Ein Dankeschön an alle Solarzellenbesitzer – für die nächste Strompreiserhöhung
Ja, der Strompreis lag im Jahre 1970 tatsächlich bei unter zehn Pfennigen. Als dann im Jahre 1998 die Liberalisierung des Strommarktes begann, sanken die Preise erstmalig wieder über die folgenden zwei Jahre lang immerhin wieder auf den Stand von zehn Jahren zuvor. Doch dann begann der Anstieg von neuem und hält unvermindert an, so wie alle Energieträger seit zehn Jahren nur noch stark am Steigen sind.
Früher war die Werbung der Energiekonzerne noch ehrlich. Ich erinnere mich, dass ich in meiner Kindheit einmal an einem Preisausschreiben der EVS – Energieversorgung Schwaben – teilnahm. Nun mag es aufgrund der typisch schwäbischen Sparmentalität zwar absurd klingen, aber diese Schwabenfirma rief doch tatsächlich die Kinder dazu auf, ein Bild zu malen und einzusenden, auf dem möglichst viele Geräte gezeichnet waren, welche Strom verbrauchen.
Welchen Platz ich damals belegte, weiß ich nicht mehr, aber ich habe ganz stolz einen kleinen Preis erhalten. Nun, heute steht in jedem der Hausmagazine der großen Energiekonzerne nur noch etwas von Energiesparen, Umwelt- und Klimaschutz. Also völlig das Gegenteil von dem, was diese Konzerne eigentlich wollen: Immer mehr Umsatz durch mehr Energieverbrauch. Verkehrte Welt?
Naja, dieses Verhalten ist gar nicht so seltsam, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag. Mehr Stromverbrauch bedeutet nämlich auch, dass mehr Kraftwerke und immer leistungsfähigere Infrastuktur zur Energieversorgung benötigt werden. Das bedingt seitens der Versorger jedoch ständig hohe Investitionen, welche nicht sofort Rendite versprechen.
Aus diesem Grund ist es für diese Unternehmen viel lukrativer, lediglich die bereits bestehenden Kraftwerke zu erhalten – siehe die Diskussion um die vorzeitige Abschaltung von Kernkraftwerken. Der Stromverbrauch der Kunden sollte daher möglichst konstant bleiben, die Preise dürfen dagegen ständig steigen.
Versteckt hinter Steuern, zusätzlichen Abgaben und weiterem finanziellen Ökoterror, packen die Energieversorger auch immer eine kleine versteckte Erhöhung ihrer Marge mit hinein. Wir Kunden können dagegen nicht wirklich etwas unternehmen – außer noch mehr zu sparen.
Sicher, seit der Liberalisierung des Strommarktes kann man seinen Stromanbieter zwar wechseln, doch zum einen ist der Spareffekt aufgrund der immer geringeren Preisunterschiede inzwischen eher bescheiden und zum anderen bestimmen im Hintergrund die vier großen Energie-Riesen den Preis.
Unsere Lobbyisten-durchtränkte Regierung duldet seit fast zehn Jahren die Oligopol-Bildung durch EnBW, RWE, Eon und Vattenfall. Seitdem steigen die Preise für Strom wieder unaufhörlich. Selbstverständlich gibt es zwischen diesen Unternehmen keinerlei Preis- oder sonstige Absprachen, denn das ist schließlich verboten. Daher tun diese ehrlichen Unternehmen das natürlich auch niemals.
Bevor Sie jetzt aus Protest und Wut zu Ihrem Stromzähler in den Keller gehen, bedenken Sie bitte, dass Magnete nichts helfen und ein Aufbohren des Gerätes nicht gestattet sowie lebensgefährlich ist.
Die Stromkunden werden nach Strich und Faden durch die Energiekonzerne und die Regierung belogen, denn allein drei Gesetze brachten ihnen immer weiter steigende Stromkosten:
- Seit 1998 das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)
- Seit 1999 die Stromsteuer bzw. “Ökosteuer”
- Seit 2000 das Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG)
Allen drei Gesetzen liegt derselbe “Schutzgedanke” zu Grunde. Umweltschutz ist sinnvoll und wichtig, doch es geht hierbei nicht um Umweltschutz, sondern um verlogenen Klimaschutz und sinnlose Subventionen. Was halten Sie von dieser Meldung bei Stromtarife.com vom 21.03.2010:
Vattenfall: Zehn Prozent höhere Stromkosten?
