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Wenn ich heute wüsste, morgen ist mein Geld weg, dann würde ich…

Von Wahrheiten.org am 12. Mai 2010 | Kategorie Vorsorge

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© jurec / PIXELIO

Stellen Sie sich vor, Sie gehen eines schönen Morgens ahnungslos und gut gelaunt zu Ihrer Bank und Ihr Bankberater teilt Ihnen hinter vorgehaltener Hand mit, dass Ihr Geld am nächsten Tag wertlos sein wird: Währungsreform.

Was werden Sie tun? Wie werden Sie die folgenden Stunden des Tages verbringen? Werden Sie in Panik die Geschäfte leerkaufen, Ihre Schulden tilgen, nochmal schick essen gehen und den verbliebenen Rest an Geld am Abend ihrer missliebigen Schwiegermutter grinsend in die Hände drücken?

Welchen Wahrheitsgehalt die derzeitigen Gerüchte über eine nahende Währungsreform haben, lässt sich nur sehr schwer überprüfen. Vielleicht steht sie aber wirklich unmittelbar bevor und das kommende Wochenende, der 15. und 16. Mai 2010, ist tatsächlich das Schicksalsdatum?

Was wäre, wenn? Und was würden Sie tun, wenn Sie davon mit hundertprozentiger Sicherheit Kenntnis bekämen, jedoch bisher jegliche Vorsorgemaßnahmen diesbezüglich verpasst hätten? Besonders viel könnten Sie nicht mehr tun, das ist das Problem.

Zunächst stellt sich die Frage, was passiert eigentlich bei so einer Reform? Wird da nicht einfach der Euro gegen die D-Mark in einem bestimmten Verhältnis ausgetauscht, so wie zum 01.01.2002, als der Euro eingeführt wurde? Damals betrug der Umtauschkurs 1,95583 DM für einen Euro, wird es daher wohl dieses Mal wieder einen vergleichbaren Tausch geben?

Höflich ausgedrückt: Nicht ganz. Welchen Sinn ergäbe es, wenn man anstatt Äpfeln dieselbe Menge an Birnen hätte? Es bringt gar nichts, wenn aus einer bestimmten Menge Euro dieselbe Menge DM würde. Auch ein anderer Umtauschfaktor ändert daran nichts. Die aktuellen Probleme haben überhaupt nichts mit dem Namen “Euro” oder “Dollar” zu tun, sondern mit dem vermeintlichen Wert hinter diesen Währungen. Denn dieser liegt im Grunde bei nahe Null, nur weiß dies noch fast keiner.

Eine echte Währungsreform bedeutet einen großen Einschnitt und einen extrem hohen Aufwand für alle Beteiligten – was im Endeffekt jeden einzelnen Bürger betrifft. Doch nicht allein wegen der komplexen und aufwändigen Abwicklung wird sich jede Regierung einen solchen Schritt genauestens vorher überlegen. Ein solches Unterfangen bedeutet einen brutalen Eingriff, insbesondere in das Vermögen der Bevölkerung, denn es kommt einer Enteignung gleich.

Genaugenommen fehlt auch noch das Wichtigste für das obige Gerücht, nämlich ein wirklich überzeugendes Argument für diesen wesentlichen Punkt: Wie könnte unsere “Regierung” den Bürgern am kommenden Wochenende glaubhaft verkaufen, dass sie nun zwar wieder die sehnlichst vermisste D-Mark zurückerhalten, sie aber gleichzeitig auf alle vorhandenen Euro-Guthaben oberhalb von x.000 € pro Nase verzichten müssen? Man nennt diese gemeine Falle zu Neudeutsch übrigens “Haircut”.

Besonders hinterhältig wäre eine solche Reform zum jetzigen Zeitpunkt, weil die meisten Menschen nicht das Geringste davon ahnen. Bei der letzten echten Währungsreform im Jahre 1948 erahnten jedoch schon viele Menschen das Kommende und fast jeder Händler, der etwas zu verkaufen hatte, hielt seine Waren möglichst bis zu diesem Zeitpunkt zurück, da der “Tausch” von Gütern gegen neues, werthaltigeres Geld, die D-Mark, natürlich mehr Sinn machte, als sie gegen das damalige wertlose Auslaufmodell Reichsmark einzutauschen.

Die Situation heute ist damit kaum vergleichbar. Weder herrscht irgendwelche Warenknappheit – außer neuerdings bei Edelmetallen – noch geht der normale Bürger von einer Währungsreform aus. Käme diese nun tatsächlich von jetzt auf nachher, würde sie fast die gesamte Bevölkerung einkalt erwischen.

