Weltwirtschaft wird bald stärker erkranken – Horoskope der Experten
Derartige Prognosen begegnen uns zur Zeit jeden Tag. Z.B. schrieb op-online.de am 16.08.2009:
Schockt Schweinegrippe bald die Weltwirtschaft?
[...]
Experten fürchten, dass sich die Grippewelle spätestens im Herbst global verschärft. Das könnte die Weltkonjunktur treffen. Auch die gerade aus der Rezession kommende deutsche Wirtschaft beobachtet als Exportweltmeister den Verlauf der Pandemie akribisch. Noch hat die Grippe nach Angaben des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) im Außenhandel kaum Schaden angerichtet.
Auch Bild.de hat am 10.08.2009 groß aufgemacht mit horoskopgleichen Voraussagen:
Virus schadet deutscher Wirtschaft
20 Milliarden Euro Schaden durch Schweinegrippe erwartet[...]
Augurzky rechnet wegen der neuen Grippe nicht mit einer Panik in der Bevölkerung. Die Menschen wüssten, dass in der Regel mit leichten Verläufen der Krankheit zu rechnen sei und die Schweinegrippe meist milder verlaufe als die saisonale Influenza. Dennoch werde es Einbußen beim Konsum geben, wenn Menschen während einer Erkrankung oder vorbeugend für mehrere Tage nicht auf die Straße gingen und öffentliche Gebäude, Kaufhäuser oder Verkehrsmittel mieden. „Das wird einen kurzfristigen Dämpfer geben“, sagte Augurzky.
Der kommende Konsumeinbruch hat also überhaupt nichts mit dem grundsätzlichen Fehler im Geldsystem und der gezwungenermaßen kommenden Totalzerstörung des Wirtschaftssystems zu tun, sondern einzig mit der Schweinereigrippe. Eine super Ausrede. Es kommt also wirklich so, wie vorhergesagt. Die Pseudo-Pandemie ist einfach nur dazu da, um uns gewaltfrei durch Angst zu Hause halten zu können und eine plausible Begründung für den Systemzusammenbruch zu haben.
Am 18.08.2009 schrieb dazu die süddeutsche:
Deutschlands Exportweltmeister-Titel gefährdet
[...]
Die Schweinegrippe könnte sich nach Einschätzung des DIHK in den nächsten Monaten zu einer Gefahr für den Export entwickeln. «Die bisher vor allem auf lateinamerikanische Staaten begrenzten Auswirkungen könnten rasch zu spürbaren Beeinträchtigungen für die Weltwirtschaft führen, wenn nicht überall höchste Hygienestandards eingehalten werden», sagte Nitschke.
Die Zeit hat diesen Zusammenhang zwischen Schweinerei und Wirtschaftseinbruch übrigens schon gleich zu Beginn der Schweine-Hysterie im April 2009 erkannt. Am 29.04.2009 schrieb sie:
Schweinegrippe
Ist der Welthandel bedroht?[...]
Es mag zynisch klingen, über die Auswirkungen einer Grippewelle auf die Weltwirtschaft zu spekulieren, während Menschen sterben. Dennoch geht eine Angst an den Börsen der Welt um: Könnte eine Grippe-Pandemie, ausgelöst durch das Influenza-Virus A/H1N1, die ohnehin von der Finanzkrise getroffene Weltwirtschaft weiter hinabziehen?
Eine These lautet: Sie kann, wenn auch nur kurz. “Pandemien können erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft haben – aber nicht auf Dauer”, sagt Boris Augurzky, Gesundheitsfachmann des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung in Essen. Der Ökonom hat untersucht, wie groß die wirtschaftlichen Schäden waren, die vergangene Pandemien verursacht haben. Sein Fazit: Zwar kann eine Pandemie das Wachstum der Weltwirtschaft kurzfristig um ein bis fünf Prozent drücken. Die Kraft, einen längeren Abschwung herbei zu führen, hat sie aber nicht.
Eine Verschwörung dahinter zu vermuten ist naheliegend aufgrund solcher Verlautbarungen. Es kann aber auch wirklich Zufall sein, dass die “Erfinder” der Schweinegrippe ursprünglich lediglich ihren Pharma-Umsatz ankurbeln wollten und der Nebeneffekt nun ist, dass diese geplante Pandemie für die Ökonomen den logischen Schluss zulässt, starke Auswirkungen auf die Wirtschaft zu haben. Wer weiß, es soll ja auch mal echte Zufälle geben.
Zwar gibt es auch gegenteilige Meinungen, dass die Pandemie keinen Einfluss auf die Wirtschaft haben wird, doch wenn es dann soweit ist, dann werden diese Meldungen verschwinden bzw. ausgeblendet.
Welt Online meinte dazu am 16.08.2009:
Die Grippe wird die Wirtschaft nicht groß schwächen
Die Historie zeigt deutlich: Pandemien haben der Konjunktur bislang kaum geschadet
Der Autor beschreibt aber dennoch Szenarien, wie solche “Krankheitswellen” die Wirtschaft beeinflussen, wenngleich nur von wenigen Monaten die Rede ist. Aber das würde doch schon genügen. In dem Moment, wo der angebliche große Ausbruch beginnt und der weltweite Laden zusammenklappt, ist der Zusammenhang ja für jeden Systemgläubigen ersichtlich.
Ob es aber nicht auch ohne Pandemie im kommenden Herbst zum Kollaps kommen wird, das ist die entscheidende Frage. So wie es aussieht, werden wir dieses Szenario nicht erleben, denn die Pandemie ist fest eingeplant – von wem auch immer. Wenn hinter all den kommenden Katastrophen wirklich ein perfider Plan steckt, dann spielt es keine große Rolle, was uns als die jeweilige Ursache verkauft wird.
Eigentlich ist es schon fast langweilig, wenn man weiß, was kommt und wie diese Ereignisse betitelt und begründet sein werden. Doch lieber ein langweiliges Leben in weiser Vorausschau, als in panischer Dummheit nur noch vor sich hinzuvegetieren.
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15Frank
Auch wenn der Verstand nur ein Werkzeug ist, benutze ich ihn ganz gerne – wenn ich aber nicht verstehe, um was es eigentlich geht, dann lass ich es halt. Auch nicht schlimm…
Genau das ist das Ziel! Nicht mehr versuchen verstehen zu wollen/müssen. Alle “Probleme” lösen sich auf. Man merkt, da war ja nie ein Problem, das Problem hat nur mein Verstand erzeugt! Der Verstand ist der Problemerzeuger, lösen kann er keines ohne nicht wieder ein neues zu erschaffen.