Der Photovoltaik-Boom bringt die Strompreise zum explodieren. Der Stromanbieter Vattenfall erwartet nach eigenen Berechnungen, dass im nächsten Jahr die Strompreise um bis zu zehn Prozent steigen werden. Die „Berliner Zeitung“ vom Freitag hat Vorabinformationen bekommen, nach denen die geplanten Förderungskürzungen bereits in diese Kalkulation eingerechnet seien. Schuld an diesem zu erwartenden starken Kostenanstieg sei die hohe Anzahl von Solarkraftanlagen, die auch in den nächsten Jahren nicht abreißen werde.
Nach diesen Informationen wird der Strompreis pro kWh um 1,8 bis zwei Cent steigen, was sich bei einer Familie mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 3.600 kWh auf 70 € Mehrkosten pro Jahr auswirken wird.
Achtung, diese Erhöhung kommt schon alleine dadurch zustande, dass in 2009 mehr Solaranlagen als geplant auf deutschen Dächern montiert wurden. Anstatt insgesamt 4.000 Megawatt für die Jahre 2009 und 2010 zusammen, wurde bereits im letzten Jahr diese Zahl erreicht und für 2010 werden weitere 5.000 Megawatt erwartet.
Hoffen wir, dass es viel regnet und die Sonne nicht so stark scheint, denn je mehr diese auf Kredit finanzierten Solarzellen an Strom produzieren – wohlgemerkt nicht plan- und nicht speicherbar – desto teurer wird der Strom für uns alle.
Welche Kosten hierbei tatsächlich entstehen, hat der Spiegel am 19.03.2010 berechnet:
Was Solarstrom kostet
Im Jahr 2009 gingen in Deutschland Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von 3000 Megawatt ans Netz. Dies entspricht 3.000.000 Kilowatt. Pro Kilowatt liegt der durchschnittliche Stromertrag – konservativ gerechnet – bei 900 Kilowattstunden im Jahr. Die Vergütung laut Erneuerbare-Energien-Gesetz ist für 20 Jahre garantiert. Sie beträgt – je nach Anlagengröße – 32 bis 43 Cent pro Kilowattstunde. Im Durchschnitt sind es rund 36 Cent.
Um die tatsächlichen Mehrkosten des Solarstroms zu ermitteln, muss man von diesem Wert den Börsenpreis für konventionellen Strom abziehen. Aktuell liegt dieser bei etwa 5 Cent pro Kilowattstunde, in den kommenden 20 Jahren dürfte er um jährlich fünf Prozent steigen. Damit ergibt sich ein durchschnittlicher Börsenpreis von 9 Cent je Kilowattstunde. Die Differenzkosten pro Kilowattstunde belaufen sich damit auf 36 Cent minus 9 Cent, also auf 0,27 Euro.
Damit lässt sich folgende Rechnung aufstellen: 3.000.000 kW * 900 kWh/kW pro Jahr * 20 Jahre * 0,27 Euro/kWh = 14,58 Milliarden Euro. Mit anderen Worten: Die Verbraucher müssen in den kommenden 20 Jahren mehr als 14 Milliarden Euro zahlen – wohlgemerkt: nur für die Anlagen, die 2009 ans Netz gingen. In heutigen Preisen entspricht dies einer Summe von 10,4 Milliarden Euro (bei einer großzügigen Abzinsung von jährlich vier Prozent).
Die entscheidende Größe ist dabei der Zubau neuer Solaranlagen im Jahr 2009, also 3000 Megawatt. Setzt man statt dieser tatsächlich erreichten Menge den Wert ein, den der Bundesverband Solarwirtschaft in seinen bisherigen Planungen angegeben hat – nämlich 682 Megawatt -, so ergeben sich abgezinste Gesamtkosten von lediglich 2,4 Milliarden Euro. Das heißt: Im Vergleich zur ursprünglichen Prognose müssen die Verbraucher gut viermal mehr zahlen.
Das wird wohl in Zukunft jedes Jahr so weitergehen. Macht richtig Spaß, sich unter diesen Umständen die fast unzähligen Anlagen auf den Dächern der Nachbarschaft zu betrachten.
Vielen Dank, liebe Nachbarn, Dank eurer Gutgläubigkeit und euren fehlenden Taschenrechner-Kenntnissen dürft nicht nur ihr, sondern wir alle für Euren blinden “Glauben” mitbezahlen. Dabei wolltet ihr doch nur was für die Umwelt tun. Oder war es eher die Gier, mit Hilfe der Sonne viel Geld zu verdienen?
Immerhin, diese Nachbarn sind fast alles Schuldsklaven, da ihre strombringende Dachbedeckung auf Kredit finanziert ist. Somit sind die meisten von ihnen in Zukunft gestraft genug, wenn die Subventionen aufgrund des wahrscheinlich kommenden Staatsbankrottes komplett wegfallen werden. Denn dann erst wird offensichtlich, dass sich diese Anlagen finanziell und auch energetisch niemals rechnen können.
