Visionen einer neuen globalen Ökonomie – eine Wandlung von innen nach außen
Dr. Peter Reiter im Interview mit Stefan Roth, einem unabhängiger Berater für krisensichere Investments und Wertmetalle.
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Das Interview, welches im Radiosender Kanal Ratte übertragen wurde, dauert 60 Minuten und wird durch verschiedene Musikbeiträge bereichert.
Dr. Reiter hat im April 2009 ein Buch veröffentlicht, welches er bereits vor 2 Jahren begann zu schreiben, als noch nicht einmal ansatzweise von der jetzigen Krise die Rede war. Der Titel seines Buches heißt “Den Tiger reiten – Vision einer neuen globalen Ökonomie“.
Der Inhalt seines Buches ist in drei Teile gegliedert:
- Die 10 wesentlichen Kritikpunkte am heutigen System und Management.
- Die 10 wesentlichen Punkte einer neuen Ökonomie und deren Vision.
- Wie können sich Unternehmen und Unternehmer fit machen für die Zukunft.
Die Menschen besitzen laut Reiter nicht nur Profitgier und können sich auch ändern, sie streben von Natur aus nach Glück. Ein Hauptthema, die Welt zu verändern, sieht er im Bereich der Verantwortung. Wenn Mitarbeiter in Unternehmen Verantwortung übernehmen, dann entsteht eine Eigendynamik, bei der es kaum oder gar keine Kontrolle mehr braucht.
Im Grunde ist die Eigenverantwortung tatsächlich einer der Schlüssel, den die Menschen brauchen. Anstatt sich immer nur von oben bestimmen und lenken zu lassen, hilft Verantwortung, dass sich die Menschen selbst informieren und Entscheidungen treffen, die sie auch mittragen können, da sie die Konsequenzen selbstverständlich auch selbst erfahren.
Sei es das Thema Gesundheit, welches über die Neue Medizin von jedem Menschen ein eigenes Grundwissen abverlangt oder sei es die Überprüfung von Informationen, anstatt den Medien alles blind zu glauben – die Eigenverantwortung bringt es mit sich, dass jeder wie ein kleiner Unternehmer handelt. Nicht im Sinne, wie man am besten reich wird, sondern wie man am besten haushaltet und wirtschaftet.
Dr. Reiters Ansatz spricht unseren – großteils leider schon längst verschwundenen – gesunden Menschenverstand an. Anstatt Verantwortung zu übernehmen schiebt heute fast jeder in der Gesellschaft den Staat oder irgendwelche Regelungen vor, damit er selbst aus dem Schneider ist. Dass damit natürlich überhaupt kein Vorankommen mehr möglich wird, ist klar.
Alleine schon, eine weitreichende Entscheidung fällen zu können, ist für die meisten Menschen, inbesondere für angestellte Mitarbeiter in Unternehmen, ein Ding der Unmöglichkeit geworden. In Zeiten, in denen quasi alles versicherbar ist, was schief gehen kann, traut sich fast keiner mehr, ungesichert ein Risiko einzugehen. Die daraus folgende Trägheit und die Zeitverzögerungen durch stetiges Aufschieben von Entscheidungen sieht man im Grunde in jedem mittleren und großen Unternehmen.
Wir haben es gar nicht mehr im Blut, ein entscheidungsfreudiger Unternehmer zu sein, im Gegenteil, wir werden in unserem Schulsystem zu ja-sagenden Angestellten herangezüchtet. Wer sich diesem Gruppenzwang nicht unterordnet wird schnell als Querulant beschimpft. Dabei funktioniert der wesentliche Teil unseres Gesamtsystems doch nur noch, weil sich ein paar wenige nicht unterordnen, sondern ihre Ziele haben und umsetzen.
Wie sieht die Welt in 10 bis 15 Jahren aus, wenn sich tatsächlich ein solcher Umdenkprozess realisieren lässt? Dies beantwortet Reiter mit der Frage, ob es eher revolutionär oder evolutionär ablaufen wird. Er glaubt, dass sich die Wirtschaft in der Zukunft eher auf Qualität denn auf Quantität umorientieren wird, da ein konkurrierender Wettbewerb in einer immer vernetzteren Welt schwerer und schwerer werden wird.
Dr. Reiter stellt sich ebenfalls vor, dass in Zukunft weniger der materielle Reichtum für einen Unternehmerchef den wichtigsten Stellenwert besitzt, sondern dass vielmehr gute Produkte, zufriedene Kunden und glückliche Mitarbeiter zählen werden.
Ambitionierte Ideen und Visionen sind das, außerdem ein starker Glaube an das Gute in den Menschen. Hoffen wir, dass Dr. Reiter in der Gesamtrichtung Recht behalten wird.
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“Und sagen dem Mitarbeiter, du mußt machen was wir dir sagen. Worauf der Mitarbeiter meint, naja, ich mache nur das, was ich gesagt bekomme. Mehr nicht.”
Ein kaputtes System wieder ans Laufen zu bringen, das immer noch schlechter wird, das bringt nichts. Ich denke, es muss zuerst ein großer Knall kommen. Ein alltägliches Beispiel: Eine Station im Krankenhaus läuft menschlich u. Pflege mäßig sehr gut, dann wird ein neues Management eingesetzt, welches nur auf Profit aus ist. Leute werden entlassen, es wird umstrukturiert, die Pflege leidet darunter und schließlich geht die Menschlichkeit flöten. So macht die Arbeit keinen Spaß. Schwestern werden krank, tragen sich sogar mit der Absicht aufzuhören in dem Job. Der Gott Geld hat den Gott der Liebe ersetzt. Das ist das große Manko in der heutigen Gesellschaft. Wenn sich in dieser Richtung nicht bald eine Revolution ereignet und den Menschen das bewußt wird, dann geht alles vor die Hunde. Dabei wäre alles so einfach.
zu 6
Das heist doch der Gott Geld( El Schaddei)hat sich durchgesetzt.
Aber wir müssen zurück zum Gott der Liebe(Schöpfer, Jesus Christus) um alle wieder glücklich zu machen.
Das ist der Weg.Nicht mehr und nicht weniger.
Ich möchte die Aussagen von Mikel bestätigen. Er ist einer der wenigen, die mein Buch “Der Berufsjapaner” nicht lesen mussen, wenn es bzw. die Überarbeitung der nicht mehr erhältlichen ersten Auflage jemals fertig wird.