Zeit der vielen Nullen – Der Volks-Bailout und Beginn der Hyperinflation

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© Windrose / PIXELIO

Wir erleben gerade eine große Boomzeit für eine einzige Branche: Die Gelddrucker.

Wieviel Geld seit dem offiziellen Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise insgesamt weltweit gedruckt wurde, kann sicherlich niemand genau sagen. Es dürfte eine Zahl mit einem Dutzend Nullen sein: ??.000.000.000.000

Gesund ist das nicht. Doch scheinbar stört das niemanden, ganz im Gegenteil, jetzt kommen die “Volks-Bailouts”, die Grundlagen für eine brutale Hyperinflation.

Sind wir schon mitten im Wahlkampf? Oder bekommen die Politiker mächtig kalte Füße? Laut Handelsblatt vom 27.05.2009 bekommen wir nun “kulante Finanzämter”:

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hat von den Finanzämtern mehr Großzügigkeit gegenüber Unternehmern und Selbstständigen gefordert: Angesichts der Krise sollten die Beamten Anträge auf niedrigere Steuervorauszahlungen und auf Stundungen möglichst zugunsten der Antragsteller entscheiden.

Wer’s glaubt. Steinbrück geht in Wirklichkeit die Kohle aus, daher dürfte für uns alle nach der Wahl die Welt schlagartig ganz anders aussehen: Steuererhöhungen und neue Abgaben in schwindelerregenden Höhen werden folgen.

Doch nicht nur Steinbrück hat Geldprobleme, die Amis stecken schon viel tiefer drin. Ebenfalls im Handelsblatt vom 27.05.2009 wird von schlappen 50 Milliarden Dollar Steuergeldern für GM gesprochen, wirklich unglaublich, diese Beträge:

GM-Gläubiger stellen Weichen auf Insolvenz

Nun ist eine erste Vorentscheidung über die Zukunft des maroden Opel-Mutterkonzerns General Motors gefallen: Die Gläubiger des maroden Autobauers haben das Angebot zum teilweisen Schuldenverzicht abgelehnt. Eine Insolvenz gilt als sicher, nun muss der Staat entscheiden, wie es mit GM weitergehen soll. Die Aktie hat bereits deutlich reagiert.

[...]

Zur Rettung soll GM in der Insolvenz nach übereinstimmenden US-Medienberichten zu rund 70 Prozent vom Staat übernommen werden. Die US-Regierung werde dabei weitere Hilfen von rund 50 Mrd. Dollar (36 Mrd Euro) in den Hersteller pumpen nach bereits fast 20 Mrd. Dollar an bisher gestellten Krediten.

Zusammen sind das 70 Milliarden. Diese Zahl sieht so aus: 70.000.000.000. Und das nur für GM, für einen einzigen Autohersteller.

Also entweder wissen unsere Regierigen, dass das System sowieso bald beendet wird oder sie denken wirklich “nach mir die Sintflut” – dabei war die Sintflut ja schon.

Die Financial Times Deutschland bringt es auf den Punkt, denn vor einem halben Jahr noch wären derartige “Hinweise” in den – vollständig gesteuerten – Medien undenkbar gewesen:

Gestern Opel, heute Arcandor, morgen das ganze Land: Die Regierung spielt zurzeit Helfer in der Not.

Merkel und Steinbrück machen den “Spendengeldbeutel” auf und bieten jedem, der laut genug bettelt, staatliche Hilfen an. Wäre unser Volk doch nur nicht so eingelullt – die Menschen würden sofort durchschauen, dass diese “Staatsgelder” ihr ureigenstes Geld sind und dass damit niemand einfach so um sich werfen darf, nur weil er wiedergewählt werden will.

Dabei ist es nur schwer nachvollziehbar, was die Regierigen an der Macht hält. Eine so schwere Zeit haben wohl noch keine ihrer Regierungsvorgänger erlebt wie die, welche uns bevorsteht. Reizt sie die Herausforderung? Oder der Glaube daran, dass alles wieder gut wird? Oder springt da besonders viel raus für jeden? Versteht das jemand?

Und weiter geht’s, noch mehr Geld und noch mehr und noch mehr. Die Financial Times erneut vom 27.05.2009:

Mehr Geld für Bürger, Bauern und Betriebe

Versicherte, Landwirte und Unternehmer: Sie alle profitieren vom Bürgerentlastungsgesetz, das nun vom Kabinett beschlossen wurde.

[...]

