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Blindes Vertrauen in die Obrigkeit – Lemminge bereit zum Untergang

Von Wahrheiten.org am 11. Mai 2010 | Kategorie Krise

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 | 9.673x gelesen | 32 Kommentare

© thbells / PIXELIO

An Börsenhändlern und Kleinanlegern erkennt man sie mustergültig: Die schier grenzenlose Obrigkeitshörigkeit.

Den Menschen wurde das eigenständige Denken und Handeln längst abtrainiert. An deren Stelle stehen nun Glaube und Hoffnung in Regierungen und “Experten”, die großteils gar nicht wissen, was sie da tun und zudem auch keine Chance mehr haben, das System an sich zu retten.

Letztlich bleibt den Oberen nur noch eines: Hinauszögern, so lange es geht. Doch die Zeit wird knapp.

Man könnte die derzeitige Situation am besten mit folgendem Bild vergleichen:

Auf dem Hof vor einem 10stöckigen Wohnhaus, dessen Dachstuhl lichterloh in Flammen steht, rennen die Bewohner wie wild umher. Sie schreien nach der Feuerwehr, nach Feuerlöschern, nach Hilfe und Rettern.

Plötzlich erscheint der Bürgermeister und ruft ins Megafon: Bitte Ruhe meine Damen und Herren, die Feuerwehr ist unterwegs und wird den Brand sofort unter Kontrolle haben. Keiner muss sich Sorgen um seine Wohnung und sein Hab und Gut machen.

Was passiert? Es kehrt schlagartig Ruhe ein, wir leben schließlich in Vollkaskohausen. Das Feuer breitet sich inzwischen immer weiter aus, längst brennt das obere Drittel des Hauses – dort oben ist nichts mehr zu retten. Doch im Vertrauen darauf, dass die Feuerwehr in Kürze eintreffen und das Haus vor der völligen Zerstörung retten wird, warten alle Bewohner geduldig. Einige sind sogar so blind im Vertrauen auf die Worte des Bürgermeisters, dass sie zwischendurch noch Einkaufen gegangen sind.

Und tatsächlich, der Bürgermeister hatte Recht, plötzlich ist das Martinshorn der Feuerwehr zu hören. Kurze Zeit später steht sie auf dem Hof. Ein kleines rotes Auto mit einer zehn Meter langen Leiter und einem Trupp von fünf Mann.

Auch jetzt noch vertrauen die meisten den Worten des Bürgermeisters, jedoch sind zwei Familien aus den unteren Stockwerken ins Haus gelaufen, um noch ein paar Gegenstände aus ihren Wohnungen zu holen, bevor das Feuer auch die letzten unteren Etagen erreicht.

Als die anderen realisieren, wie diese Bewohner noch ein paar Dinge aus dem Haus tragen, bricht Panik aus, doch niemand kommt jetzt mehr ins Haus, denn das Treppenhaus steht bis unten in Flammen.

So ähnlich steht es auch um den Euro, die EU und deren Bewohner, die Bürger. Die meisten Menschen vertrauen den Worten ihrer Regierungschefs, denn wem sollten sie auch sonst glauben? Etwa den “so negativen Krisenpropheten”? Die Regierung wurde schließlich von ihnen selbst gewählt. Daher gehen sie eigentlich zu Recht davon aus, dass diese auch ihre Interessen vertritt.

In unserer über Jahrzehnte aufgebauten Vollkasko-Gesellschaft wurde uns jedoch von Geburt an das Abgeben jeglicher Verantwortung eingetrichert. Dafür gibt es “Volksvertreter”, Versicherungen und staatliche Vollversorgung. Egal was geschieht, man kann sich scheinbar gegen alles absichern und für den unerwarteten Rest tritt dann der Staat in seiner Allmacht ein. Manche dieser Sicherungsmaßnahmen erfüllen durchaus ihren Zweck, denn der ursprüngliche Gedanke einer gemeinschaftlichen Vorsorge auf Gegenseitigkeit, bewahrt den Einzelnen im Unglücksfall vor Schlimmerem. Denken Sie beispielsweise an eine Haftpflichtversicherung oder einfach nur an einen Feuerlöscher.

Leider führte dieser Weg in die falsche Richtung. Es gibt heute nichts, was man nicht auch versichern könnte. Einzig gegen Korruption und Lügen gibt es noch keine Versicherung, dabei wäre das ein echt innovatives Angebot.

Nun, schlussenendlich entrinnt niemand der eigenen Verantwortung, denn das was uns Regierungen und Versicherungen anbieten, ist fast immer nur Augenwischerei. Welch böses Erwachen wird es sein, wenn die Besitzer von Lebensversicherungen demnächst erkennen werden, was mit ihren jahrelangen Einzahlungen geschehen ist und sie erkennen, wohin dieses Geld in Wirklichkeit geflossen ist?

