Aktuelle Ereignisse überschlagen sich – die Erde beginnt zu beben
Die Wirtschaft bricht mit immer größerem Tempo zusammen. Allen voran die Automobilindustrie. Nach GM geht es nun auch Opel sehr schlecht:
Der Kapitalbedarf der deutschen GM-Tochter ist offenbar größer als angenommen: Opel brauche Staatsgarantien in Höhe von 2,6 Mrd. Euro, hieß es aus Regierungskreisen. Konzernintern ist gar von 3,3 Mrd. die Rede – sonst könnte der Autobauer bald zahlungsunfähig sein.
Saab will sich von US-Mutter GM trennen
Flucht nach vorn: Der schwedische Autokonzern Saab meldet Insolvenz an und will sich vom US-Mutterkonzern General Motors lösen. Finanzhilfen von der Regierung in Stockholm gibt es nicht – eine Lösung könnte die engere Kooperation mit Opel sein.
Derweil krachen die Börsen: Dax rutscht in Richtung 4000 Punkte ab:
Anhaltendes Misstrauen gegenüber der krisengeschüttelten Finanzbranche hat den deutschen Aktienmarkt zum Wochenende tief ins Minus gedrückt. Der Dax verliert bis zum Xetra-Schluss fast fünf Prozent. Aktien der Hypo Real Estate befinden sich im freien Fall. Der Euro fällt zeitweise unter 1,26 Dollar.
Rezessionsangst belastet US-Börse – Dow auf 6-Jahres-Tief:
Sorgen über eine Ausweitung der Wirtschaftskrise und Spekulationen über die Verstaatlichung von US-Banken haben den Leitindex Dow Jones an der New Yorker Börse auf den tiefsten Stand seit Oktober 2002 gedrückt.
Der weltweit meistbeachtete Aktienindex verlor am Donnerstag 1,2 Prozent auf 7465 Zähler und sackte damit auch auf den tiefsten Stand seit Beginn der Finanz- und Kreditmarktkrise im Jahr 2008. Aktuelle Zahlen zum Arbeitsmarkt und zur Wirtschaftsaktivität hatten im Tagesverlauf auf eine weitere Verschlechterung der Lage hingedeutet.
Immer unglaublichere Löcher in den Bilanzen der Banken:
Hypo Real Estate: 600 Milliarden Euro Kredite außerhalb der Bilanz
Die HRE sitzt auf offenen Krediten, die nicht in der Bilanz aufscheinen. US-Investor J.C. Flowers bremst die Verstaatlichung. Er verlangt drei Euro je Aktie – soviel sei aber “das ganze Unternehmen nicht wert”.
Derweil brauen sich in Israel richtig schwarze Wolken zusammen. Nicht nur, dass ein rechtsgerichteter Kriegsliebhaber an die Macht kommt, gleichzeitig beginnt die Propaganda gegen den Iran:
171 Kilo vor Inspektoren versteckt
Der Iran hat offenbar bereits genügend radioaktives Uran für den Bau einer Atombombe. Das berichtet die “New York Times” unter Berufung auf die Internationale Atomenergiebehörde der UNO. Deren Inspektoren sollen 171 Kilo Uran gefunden haben, das der Iran auf die Seite schaffen wollte.
Noch dürfte das Material nicht für den Einsatz in Nuklearwaffen aufbereitet sein. Doch die Nachricht ist alarmierend genug, dass US-Präsident Obama seine politische Linie gegenüber dem Iran wohl über den Haufen werfen muss.
Ob Netanjahu an sich halten kann oder er schon bald zum großen Schlag ausholen wird?
Die Entscheidung ist gefallen: Der Rechte Benjamin Netanjahu soll die Macht in Israel übernehmen. Die USA dringen darauf, dass er jetzt eine Koalition der Vernünftigen schmiedet und keinen Pakt mit den Ultras eingeht – sonst droht Barack Obamas neue Nahost-Politik schon im Ansatz zu scheitern.