Falls der vermutete Termin 16. Mai 2010 stimmt, dann ist nur noch sehr wenig Zeit für die letzten Vorbereitungen. An das Auflösen von Lebensversicherungen oder das Loswerden von Schulden und Immobilien, ist nicht mehr zu denken. Einzig den Keller können Sie sich noch mit Lebensmitteln vollpacken oder vielleicht auch noch eine schon länger geplante Investition tätigen – sofern diese nicht gerade den Kauf eines Riesenfernsehers oder sonstigen Konsumunsinn betrifft.

Wer es schafft, noch ganz kurzfristig an sein Erspartes zu kommen, der sollte dieses dafür nutzen, seine Schulden zu tilgen, denn Schulden behielten schon bei der letzten Währungsreform einen höheren Nennwert als Sparguthaben. Wer glaubt, dass es jemals “Reformen” – welcher Art auch immer – gab und geben wird, die tatsächlich allen Bürgern zugute kommen, der muss schon sehr naiv und blind sein.

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Tetanus stellt für die meisten Eltern das Schreckgespenst schlechthin dar und ist auch in impfkritisch eingestellten Familien in der Regel die letzte Impfung, die fällt. Tatsächlich sind jedoch weder Nutzen noch Unbedenklichkeit der Impfung jemals belegt worden. Im Gegenteil: Jahr für Jahr werden allein in Deutschland Hunderte von Impfkomplikationen und im Durchschnitt 15 Todesfälle - vor allem von Säuglingen - gemeldet, ohne dass die Behörden aktiv werden.

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Häufig wird auch die Befürchtung geäußert, dass mit einer solchen Umstellungsaktion unser empfindliches Versorgungssystem ins Stolpern oder gar zum Stillstand gerate könnte, da vielerorts keine Lagerhaltung mehr stattfindet. Bis sich der normale Im- und Export oder auch nur der Großhandel an die neuen Umstände angepasst hat, können etliche Tage oder noch viel längere Zeiträume vergehen. Ruckzuck erleiden dann unsere Supermärkte vielfach Angebotsengpässe.

Sie sollten sich daher an für Sie lebenswichtigen Dingen einen Vorrat zulegen. Neue Währung hin oder her, so etwas macht grundsätzlich Sinn. Da die Masse der Menschen nichts davon ahnt, was möglicherweise auf sie zukommt, können Sie die vermutlich nur noch wenige verbleibende Zeit trotzdem in Ruhe zum Einkaufen nutzen.

Sinnvoll für alle Spätzünder, die jetzt keine Chance mehr haben, an ihre angelegten Gelder zu kommen, sind zumindest ein paar Einkaufswägen voll mit etwas länger haltbaren Lebensmitteln und Verbrauchsgütern. Für das volle Programm oder eine letzte Weltreise ist es dagegen zu spät – vorausgesetzt, es geschieht tatsächlich genau jetzt das Undenkbare.

Ein Trick für nicht umtauschbares, weil über der Umtauschgrenze liegendes Bargeld, wäre der Einkauf im nahen Euro-Ausland nach der D-Mark-Einführung. Falls Österreich und Frankreich nicht gleichzeitig eine Währungsreform durchführen, wird dort natürlich weiterhin der Euro als Zahlungsmittel gelten. Vielleicht freuen sich auch die Polen über ein paar Euros. Die Schweizer dagegen dürften beim Anblick Ihrer Euro-Banknoten nur müde lächeln.

Daher: Wer viel Geld auf der Bank hat, sollte dieses noch rechtzeitig abheben. Nach der Umstellung mit “Haircut” ist es zu spät. Falls alle Stricke reißen, kann man es immer noch wegwerfen – oder per Post nach Griechenland schicken. Egal wann der Währungsschnitt nun kommt, Bargeld lacht.

Sollte das kommende Wochenende jedoch ohne Währungsreform verstreichen, heißt das noch lange nicht, dass dieses Thema vom Tisch ist. Im Gegenteil. Wir müssen dann fortlaufend damit rechnen, dass es irgendwann geschieht, zu groß sind inzwischen die Probleme unseres Finanzsystems und die der anderen Euro-Länder. Außerdem würden immer mehr Menschen davon Wind bekommen bzw. ihr Gefühl würde sie entsprechend beeinflussen, denn diese gigantischen Summen an frischem Rettungsschirmgeld können nicht gesund sein, das spüren die meisten.

