Säbelrasseln im mittleren Osten – Brennt die Zündschnur für den Krieg bereits?

© Oliver Haja / PIXELIO

Schon vor zwei Jahren gab es Anlass zu Befürchtungen eines schnell nahenden Krieges im Iran. Gegenwärtig spitzt sich die Situation noch bedrohlicher zu als damals.

Bedeutet das laute Trommeln jedoch wirklich akute Gefahr oder soll damit der jeweilige Feind eingeschüchtert werden? Hunde, die bellen, beißen nicht heißt es. Allein wir wissen leider nicht, wer denn nun Hund ist und wer nicht.

Erinnern Sie sich noch an den Irak-Krieg 2003 und seine offizielle Begründung? Saddam Hussein besaß angeblich Massenvernichtungswaffen. Es wurden nie welche gefunden. Dennoch genügte allein diese Lüge, den Angriff anzuzetteln und zu rechtfertigen. Dass sich diese Behauptung hinterher als falsch erwiesen hat, interessierte im Nachhinein kaum jemanden, den Medien sei Dank.

Nun ist der Iran an der Reihe. Es gibt dieses Mal jedoch leider ein kleines Problem: Der Vorwurf gegen den Iran lautet, er wäre bereits jetzt bzw. in naher Zukunft in der Lage, Atomwaffen herzustellen. Im Gegensatz zu den Unterstellungen gegen den Irak werkelt der Iran tatsächlich mit Kernenergie herum, was also den Angriffsbefürwortern in die Hände spielt – völlig egal, ob der Iran tatsächlich nukleare Bomben baut oder nicht.

Wir werden jedoch von den potenziellen Aggressoren gegen den Iran sicherlich keine derartigen Aussagen hören wie:

“Gut, beim Irak haben wir damals zwar gelogen, aber der Iran hat tatsächlich Atomwaffen. Dieses Mal stimmt es wirklich, was wir behaupten, ganz ehrlich. Bitte glauben Sie uns!”

Interessant ist die Aussage des iranischen Präsidenten Ahmadinedschad, welche Telepolis am 15.02.2010 veröffentlichte:

Am Freitag sagte Ahmadinedschad einem russischen Sender, dass die Zeit der Atombomben vorbei sei. Atomwaffen seien inhuman, die Welt müsse atomwaffenfrei werden. Das hatte auch US-Präsident Obama gesagt, aber dies nur als langfristiges Ziel genannt, vorerst müssten die USA weiter einsatzfähige Atomwaffen besitzen. Auch wenn die USA, so Ahmadinedschad Atomwaffen besitzen, würden sie nicht im Irak und in Afghanistan siegen. Und an Obama gewandt meinte er: “Wer behauptet, gegen Atomwaffen zu sein, sollte erst einmal die eigenen Atomwaffen abrüsten, um zu beweisen, dass er es ernst meint.”

Nun richtig, es ist schon eine typisch amerikanische Anmaßung, dass man zwar Wasser predigt, aber selbst nur Wein verkostet. Andererseits gibt es wenig Anlass dazu, Ahmadinedschads Aussagen Glauben zu schenken. Zum einen werden ihm jüdische Wurzeln unterstellt und zum anderen zeigt er durch seine Satanszeichen, zu welcher Gruppe er gehört. Er entlarvt sich damit als Mitspieler der weltweiten okkulten Elite. Derartige Symbolik machen diese Leute nicht zum Spaß.

Die Schreibe der Presse stützt definitiv die Vermutung, dass ein Krieg gegen den Iran öffentlich legitimiert werden soll. So schrieb die Welt am 12.02.2010:

Zeit für den Regimewechsel

Es war eine gespenstische Szene. Während der iranische Präsident vor seinen Anhängern und der herangekarrten internationalen Presse am Teheraner Asadi-Platz verkündete, der Iran sei nun ein “Atomstaat”, machten seine Schergen wenige Straßen weiter Jagd auf Oppositionelle, die “Tod dem Diktator!” riefen.

US-Außenministerin Hillary Clinton haut ebenfalls auf die Diktatur-Trommel laut Reuters vom 15.02.2010:

Clinton sieht Iran auf dem Weg in die Militärdiktatur

[...]

“Wir glauben, dass die Regierung des Iran, der Oberste Führer, der Präsident, das Parlament verdrängt werden und dass der Iran sich auf eine Militärdiktatur zubewegt”, sagte Clinton.

Wenn das keine eindeutige Legitimation für eine Intervention gegen den Iran ist – Clinton spricht zwar von Sanktionen, aber man versteht ihre eigentliche Botschaft. Auf der anderen Seite äußerte US-Generalstabschef Michael Mullen laut dpa in der Süddeutschen am 15.02.2010:

“USA haben bedenken gegen Angriff auf Iran”.