Forderungen nach einem dritten Konjunkturpaket hat die Große Koalition immer zurückgewiesen. Doch jetzt sind mehrere Steuerentlastungen geplant, die sich insgesamt auf 12 Mrd. Euro belaufen. Größter Brocken ist die bessere steuerliche Absetzbarkeit von Vorsorgeaufwendungen, die durch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts erzwungen wurde. Doch haben Union und SPD dieses Bürgerentlastungsgesetz noch durch einige Bonbons für Unternehmen angereichert.

Der Versuch, die Steuerzitronen vor dem Auspressen freiwillig zur Zitronenpresse zu locken, ist durchschaubar und an Unehrlichkeit nicht mehr zu überbieten. Wer soll das Geld denn jemals wieder zurückbezahlen?

Wenn die BRD am Jahresende noch nicht bankrott sein sollte, dann sind ihre Schulden sicherlich auf 2 Billionen Euro angewachsen: 2.000.000.000.000. Allein die jährliche Zinslast für diese Schulden beträgt bei 5% überschlagen 100 Milliarden Euro. Pro Tag entspricht das schlappen 270 Millionen. 270.000.000 pro Tag an Zinsen, ohne Tilgung.

Hätte man die Absicht oder überhaupt die Möglichkeit, diese Schulden zu tilgen, dann kämen bei 1% Tilgung weitere 20 Milliarden pro Jahr dazu, macht pro Tag 55 Millionen.

Pervers? Nein, nur ungewohnt. Ihnen ist vielleicht aufgefallen, dass das Wort “Million” in den Medien nahezu verschwunden ist. Ein “Schlag den Raab” bringt gerade mal 3 Millionen. Was soll man damit angesichts der obigen Zahlen? Das Porto für den Versand der Schuldscheine bezahlen? Wir werden uns noch an ganz andere Zahlen gewöhnen in nächster Zeit.

Nur gut, dass wir laut Bundespropagandaministerium keine Inflation haben, so der aktienmarkt.net am 28.05.2009:

Deutschland: Inflation bei null Prozent

Gegenüber April sind die Verbraucherpreise im Mai voraussichtlich um 0,1% gesunken. Auf Jahresbasis dürfte die Inflationsrate damit bei 0% liegen. In den kommenden Monaten wird die Teuerungsrate wohl weiter fallen, im späteren Jahresverlauf aber wieder positiv werden.

Das ist ganz sicher richtig – wenn man daran glaubt, dass die Erde eine Scheibe ist.

Wäre da nicht die Realität, man könnte glatt in Versuchung kommen, den Lügnern oben zu glauben. Der Investor-Verlag zeigte am 27.05.2009 ein interessantes Chart und meinte dazu:

Es ist amtlich: Dollar-Geldmenge explodiert

[...]

Massiv steigende Geldmenge, gleichzeitig bleibt die Menge an Gütern und Dienstleistungen mehr oder weniger konstant. Für mich ist klar: Das führt früher oder später zu einer Inflation bzw. Wertverlust der Währung = des Dollars.

Derzeit steht in der breiten Finanzpresse allerdings eher das Gegenteil = Angst vor einer Deflation im Mittelpunkt.

Sehen Sie sich aber bitte diese Grafik an. Diese Masse an Milliarden neuen ins System gepumpten Dollars…

Mein Rat: Raus aus dieser Währung. Zumindest was Dollar-Konten und US-Staatsanleihen betrifft.

Auch Marc Faber widerspricht der offiziellen Aussage, so Boerse-Express am 27.05.2009:

Investor Marc Faber: US-Wirtschaft droht Hyperinflation

Die Preise könnten in einem Tempo zulegen, das nahe an die Entwicklung in Zimbabwe herankommt

Die USA steuern nach Auffassung des Investors Marc Faber unweigerlich auf eine Hyperinflation zu. Im Interview mit Bloomberg erklärte der Investor, Fondsmanager und Herausgeber eines monatlichen Börsenbriefs am Dienstag in Hongkong: “Ich bin 100 Prozent sicher, dass den USA eine Hyperinflation bevorsteht”.

Selbst der Focus, der mit seiner sonst belanglosen Medienarbeit klar den Propagandabereich abdeckt, schrieb am 04.05.2009:

Ein Berg Papier

Schon zweimal brachte eine Inflation die Deutschen um ihre Ersparnisse. Noch sinken die Preise, aber: Die Geldentwertung kommt!

[...]

Wirtschaft paradox. Während sich deutsche Kunden über lange nicht mehr da gewesene Preise freuen, richten sich Finanzprofis auf das genaue Gegenteil ein: eine Teuerung mit fatalen Folgen.

