sieht der IWF dennoch keine Basis. In einem weiteren Papier wendet sich der Fonds gegen die These, dass hohe Aufschläge auf Staatsanleihen einen „Default“, also einen Staatsbankrott, der zu einer Währungsreform oder einem Gläubigerverzicht führen könnte, unabwendbar mache. Diese Vision war während der Griechenland-Krise immer wieder beschworen worden. „Unserer Ansicht nach ist das Risiko, dass es zu einer Umstrukturierung der Schulden kommen wird, deutlich überzeichnet“, heißt es.
Im Zusammenhang mit dem Wettbewerb “Finanzberater des Jahres” wurde der Finanzplaner Jürgen Stengel in finanzen.net am 01.09.2010 wie folgt zitiert:
Aber wenn die Charttechnik fallende Kurse signalisiert, will er die Aktienquote senken. Mit Blick auf die kommenden Jahre ist Stengel besorgt, weil die Staaten immer mehr Mittel einsetzen müssen, um Wachstum zu erzeugen. Er fürchtet deshalb einen „Crack-up Boom“. Der Begriff stammt vom Ökonomen Ludwig von Mises (1881–1973). Dessen Theorie: Durch immer massivere Staatseingriffe gerät die Geldentwertung außer Kontrolle. Die Folge wäre eine Anlegerflucht in Sachwerte, bis es eine große Enteignung – etwa in Form einer Währungsreform – gibt.
Doch das ist Zukunftsmusik.
Richtig, noch ist das Zukunftsmusik, die Frage ist lediglich, wann beginnt diese Zukunft? In zehn Jahren, in zwölf Monaten oder vielleicht schon in zwei Wochen?
Die echten System-Schreiberlinge können sich schlichtweg nicht vorstellen, dass ausgerechnet sie als vorbildliche und obrigkeitshörige Bücklinge so überrascht und überrumpelt werden würden mit einem solch einschneidenden Ereignis, welches wir fast nur aus der Geschichte kennen.
Warum zieht eigentlich kaum jemand in Betracht, dass wir tatsächlich kurz vor einer Währungsreform stehen könnten? 1923 und 1948 liegen zwar viele Jahrzehnte zurück, aber es leben noch genügend Menschen, die zumindest die letzte Reform leibhaftig miterlebt haben. Haben diese etwa die Währungsumstellung damals ganz klar erwartet?
Offensichtlich fällt es den meisten Leuten schwer, ein so lange zurückliegendes Ereignis auf ihre Gegenwart zu projizieren. Dabei waren es entweder Eltern oder Großeltern, die genau damit konfrontiert wurden – und das über Nacht, völlig unvorbereitet. Ein paar wenige Insider hatten zwar Wind davon bekommen und ihr restliches Geld noch schnell auf den Kopf gehauen, aber 99,9% der Bürger wurden – wie man so schön sagt – wie Schafe “geschoren”.
Scheinbar gehen die Menschen heute davon aus, dass unser Währungs- und Finanzsystem stabil und sicher ist und unsere Finanz- und Politikelite die Lage gänzlich im Griff haben, trotz diverser unübersehbarer wirtschaftlicher Schwierigkeiten. Sofern sie sich dennoch mit dem Thema gedanklich auseinandersetzen sollten, verdrängen die meisten die drohende Gefahr, weil sie sich der fürchterlichen Konsequenzen bewusst werden. Aber genau hier kommt der Obrigkeitsglaube ins Spiel:
Nein, die da oben würden doch niemals einfach unser Geld entwerten, das würde sie ja selbst betreffen. Außerdem waren das damals ganz andere Zeiten, als eine Währungsreform nötig wurde. Davon sind wir heute weit entfernt.
Sofern tatsächlich solch ein drastischer Einschnitt bevorstehen würde, hätten wir davon längst im Fernsehen gehört. Das könnte schließlich unmöglich geheimgehalten werden und bedarf einer umfangreichen Vorbereitung. Allein der Umstellungsaufwand wäre immens.
Wenn unsere Mitbürger und die sogenannten Experten wüssten, wie nahe Währungsreformen gerade in unserer völlig überschuldeten Gegenwart sind, sie würden sich nicht in derartiger Scheinsicherheit wiegen.
