Müssen wir die Selbstzerstörung der Menschheit zulassen, um die Erde zu retten?

Nach Aussage von Ivan Illich ist die Menschheit zu dumm, um weiterzuleben. Dr. Stefan Lanka zitiert in seinem Video-Vortrag seine Gespräche mit dem „großen Analytiker“ Illich, der in seinem Denken weise Voraussichten erkennen lässt.

Es geht im Vortrag zwar nicht um das aktuelle Thema Schweinereigrippe, aber um das Thema Viren, HIV und Impfen. Da es diese Viren sowie allesamt nicht gibt, ist der Vortrag umso spannender in Bezug auf das aktuelle Geschehen. Video in neuem Fenster ansehenVideo gelöscht?

Dr. Lanka geht in seinem Vortrag zunächst auf seinen eigenen Werdegang ein –  man kann diesen eigentlich eher als den Weg seiner Erkenntnis betiteln. Irgendwann stolperte er bei seinen HIV-Nachforschungen über die Arbeit von Ivan Illich und wollte dann unbedingt in Kontakt zu ihm treten, was Lanka dann auch gelang.

Illich schrieb im Jahre 1975 das Buch „Die Nemesis der Medizin„. Betrachtet man sich einige Zitate aus dem Buch wird klar, dass Illich die Pharmamafia schon damals genau durchschaut hat:

Wollte man der Arzneimittel-Industrie die Schuld an der Medikamentensucht anlasten, so wäre dies ebenso unsinnig, als wollte man die Mafia für den illegalen Drogenkonsum verantwortlich machen. Die heutige Erscheinung des Überkonsums von Drogen – seien es wirksame Heilmittel oder Anodyna, verschreibungspflichtige Artikel oder Bestandteil der täglichen Ernährung, kostenlos verteilt, käuflich erworben oder gestohlen – ist nur als Folge einer Gesinnung zu erklären, die sich bisher in jeder Kultur entwickelt hat, wo der Markt für Konsumgüter einen bedrohlichen Umfang erreicht hat.

[…]

Ein professionelles, auf die Person des Arztes abgestelltes Gesundheitssystem, das sich über gewisse Grenzen hinaus entwickelt hat, macht aus drei Gründen die Menschen krank: es produziert zwangsläufig klinische Schäden, die schwerwiegender sind als sein potentieller Nutzen; es kann die politischen Verhältnisse, die die Gesellschaft krank machen, nur begünstigen – auch wenn es sie zu verschleiern sucht; und es nimmt dem Einzelnen die Fähigkeit, selbst zu gesunden und seine Umwelt zu gestalten. Die heutigen Medizinsysteme haben die Grenzen dessen, was erträglich ist, bereits überschritten.

[…]

Die Medizin ist ein moralisches Unternehmen und bestimmt daher zwangsläufig den Inhalt der Worte „gut“ und „schlecht“. In jeder Gesellschaft definiert die Medizin, genau wie Gesetz und Religion, was normal, angemessen oder wünschenswert ist. Die Medizin besitzt die Autorität, die Beschwerden des einen als legitime Krankheit zu etikettieren, den zweiten für krank zu erklären, obwohl er gar nicht über Beschwerden klagt, und dem dritten die soziale Anerkennung seines Leidens, seiner Schwäche und sogar seines Todes zu verweigern.

[…]

Diese Spielregeln verbieten natürlich, daß jemand aus dem Spiel ausscheidet und auf eigene Faust stirbt, ohne sich um den Schiedsrichter zu kümmern. Der Tod ist nur noch als sich selbst erfüllende Prophezeiung des Medizinmannes zulässig. Durch die Medikalisierung des Todes hat sich das Gesundheitswesen zu einer monolithischen Weltreligion entwickelt, deren Dogmen in Pflichtschulen gelehrt werden und deren ethische Regeln zur bürokratischen Restrukturierung der Gesellschaft eingesetzt werden: Sexualität ist mittlerweile Unterrichtsfach, und die gemeinsame Benützung eines Löffels ist aus hygienischen Gründen verpönt.

Diese Aussagen muss man gar nicht weiter kommentieren.

Was Dr. Lanka in seinem Vortrag berichtet, ist eine spannende Überlegung: Illich zögerte, nach anfänglicher Begeisterung, die Menschen über die Lüge AIDS aufzuklären, da er befürchtete, dass die Menschheit sich am Ende selbst umbringt – besser sie weiß nicht Bescheid.

Dr. Lanka hatte daraufhin einige Jahre mit sich selbst gerungen und sich dann aber doch dazu entschlossen, den Schritt nach vorne zu wagen. Ob er sein Ziel erreichen wird, ist ihm noch unklar. Und da können wir uns alle anschließen: Schaffen wir es, unser Ziel zu erreichen und ist das ein sinnvolles Ziel? Spannende Überlegungen wünsche ich.

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Literatur zum Thema Gesundheit

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8 Kommentare

  1. am 13. August 2009 um 15:12 1 Carroll

    Ich könnte jetzt buchempfehlungen geben, die aber eigentlich sinnlos sind, weil diejenigen die sie lesen sollten/müssten tun es sowieso nicht und die anderen ahnen sowieso, was drin steht.
    Ich tue es trotzdem.
    Wirklich zu empfehlen von Ivan Illich :

    Die Enteignung der Gesundheit / Medical Nemesis

    http://www.amazon.de/Medical-N...038;sr=8-1

    und noch besser :

    Robert S. Mendelsohn / Trau keinem Doktor: Bekenntnisse eines medizinischen Ketzers. Über die enormen Gefahren der modernen Medizin und wie man sich davor schützen kann

    http://www.amazon.de/Trau-kein...038;sr=8-2

  2. am 13. August 2009 um 15:23 2 Carroll

    Sorry, den Text unterhalb des Films hat mein Browser mir unterschlagen, warum auch immer.
    Da war sie ja schon, die Buchempfehlung.

  3. am 13. August 2009 um 18:16 3 Frank

    Mein Buchempfehlung ist dann:“Alles eine Frage von Bewusstsein“v.Daniel Ackermann.Darin wird erklärt,was der Sinn d.Schöpfung u.von Erfahrung ist.Wie Erfahrung funktioniert,warum es überhaupt etwas gibt(und nicht nichts)dass Angst,Trennung,Zeit u.Bedürfnisse Illusionen sind,die“Gott brauchte“,um eine Realität zu erschaffen,in der wir uns auf einer unbewussten Ebene erfahren können.Was der Unterschied zwischen Sein u.Erfahrung ist,warum wir eine unbewusste Schöpferebene sind,dass die Polarität unendlich sein muss,da sie ein Abbild der unendlichen Wirklichkeit ist,was als unser“Ego“ fehlinterpretiert wird,was wir wirklich sind, dass die“größte Falle“die(im Buch im Detail erklärte) „spirituelle Persönlichkeit“ ist,dass es“nur ums Gefühl“geht,warum nichts „falsch“ gemacht werden kann u.nie etwas“falsch“gemacht wurde,was Bewusstsein,Liebe u.Kraft für eine Bedeutung bei Transformation hat.uva.mehr.Lese es gerade wieder.Was mutmachenderes kenne ich nicht!Nicht mal d.Bibel oder Gespr.m.Gott!

  4. Kopp Verlag
  5. am 15. August 2009 um 18:01 4 Kryon

    Meine Buchempfehlung: Der Gott den es nicht gibt (Osho) erschienen im Allegria Verlag

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