Was soll man glauben? Ob die USA zur Zeit noch stark genug sind, sich eine weitere und dazu noch so große Front aufzubauen, ist sehr fraglich. Möglicherweise spielen sie absichtlich mit dem Feuer und versuchen, den ganzen mittleren Osten gegeneinander aufzuhetzen. Es gibt aktuell sehr viel Bewegung in der gesamten Region.

Betrachten Sie beispielsweise Syrien und den Libanon. Die Deutsche Welle sprach am 12.02.2010 vom “Ende der Eiszeit zwischen Syrien und Libanon”:

Fünf Jahre nach dem Anschlag auf den libanesischen Ex-Premier Al-Hariri hat sich das Verhältnis zwischen Syrien und dem Libanon verbessert: Es kommt zu ersten symbolträchtigen Besuchen, Botschafter werden ausgetauscht.

Die Türkei verärgert die EU mit ihrer Grenzöffnung in den Nahen Osten, wie die Welt am 11.02.2010 titelte:

Ankara hebt die Visumpflicht für mehrere Länder des Nahen Ostens auf, darunter Syrien und Libyen. Für die Harmonisierung mit der EU ist das ein Rückschlag. Denn über die Türkei reisen schon jetzt zahlreiche illegale Migranten in EU-Länder ein. Die Entscheidung ist nur ein Beispiel für einen neuen Konfrontationskurs.

Muttersöhnchen - Gender Confusion - wie soll man seinen Sohn erziehen?

Witzig und fesselnd seziert Silke Frink die Befindlichkeiten einer Generation, die alles hat, alles bekommt und selbstverständlich alles richtig macht . natürlich auch dann, wenn der Zeitpunkt der Fortpflanzung gekommen ist. Erst viele Jahre später wird sich zeigen, ob wirklich alles so gut gelaufen ist. Dominante Mütter, abgeschreckte Väter, herrische Kindergärtnerinnen und Lehrerinnen . das Ergebnis ist oftmals ein Sohn, nur lebensfähig unter der aufopfernden Hege einer perfekten Mutter, der Gender Confusion sei Dank.

Ebenfalls mit dem Thema Visum spielt Muammar al-Gaddafi, Staatschef von Libyen. Er verhält sich wie eine beleidigte Leberwurst gegenüber der EU. Im Spiegel wurde am 15.02.2010 von einem Streit zwischen der Schweiz und Libyen gesprochen:

Hintergrund ist offenbar der schwelende Streit mit der Schweiz. Ein Sprecher des italienischen Außenministeriums sprach von einer Vergeltungsmaßnahme für die Entscheidung der Eidgenossen, eine Liste mit über 180 von einem Einreiseverbot betroffenen Libyern zu veröffentlichen. Libyen und die Schweiz liegen seit fast anderthalb Jahren im Dauerstreit.

Auch wenn es sehr nach Kindergarten klingt, dieses Verhalten ist höchst seltsam. Es ergibt rational keinen Sinn. Aber hier ist ebenfalls eine Gemeinsamkeit zu finden, nämlich die Feindschaft des Landes mit Israel. Überhaupt dreht sich in Wirklichkeit so gut wie alles nur um Israel. Wenn man genau hinschaut, erkennt man es überall beim Lesen zwischen den Zeilen.

Was passiert, wenn man die Länder um Israel herum absichtlich in Wut versetzt, sie gegeneinander oder speziell gegen Israel aufhetzt?

Sogar Russland ist involviert, wie man der Meldung vom 15.02.2010 von israel heute entnehmen kann:

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu musste einige Stunden vor seinem Abflug nach Moskau harsche Töne seitens des russischen Außenministers Sergey Lavrov hören, der sich in Mittelamerika befindet. Lavrov findet die Situation im Nahen Osten alarmierend und schlug deshalb ein dringendes Treffen des Quartetts vor.

Konkrete Drohungen gegen Israel kommen laut Die Jüdische vom 15.02.2010 aus Syrien:

Kein gewöhnlicher Krieg

Der syrische Außenminister Walid Moallem sagte jüngst: “Ihr wisst, dass der Krieg diesmal bis in eure Städte gelangen wird.

Hier könnte sich fast so etwas wie ein “Jeder gegen Jeden” formieren. Wirft nun irgendwer – z.B. die lieben Amerikaner aus sicherer Entfernung – ein brennendes Streichholz in die Region, beginnt das mit Benzin getränkte Stroh in einer Explosion zu brennen.

Nicht jeder Krieg, schon gar nicht größere oder weltweit reichende Konflikte, kündigen sich offiziell vorher an. Wir könnten durchaus morgens aufwachen und im Radiowecker von einer Katastrophe hören, welche eine ganze Reihe von Ländern betrifft. Über Nacht stünden Teile der Welt in Flammen.

Nicht minder erschreckend sind Prophezeiungen der Bibel über dieses Szenario. Einmal ist explizit von der vollständigen Zerstörung der syrischen Stadt Damaskus die Rede. Des weiteren wird ein Krieg zwischen Israel auf der einen und Jordanien, Libanon, Gaza und Syrien auf der anderen Seite vorausgesagt.