Richtig, sie werden wie gewohnt nach dem Staat rufen. Genau diejenigen, welche sie in diese Lage gebracht haben, werden sie um Hilfe bitten. Man kann es der Masse kaum verübeln, denn sie ahnt nicht, welches gemeine Spiel mit ihr getrieben wird. Außerdem ist das Vollkasko-Denken den jüngeren Generationen von Geburt als regelrechte Naturgesetzmäßigkeit anerzogen worden. Es gibt für sie also keinen Grund, dieses in Frage zu stellen, es ist ein essentieller Teil ihrer Lebensgrundlage.

Wo kämen wir denn hin, wenn die Menschen ihre Verantwortung selbst in die Hände nehmen würden? Eben. Daher war auch dieses Rettungspaket nötig, welches die EU-Regierungen in Panik am Wochenende geschnürt haben. börse.ARD.de berichtete dazu am 10.05.2010:

EU-Schutzschirm steigert die Börsenlaune

In der Not rückt man näher zusammen. Und die Not ist groß, es geht schließlich um das Überleben des Euro. Deshalb haben die EU-Finanzminister nun einen gigantischen Rettungsschirm für klamme Mitgliedsländer aufgespannt. Die Börsen versetzt das in euphorische Stimmung.

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Wo befinden wir uns, wenn der Human Resources Manager den City Call auf seinem Handy beendet und den Service Point anstrebt? Na klar: in Deutschland natürlich. Immer mehr Menschen sind genervt von der Anglizismenflut, mit der Werber, Firmen, Medien unseren Alltag und unsere Sprache überschwemmen. Weniger wäre mehr, sagt Wolf Schneider und fordert mit vielen guten Gründen zur Mäßigung auf. Dieses Buch ist eine entschiedene Liebeserklärung an unsere Muttersprache . gedacht für alle, denen sie nicht egal ist.

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Die Börsen selbst haben keine Stimmung, insofern ist diese Aussage irreführend. Aber die Menschen an den Börsen glauben eben der Obrigkeit. Es sind fast ausschließlich Menschen aus der Vollkasko-Generation, die auf solche “Zeichen von oben” warten und hoffen und wirklich fest daran glauben. Da kann die Hütte noch so brennen, die Zusicherung des baldigen Eintreffens der Feuerwehr genügt, um nicht nur die Angst vor dem Feuer zu beseitigen, nein, die Menschen gehen sogar los, um Farbe für ihre Wohnung zu kaufen, anstatt sich nach einer neuen Bleibe umzuschauen.

Es ist wirklich irre. Offenbar herrscht nicht nur blindes Vertrauen in die gesamte Obrigkeit, sondern auch die Dummheit vieler Menschen scheint grenzenlos zu sein. Vielleicht ist es auch die Gier, zumindest was die Trendumkehr an den Börsen betrifft. Anstatt die Gunst der Stunde zu nutzen, um sich aus dem brennenden Haus zu verabschieden, drängeln sich die Investoren um freie Wohnungen in selbigem.

Aber wie lange wird diese scheinbare Löschungaktion greifen? Den Fachleuten ist schon lange klar, das Haus ist nicht mehr zu retten. Lediglich ein kleines Hinauszögern ist noch möglich, doch der Glaube an die Fähigkeiten der Oberen scheint ungebrochen. Der Artikel des Spiegels vom 10.05.2010 demonstriert dies deutlich:

Das gigantische Rettungspaket der EU zeigt Wirkung: Der Dax schießt in der ersten Handelsstunde mehr als vier Prozent in die Höhe, der Kurs des Euro steigt. Kanzlerin Merkel sieht sich bestätigt: “Wir schützen das Geld der Menschen in Deutschland.”

[...]

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) lobte unterdessen das milliardenschwere Hilfspaket für klamme Euro-Länder. “Dieses Paket dient der Stärkung und dem Schutz unserer gemeinsamen Währung”, sagte Merkel am Montag in Berlin. “Wir schützen das Geld der Menschen in Deutschland.” Dieses Paket sei notwendig, weil es eine Attacke gegen den Euro gegeben habe. “Es ist einmalig in der Geschichte des Euro und der Europäischen Union.”

Was für eine Lüge! Nicht das Geld der Wähler wird geschützt, sondern nur der eigene Hintern, der Sessel, auf dem dieser ruht und die sonstigen Privilegien. In einem von Beginn an zum Scheitern verurteilten System wie unserer Finanzordnung von Attacke zu sprechen, ist ein unglaublicher Witz. Jedoch kann so auf einen scheinbar Schuldigen mit dem Finger gezeigt werden und am Ende ziehen damit Merkel und Co ihren Kopf ganz elegant aus der Schlinge.