Auch kann sich die Masse kaum vorstellen, dass eine dermaßen folgenreiche Maßnahme gänzlich im Geheimen geplant und vorbereitet würde, ohne die Betroffenen darüber zu informieren. Dabei ist eine Währungsreform im Wesentlichen nur dann erfolgreich, wenn es aufgrund der Geheimhaltung zu keiner Währungsflucht oder einem panikartigen “Crack-up Boom” kommt.
Dennoch gibt es auch klare und nüchterne Aussagen bezüglich einer möglichen nahen Währungsreform, wie beispielsweise wissen.de den Wirtschaftshistoriker Werner Abelshauser am 15.08.2010 wiedergab:
Die Rückkehr zur D-Mark wäre technisch kein Problem
“Vor einer Währungsreform muss sich derzeit wirklich niemand fürchten”, folgert daher Werner Abelshauser, Wirtschaftshistoriker von der Universität Bielefeld. Und wenn es zum Äußersten kommt? Wenn zum Beispiel Spanien in die Pleite stürzt? Die anderen Euro-Länder könnten einen Fall der Iberer nicht auffangen, da sind sich die Ökonomen einig. Zu gewaltig erscheint das staatliche Schuldenpaket von mehr als 700 Mrd. Euro.
“In diesem unwahrscheinlichen Fall würde die Währungsunion auseinanderbrechen”, prophezeit Abelshauser. Dann könnten sich Deutschland und einige Nachbarländer wie Österreich oder die Benelux-Staaten zu einem neuen Währungsbund mit festen Wechselkursen zusammenschließen.
Die Rückkehr zur D-Mark wäre technisch kein Problem. “Nicht viel länger als ein Wochenende” würde die Wiedereinführung laut Abelshauser dauern. “Niemand kann mir erzählen, dass es dafür keinen Notfallplan gibt.” Das wäre dann keine Währungsreform, sondern nur eine Umstellung – ohne Geisterbahnfahrt durch Megainflation und Vermögensvernichtung.
Alles halb so wild also? Wahrscheinlich schon. Ein Restrisiko bleibt allerdings.
Was dieser Historiker jedoch beiseite lässt ist der Begleiteffekt der Guthabenbeschneidung, auch “haircut” genannt. Wäre ihm dieser bewusst, würde er die Folgen der Währungsreform vermutlich nicht so verharmlosend darstellen.
Eine Währungsreform ist mehr als nur wahrscheinlich, sie ist sogar zwingend notwendig im Falle eines Euro- oder Staatsanleihen-crashs, es sei denn, die BRD will dann mit der Euro-Union zusammen ins Grab sinken.
Auch ohne auf den großen Gewinn durch einen abhebenden Goldpreis zu spekulieren, ist es für jeden Menschen mit Eigenverantwortung trotzdem besser, sein loses Geldvermögen und v.a. die Lebensversicherungsanlagen, noch rechtzeitig in echte Werte wie z.B. Gold und Silber umzuschichten. Doch nicht einfach blind kaufen, weil es alle tun, sondern jeder muss seine persönliche Strategie klar überdenken.
Wann uns dieser Währungsschnitt blühen wird, kann niemand sagen. Sinnvoll ist es daher, grundsätzlich immer und zu jedem Zeitpunkt darauf vorbereitet zu sein, denn wenn die Banken erst einmal offiziell geschlossen sind, kommt niemand mehr an sein Geld und es ist vorbei mit letzten Maßnahmen. Dann heißt es nur noch: “Hätte ich doch nur…”.