Den größten Konflikt wird es laut Prophetie jedoch zwischen Israel und einer Koalition von muslimischen Staaten unter Führung von Russland geben. Und hier finden wir den Iran wieder, der bekanntermaßen sehr enge Kontakte zu Russland pflegt. Die muslimische Koalition werden vermutlich die Länder Iran, Zentralasien, Libyen, Türkei und Sudan darstellen.

Ganz offensichtlich brodelt der Kessel in der ganzen Gegend und uns bleibt nichts anderes, als aufmerksam zu beobachten, wer wann mit wem über was spricht und verhandelt. Dennoch, es wird uns garantiert ziemlich überraschend treffen, wenn der Funke das explosive Gemisch entzündet. Ob es uns ebenfalls betreffen wird? Hoffen wir es nicht.

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Literatur zum Thema Politik

184 Kommentare

  1. am 23. Februar 2010 um 09:25 176 witok

    Die beständigste, mächtigste, brutalste Militärdiktatur des 20./21. Jhd. ist bislang mit knapp 100 Jahren und geschätzten 100 Millionen verursachten Morden die USA mit ihren Vasallen.

  2. am 23. Februar 2010 um 10:21 177 GHH

    zu 164 marc
    “Ja es ist schwer bis fast unmöglich das herauszulesen was es bedeuten soll?”
    Genau. So ist es. Das ist “normal.” Es hat seinen Grund im hundertfachen Abfall der Kirchen und Gemeinden vom Wort Gottes. Jeder/jede macht daraus, was er/sie will. Dutzende von Beispielen hier im Blog. Es ist ein Chaos, ein geistliches Babylon (Durcheinander). Du kannst dich nicht allein zurecht finden. Unmöglich. Darum habe ich dir den link angegeben. Du kannst nur der göttlichen Autorität folgen heute und mußt sie erkennen. Wenn du das für “zu prophetisch” hältst (deine Worte), dann hättest du auch Jesus Christus als “zu prophetisch” abgelehnt, denn Er war der Gott aller Propheten der Bibel und selbst ein PROPHET.
    ————————–

  3. am 23. Februar 2010 um 10:28 178 GHH

    zu 175 & 177
    Etwas zum Nachdenken… Derjenige hier im Blog, der am Schlimmsten gegen William Branham ausgeschlagen und behauptet hat, er sei vom teufel, wo sitzt er jetzt?
    Darüber sollte jeder hier sehr ernsthaft nachdenken.
    ————————————————————

  4. am 23. Februar 2010 um 11:05 179 GHH

    zu 176
    Fügen wir noch einen weiteren Aspekt hinzu…
    ————-
    “Es hat noch nie ein Land gegeben, außer die aktuellen, deren Geschichte sich noch zeigen muss, das nicht zahlungsunfähig wurde, zusammenbrach, Pleite machte, verschwand, zerfiel, kapitulierte oder auf irgendeine andere Weise umfiel und starb. Die einzige Frage ist, wann und wie es passieren wird,”
    …………………….
    schreibt Bill Bonner heute in seiner Kolumne.
    Bill Bonner hätte Recht, wenn die US nicht einen geheimen Helfer haben würden. Und das ist der Vatikan in Rom. Er wird den US helfen und den ungeliebten Dollar stützen, wenn es soweit ist. Das wird er natürlich nicht umsonst tun.
    Er wird das von ihm gestohlene Gold sehr zielgerichtet einsetzen, nämlich um einerseits die Weltökonomie unter seine Kontrolle zu bekommen und andererseits alle gläubigen Christen zu verfolgen, die ihm nicht huldigen. Und die US werden seine Anweisungen ausführen.
    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

  5. am 24. Februar 2010 um 09:16 180 GHH

    INTERPRETATIONEN (1)

    Außer der Verschwörungstheorie mit den Bilderbergern im Zentrum und den versklavten Massen unter ihren Füßen gibt es seit längerer Zeit (so weit ich sehe) keinen weiteren Erklärungsversuch für den Ablauf der Weltfinanz- & Weltwirtschaftskrise.

    Wer sich mit diesen Dingen intensiver befaßt hat, wird einräumen müssen, daß die Quellen im Netz durchaus den Schluß nahelegen, daß sich ein roter Faden zieht von Anselm Rothschild & die Freimauerer über die französische Revolution, die WK I & II einschl. der FED und des IWF.

    Was diese Interpretation für christlich orientierte Zeitgenossen so attraktiv macht, ist die Tatsache, daß die 7-Tags-Adventisten (allen voran Prof. W. Veith) eben diese Quellen für ihre Ausdeutung der Offenbarung des Johannes nutzen.

    Auf diese Weise entsteht m.E. ein äußerst merkwürdiges Konglomerat (Gemenge) aus Versatzstücken der Bibel einerseits und weltlichen Verschwörungstheorien andererseits.

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