Also entweder haben die Autoren bei Walter Eichelburg abgeschrieben oder der Chefredakteur des Focus ist gerade im Urlaub – in solcher Deutlichkeit wird das Problem und die Folgen erläutert, dass vielleicht wirklich ein paar Focus-Leser verstehen, wie der Hase läuft.

Etliche Aufklärer unter den Lesern haben selbst bereits die Erfahrung gemacht, dass mehr Menschen zugeben, dass die Krisenpropheten wohl doch recht haben. Zwar führt das nur bei wenigen zum konkreten Handeln, aber immerhin ist das Bewusstsein, dass hier einiges nicht stimmen kann, am wachsen.

Vielleicht passiert ja noch der eine oder andere Fehler bei den ganzen Rettungen, der dann Teile der Wahrheit durchblicken lässt, oder die Steuerzahler kommen auf die Idee, selbst einmal den Taschenrechner in die Hand zu nehmen, um den Schwindel zu entdecken. Bald kommt das Sommerloch, das muss natürlich sorgsam gefüllt werden mit Brot und Spielen oder einer schlimmen Tragödie, damit die Menschen im inzwischen auf Kredit finanzierten Urlaub nicht auf dumme Gedanken kommen.

Wir laufen jetzt auf ein gigantisches Nullen-Problem zu. Im Finanzsystem genauso wie in der Politik, denn die richtig großen Nullen versuchen die Welt zu regieren. Aber was kommt dabei heraus, wenn man irgendetwas mit Null multipliziert? Alf würde sagen: “Null Problemo”.

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Literatur zum Thema

9 Kommentare

  1. am 3. Juni 2009 um 09:11 6 HaroldGraf

    >neue Generation mit neuen Perspektiven und in wirklicher Demokratie nach der weltweiten “Marktbereinigung” das Ruder übernehmen wird.

    Es wird keine wirkliche Demokratie geben. Das jetzige Lügensystem „Demokratie“ ist die letzte menschliche Gesellschaftsform. Demokratie ist auch nur eine Lüge und Menschenverdummung.
    Wer hinter der Demokratie steckt und was sie in Wirklichkeit ist er fährt man in der Videoreihe zur Offenbarung von Walter Veith Teil 1-21.
    „Revolutionen, Tyrannen und Kriege“ von Walter Veith
    http://video.google.de/videopl.....&hl=de
    http://forum.wahrheiten.org/vi.....14&t=6
    Psalmen 83,3: Denn siehe, deine Feinde toben, und die dich hassen, richten den Kopf auf.

  2. am 3. Juni 2009 um 12:29 7 Borg

    Der beste satz ist der, das die leute mal nen taschenrechner in die hand nehmen sollten, welcher taschenrechner kann mit so vielen nullen rechnen.

    GvBorch

  3. am 3. Juni 2009 um 13:02 8 HaroldGraf

    Die Politkasper in den Führungsriegen wissen sehr wohl was sie tun, aber das Volk will über die Lügenmedien ja auch beschäftigt werden.
    Schuldenbremse – Heute Besäufnis, morgen Entzug
    Die Bundesregierung erinnert stark an eine Versammlung von Alkoholikern, die sich heute noch einmal ordentlich besaufen – sich aber schwören, dass morgen, morgen alles anders werden soll. Künftig ist Enthaltung angesagt.

    http://www.wiwo.de/politik/heu.....ug-398708/

    Sprüche 12,6: Der Gottlosen Reden richten Blutvergießen an; aber der Frommen Mund errettet.

  4. am 3. Juni 2009 um 18:20 9 Jochen

    >Das jetzige Lügensystem „Demokratie“ ist die letzte menschliche Gesellschaftsform.

    Das wäre zu schön, um wahr zu sein!
    Aber vorher macht man aus der scheinbaren Demokratie noch eine “Demodiktatur”.

    >Demokratie ist auch nur eine Lüge und Menschenverdummung.

    Was müssen die meisten doch dumm sein? Sie glauben immer noch an dieses System. Wieso lassen sich die Menschen so gerne für dumm verkaufen und von anderen an der Leine halten? Schafe führt man gewöhnlich nicht an der Leine, man sieht sie jedenfalls nicht auf den Straßen. Da sehe ich nur Hunde an der Leine bei ihren Herr(s)chen(den). Hunden kann man auch einen Tritt in den Hintern geben. Sie jaulen zwar mal kurz auf. Aber dann kommen sie wieder zu ihrem Gebieter zurück gekrochen.

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