Die Titanic sinkt, die Kapitäne wissen längst Bescheid, wollen aber die Massenpanik vermeiden. Doch das Einzige, was ihnen noch möglich ist, liegt in der Verzögerung des Offenbarwerdens des gesamten Ausmaßes dieser Katastrophe. Das Sinken des Schiffes an sich können sie nicht mehr verhindern. Man muss sich wirklich fragen, ob denen da oben das klar ist, denn was nützen die besten Verschleierungstaktiken, wenn das Undenkbare gar nicht aufgehalten werden kann?

Spätestens dann, wenn sich die Titanic ein letztes Mal aufbäumt und die Masse der Menschen ins eiskalte Wasser stürzen wird, ist das Spiel aus. “Rette sich wer kann” wird dann den Obrigkeitsglauben bis in die Grundfesten erschüttern. Oder auch nicht, denn die meisten Menschen kennen es gar nicht anders. Sie haben nicht gelernt zu schwimmen, weil sie darauf vertrauen, im Ernstfall einen Rettungsring zugeworfen zu bekommen. So ihre blinde Hoffnung.

Es ist traurig, dass wir tatsächlich an einen solchen Punkt gelangen müssen und die Menschen nur zu einem sehr geringen Teil aufwachen werden. Der Glaube an die Herrschenden der Welt, an die Macht der Obrigkeit, scheint wirklich völlig unerschütterlich zu sein. Er wird dazu führen, dass sich die Ertrinkenden an die ihnen zugeworfenen Rettungsringe aus massivem Eisen klammern werden. Die Aufschrift dieser Rettungsringe lautet übrigens “Neue Weltordnung”.

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32 Kommentare

  1. am 12. Mai 2010 um 11:50 26 Harold Graf

    Matthaeus 7,13:
    Gehet ein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis abführt; und ihrer sind viele, die darauf wandeln.

    Matthaeus 7,14:
    Und die Pforte ist eng, und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind ihrer, die ihn finden.

    Lukas 13,24:
    Ringet darnach, daß ihr durch die enge Pforte eingehet; denn viele werden, das sage ich euch, darnach trachten, wie sie hineinkommen, und werden’s nicht tun können.

    Auf welchem Weg befindest du dich?

  2. am 12. Mai 2010 um 12:23 27 Jochen

    25 Uta
    “Die Patriarchen schwörten deshalb auf ihre Hoden, um sich den früheren weiblichen Besitz zu sichern.”

    Das ist eine interessante Erklärung Uta. Etwas anderes dazu: Die Kampagne http://www.musterung.us befaßt sich mit der Frage, warum für die Bundeswehr bei all ihren Untersuchungen ihrer Zwangsrekrutierten und Gehirnamputierten die Hoden so von maßgeblicher Bedeutung sind, dass sie es unter keinen Umständen aufgeben will, den Männern daran herumzufummeln. Wenn man einen Mann erst einmal erniedrigt hat und ihm unter Zwang an die Hoden gefaßt hat, hat man ihn dann gänzlich in Besitz genommen? Sieht doch ganz danach aus, oder? Wie ist es ansonsten möglich, dass sich starke, ausgewachsene Männer von kümmerlichen Figuren die sich Vorgesetzte nennen, Befehle geben und sich für einen Grundgesetz widrigen Krieg einspannen lassen? Mit den Hoden muss also wirklich etwas sehr wichtiges verbunden werden. Es ist ein Tabuthema, dass aber nicht mehr lange eins sein wird. Siehe genannten Link.

  3. am 12. Mai 2010 um 14:40 28 Uta

    26 Harold
    Also, die Pforte oder auch ein Tor usw. war/ist ein Symbol der Vagina.
    Da gibt es nun enge und weite. Sicher, die enge ist vielleicht für manchen Mann wegen der größeren Reibung angenehmer.
    Da gibt es im Kamasutra eine Auflistung, wer zu wem paßt (Hase und Gazelle/ Hengst und Elefantenkuh usw.) Aber ich verrate Dir nicht, was ich bin.
    :)
    Hoffentlich wird das jetzt nicht gelöscht vom Betreiber. :)

  4. am 12. Mai 2010 um 14:58 29 Harold Graf

    >>>Da gibt es im Kamasutra eine Auflistung

    Der Einfluss des fernöstlichen Mystizismus

    Die okkulte Invasion

    Die unterschwellige Verführung von Welt und Christenheit
    http://www.haroldgraf.blog.de/...il-8561914

  5. am 12. Mai 2010 um 15:10 30 Uta

    27 Jochen
    “Es ist eine allg. Regel, daß die Angriffe einer Gesellschaft auf die männl. Jugend um so brutaler werden, je patriarchalischer sie ist.” S. 543 aus “Das geheime Wissen der Frauen”
    Ist es die Untersuchung an sich oder das diese vermehrt Ärztinnen durchführen?
    Wir Frauen gehen auch zu männl. Frauenärzten. Für uns ist das selbstverständlich.
    Wenngleich ich persönlich lieber zu einer Frau gehe. Muß ich zugeben.
    Ja, ich kann dazu weiter schwerlich etwas sagen, da ich kein Mann bin.

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