Literatur zum Thema Krise
Mehr zu »Krise«
- Das wird noch ein teurer Spaß: Die Inflation 15.10.2010
- Steter Tropfen leert das Konto – Tarife und Preise ziehen an 25.08.2010
- Es ist aus – Amerika steht vor dem Untergang 05.08.2010
- Was über Geld und Krise inzwischen offen gesagt werden darf 27.07.2010
- Letzte Streichmaßnahmen vor dem bitteren Ende 01.07.2010
Artikel anderer Websites
- Neue Studie zeigt 62 Prozent erwarten höchste Renditen in Gold und Immobilien Biallo.at Alle Ressorts
- Festgeld Für vier Jahre gibt’s bis zu 1475 Euro Fixzinsen Biallo.at Alle Ressorts
- +++ Frankfurt: Bundesbank will den Austritt Griechenlands +++ Behördenproblem: Milliardenschäden durch ausländische Sozialbetrüger +++ Brutale Migrantengewalt in London: Vater schwebt in Lebensgefahr +++ (Zeitgeschichte) Kopp Verlag - News-Feed
- Vorsicht Banken-Run: Zentralbanker bilden Krisenstäbe (Wirtschaft & Finanzen) Kopp Verlag - News-Feed
- Phase 2 im Oracle-Google-Java-Prozess ist zuende. ... Unabhängige Medien News-Ticker








NEUES aus ABSURDISTAN
Ist zwar nicht passend zum Thema, aber ich musste so lachen:
Da gibt es eine neue Erfindung, den “Heatball”. Also, Glühbirnen sind höchst ineffizient, die geben bestenfalls 5% ihrer Leistung als Licht ab und 95% als überflüssige Wärme. Heatballs hingegen sind ein höchst effizientes Mittel, um einen Raum zu beheizen. Sie geben mindestens 95% ihrer aufgenommenen Energie als erwünschte Wärme ab und verschleudern höchstens 5% als unerwünschtes Licht. Obwohl, das Licht kann man nutzen, denn Heatballs können durchaus Räumlichkeiten beleuchten. Die Nutzung des Licht-Abfalls ist dabei EU-konform, schließlich geht es ja um Energiesparen. Nebenbei, Heatballs sind völlig unauffällig. Nur wirkliche Experten können sie von den einstigen Glühbirnen unterscheiden.
Einfach mal googeln:”Heatball”
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten. Ihr Ulbricht
wenn man die derzeitigen schulden deutschlands durch die anzahl der bürger deutschlands teilt, so müsste jeder bürger ca 22.000 € an den staat zahlen und wir wären schuldenfrei.
das bedeutet, dass alle, die mehr als 22.000€ angespart haben, sich zu den gewinnern zählen können…salop gesagt, da geld nur durch schulden entsteht und man dann die 50% hürde überwunden hat.
ich habe vor ca 1 jahr meine rentenversicherungen & lebensversicherungen und 90% meines ersparten in gold und silber (physisch versteckt) umgeschichtet. seid dem habe ich eine rendite (ehr werterhalt ^^) von ca 20% erfahren.
ich habe nur noch so viel geld auf dem konto, das es für meine laufenden kosten reicht, etwas bargeld zu hause und wenns zu viel wird, wird nachgekauft.
warum mache ich das?
-weil ich werterhalt meiner geleisteten arbeit erzielen will
-weil ich keiner bank, politikern und finanzfutzies mehr traue
-weil ich nicht bis 67 arbeiten will
-weil es 100% hartz4 sicher und renditen-steuerfrei ist
>warum mache ich das?
Weil DU Gold und Silber mehr vertraust als deinem allmächtigen Schöpfer und Gott. Dein Gott ist das Geld und dein Herz gehört dem Mammon. Das ist der Götze, den Du anbestest, wofür Du alles tust.
Hesekiel 7,19 Sie werden ihr Silber hinaus auf die Gassen werfen und ihr Gold wie Unrat achten; denn ihr Silber und Gold kann sie nicht erretten am Tage des Zorns des HERRN. Sie werden sich damit nicht sättigen und ihren Bauch damit nicht füllen; denn es wurde zum Anlass ihrer Missetat.
Sprüche 8,19 Meine Frucht ist besser als Gold und feines Gold, und mein Ertrag besser als erlesenes Silber.
Matthäus 23,17 Ihr Narren und Blinden! Was ist mehr: das Gold oder der Tempel, der das Gold heilig macht?
1. Korinther 6,19 Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch ist und den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört?
Amen.
Dank sei dem Herrn, Jesus Christus ;D
@alles ist anders
Gold und Silber sind nicht alles, für viele Menschen ist leider Geld alles.
Trotzdem ist Vorbereitung richtig und gut, insbesondere wenn Mann-Frau Familie hat sogar notwendig.
Dazu dann auch aus dem Buch der Bücher:
Gleichnis von den klugen und törichten Jungfrauen (Matthäus 25, 1-13)
Unser Geldsystem ist dem Untergang geweiht. Sich mit werthaltigen Dingen vorzubereiten ist richtig und ich persönlich mache das auch.
Dazu gehört auch eine unabhängige Lebensmittelversorgung.
Nun noch zum eigentlichen Thema:
Je mehr beschwichtigt wird, je mehr alles besser wird, je mehr denke ich an den Spruch:
“Niemand hat vor eine Mauer zu bauen”
Wenn Experten also eine Währungsreform ausschliessen wird diese sicher kommen.