Fühlt es sich nicht seltsam an, wenn man der hinterhältigen Willkür einer “Regierung” ausgesetzt ist, von der man weiß, dass sie nicht im Sinne des Volkes agiert, welches sie erwartungsvoll gewählt hat? Wir sind vollständig davon abhängig, was diese Marionetten in Berlin entscheiden. Mit welchem Recht geschieht das alles, fragen sich viele.

Was kann man tun? Ändern Sie einfach Ihre Prioritäten, spielen Sie nicht mehr mit. Stellen Sie den unnötigen Konsum ein, denn auch ohne iPhone, iPad, Großbild-Fernseher, Leasing-Neuwagen, Hugo Boss-Klamotten, Strand- und Skiurlaub jedes Jahr lebt es sich in unserem Land mehr als gut. Diese ganzen Luxus- und Dekadenz-Produkte lenken nur von eigentlichen Lebenssinn ab. Brauchen Sie das wirklich alles?

Wenn Sie diese Dinge hinter sich lassen können, sich an der Natur erfreuen – leider wird sie jedoch nicht wärmer – sich um Ihre Mitmenschen kümmern und die Zeichen der Zeit erkannt haben, dann wird sie auch keine Währungsreform noch sonderlich beeindrucken oder gar aus der Bahn werfen können. Haben Sie ruhig Mut zur Bescheidenheit.

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64 Kommentare

  1. am 12. Mai 2010 um 00:46 1 otto

    Ich komme in zwei Wochen nach Deutschland und ich wundere mich schon seit einiger Zeit, ob ich ueberhaupt meine Rueckreise machen kann. Ich sagte schon vor Wochen zu meiner Frau, dass man eigentlich ein grosses Risiko eingeht, ueberhaupt ins Ausland zu Reisen, denn man koennte ja im Ausland Marooned (festsitzen) sein. Ich wundere mich schon, ob ich fuer meine kanadische Dollar ueberhaut etwas kaufen kann. Vieleicht habe ich ja noch Zeit meine Reise abzusagen.
    Was die Waehrung an geht, sollte es nicht eine neue DM geben, sondern eine neue Reichsmark, denn die BRD hat sich ja so schoen im Jahre 1990 aufgeloest. Eine BRD Mark kann es also nicht geben, denn die BRD exzistiert ja nicht mehr.

  2. am 12. Mai 2010 um 01:52 2 otto

    Ich sehe hier so gerade, dass man Helmut Kohl mit Krieg gedroht hat, wenn er die Einfuhrung des Euros ablehnt.

    http://kehrusker.net/index.php...;Itemid=73

  3. am 12. Mai 2010 um 07:46 3 Steffen

    Ich empfinde es als beschämend und traurig zugleich für unser “demokratisches” Land, das man in einer Komediesendung wie Neues aus der Anstalt , besser über die allgemeine Lage informiert wird wie in der Tagesschau oder Tagesthemen

  4. am 12. Mai 2010 um 08:57 4 Jörg Domsgen

    Ein sehr informativer Artikel, dessen abschließenden Ausblick ich mich nur voll und ganz anschließen möchte. Nur der dem es nicht gelingt, sich aus diesem menschen- und naturfeindlichen System zu lösen, dem wird der kommende Umbruch welcher Art auch immer schwer zu schaffen machen. Die aber, die sich ihrer Wurzeln besinnen, die mit ihren vielleicht noch lebenden Vorfahren über die zurückliegenden Jahrzehnte, besonders die während und nach den Weltkriegen unterhalten, können aus deren Erfahrungen schöpfen und schnell feststellen, daß man mit sehr viel weniger sehr liebevoll und auch zufrieden mit seiner Familie leben kann. Allein die Gier wird Opfer fordern, wenn die nicht loslassen können.

    Auch Otto und Steffen haben es genau auf den Punkt gebracht.

    Lassen wir uns also überraschen – oder besser nicht! ;o)

  5. am 12. Mai 2010 um 10:30 5 angi

    @Steffen
    Da stimme ich absolut zu. Die Sendung …Neues aus der Anstalt…
    ist bei mir Pflichtprogramm. Denn jedesmal bestätigt sich meine Sicht der politischen Lage und der ganze Zusammenhänge und Vorgänge. Man ..muss… diese Sendung regelmäßig sehen, damit man die täglichen Nachrichten besser interpretieren lernt.
    Leider ist diese Satire über das Stadium des Amüsierens schon hinaus, weil man dort im den Nagel auf den Kopf trifft. Deshalb kann ich darüber auch nicht mehr lachen, weil die Sendung leider ausdrückt was tatsächlich passiert und es nicht mehr nur Satire ist.
    Hier möchte ich den Darstellern mein allerhöchstes Kompliment ausdrücken.

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