Photovoltaik- und Windstrom sind nach wie vor – und wohl auch für immer – nicht grundlastfähig, weil weder Wind noch Sonne 24h am Tag sowie völlig unvorhersagbar zur Verfügung stehen. In diese Technik zu investieren, insbesondere in dem Ausmaß, ist Unsinn und energiepolitisch sehr riskant. Doch Weitsicht kennt man in Berliner Regierungskreisen üblicherweise nicht.
Außerdem steht diese Energieform auf der Basis einer verlogenen Milchmädchenrechnung, denn es muss immer exakt die Kapazität an herkömmlicher Energieerzeugung vorgehalten werden, welche durch Wind und Sonne maximal produziert werden kann. Schließlich soll auch bei Bewölkung und Windstille der Strom weiterfließen.
Natürlich kommen jetzt die üblichen Aufschreie, dass doch die Kernenergie so gefährlich und teuer sei. Sie sei hochsubventioniert und die Endlagerkosten sowie die Versicherungskosten für einen GAU seien nicht miteingerechnet. Doch zum einen sind die tatsächlichen Schäden sehr fragwürdig und zum anderen sollten die Kritiker bedenken, dass wir aktuell nur wenig vernünftige Alternativen zur Verfügung haben.
Neben all den Umweltschutzdiskussionen, die man sicherlich führen kann und muss, geht es jedoch im Wesentlichen bei diesem Thema nur um die versteckte Abzocke. Wenn Sie nicht gerade die Voraussetzungen, das technische Können und das nötige Kleingeld für eine eigene Autarkie-Lösung besitzen, werden Sie sich der Preisdiktatur der Energieriesen leider nicht entziehen können. Es sei denn, Sie kommen ganz ohne Strom aus.
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http://www.spiegel.de/wirtscha...16,00.html
An der Strombörse in Leipzig wird die MW/h zwischen 30 und 60 EUR gehandelt.
Das kann sich hier
http://www.eex.com/de/
jeder anschauen und selber ein Bild davon machen.
Somit hätte ein Haushalt mit 4 Personen und einem Verbrauch von 6MW/h pro Jahr selbst unter der Annahme, dass nur Spitzenlaststrom abgenommen wird, eine Stromrechnung von ca. 360 bis maximal 400 EUR.
In der Realität sind es jedoch ca. 1200 EUR p.a. – also 300% Aufschlag auf den Einkaufspreis.
Früher waren solche Aufschläge unredlich und überzogen!
Und die Stromkonzerne würden den Strom an der Börse nicht verkaufen, wenn sie an den 60EUR/MW/h nicht auch noch Geld verdienen würden.
Somit ist die Sache mit den Solarzellen eher im Bereich “Blendgranate” und “Nebelkerze” einzuordnen.
Und jedes Mal, wenn ein Unternehmen mit zweistelligen Umsatzrenditen aufwartet, weiß man, dass die Kunden ein ganzzahliges Vielfaches der Herstellungskosten bezahlen. Bitte da auch die Geschäftsberichte zu Rate ziehen.
- wir wollen nicht vergessen , daß die GRUENEN hier besonders Herr Tretin , diese Kosten Solarmaschine zu verantworten haben !
- es lebe die Volksverdummung -
- mein Nachbar hat jetzt auch voller Stolz eine Anlage auf seinem DACH
( oder im Gehirn ) ?
Was soll diese Hetztirade? Das wird doch nur von den Konzernen lanciert, um eine Ausrede für die nächste Preiserhöhung zu haben!
Da werden wieder mal Leute aufeinander gehetzt, diesmal Solarzellenbezahler und Solarzellenbesitzer, dieser Mechanismus ist doch bekannt!
1. Auch Semmeln beim Bäcker sind seit 1970 teurer geworden: von 10 Pf. auf 40 ct, also doppelt soviel wie Strom.
2. Der Umlageanteil am Strompreis ist nur ca. 1 ct. je kWh.
Daß man durch Solarzellen nicht einfach Kraftwerke abschalten kann, haben inzwischen die meisten kapiert.
Fehler muss man berichtigen, absolut einverstanden. Erste Korrekturen sind gemacht, die Förderung für Freilandanlagen ist gestrichen und die für Dachanlagen kräftig reduziert worden.
Die Inflation tut ein weiteres, ein Inflationsausgleich ist bei der Einspeisevergütung absichtlich nicht eingebaut.
Hallo,
nicht schimpfen wechseln.
Ich habe mich für die Energen Süd entschieden.
Hier zahle ich 4 Cent weniger für die KW/h.
Schaut Euch einfach mal die website an.