Welche Politik er verfolgen wird, ist noch unklar. Im Wahlkampf hat er sich als Hardliner profiliert. Er werde die radikal-islamische Hamas im Gaza-Streifen stürzen, sagte er etwa. Jetzt skizziert er vage die dringendsten Probleme, die seiner Meinung nach auf die nächste Regierung warten: Die absehbare nukleare Bedrohung durch Iran und die trüben Aussichten an der Wirtschaftsfront.
Die Meldungen überschlagen sich allmählich. Man kann gar nicht mehr so viel lesen, wie man müsste, um einigermaßen den Überblick über die Lage zu behalten. Wenn dieses Tempo beibehalten wird, dann haben wir demnächst nicht nur das Problem, die Situation überhaupt noch zu erfassen, sondern die Lage als solche wird uns vor große Herausforderungen stellen.
Ich möchte dennoch nicht den Eindruck vermitteln, dass wir nun in Panik geraten sollten. Ganz im Gegenteil. Es ist wichtig, sich mit den vielen Themen zu befassen. Zumindest oberflächlich, um nicht davon überrascht zu werden, wenn sich an einer Stelle plötzlich eine dramatische Zuspitzung ergibt. Beispielsweise berichtete gestern ein Leser von Hargeld.com, dass in der Ukraine die Bankkonten gesperrt wären – das könnte dann nämlich hier bei uns genauso schnell und unerwartet kommen:
2009-02-20:
[16:30] Leserinfo-AT: in der Ukraine sind jetzt die Bankkonten gesperrt, man kann nichts mehr abheben.
Ob sich die Lage nochmal so beruhigen lässt wie im Herbst 2008 ist fraglich. Inzwischen brennt die Hütte an zu vielen Stellen gleichzeitig, als dass man die Brände noch mit diversem Geldregen löschen könnte. Es deutet einiges darauf hin, dass die zahlreichen Voraussagen tatsächlich eintreffen und sich noch im ersten Quartal 2009 die Gesamtlage drastisch verschlimmern wird.
Ist erst einmal ein bedeutender Staat pleite – es scheint, als würden die Briten mit gutem Beispiel vorangehen – wird es spannend. Denn wann ist zuletzt ein “westlicher” und namhafter Staat wirklich bankrott gewesen? Zu Lebzeiten unserer Großeltern war das. Wir haben nun erstmals wieder das zweifelhafte Vergnügen, das selbst live zu erleben.
Um eben nicht in Panik zu geraten, haben sich viele aufgeklärte Menschen schon seit Monaten oder gar Jahren auf diese Ereignisse vorbereitet. Meist physisch und mental gleichermaßen. Wichtig ist wirklich, dass man sich gedanklich auf alles Mögliche gefasst macht. Dann bekommt man jetzt auch keine Angst vor der aktuellen Situation. Angst hat man nur vor den Dingen, die man überhaupt nicht einschätzen kann und mit denen man nicht gerechnet hat.
Vielleicht ist es der jetzige Zeitpunkt auch geeignet, um über die vielen Themen Anknüpfungspunkte zu Gesprächen mit den “Schafen” zu finden, die noch immer hoffen, dass alles demnächst wieder gut wird.
Großes Kino sag ich nur. Legen Sie sich auf alle Fälle Popcorn bereit. Spannung ist die nächste Zeit garantiert.
Literatur zum Thema Krise
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2Gene weniger
>Und die Leser mit christlichen Verführungslinks zutexten >ist schon wieder eine perfide, listige Art deiner >christlichen Kampfmission.
Ich weiß aber, wer am Ende recht behalten wird, du bist es nicht.
8 Wer weisen Herzens ist, nimmt Gebote an; wer aber ein Narrenmaul hat, kommt zu Fall.
18 Falsche Lippen bergen Hass und wer verleumdet, ist ein Tor.
“lang,lang,lang die wölt steht auf kan fall lang”(nestroy)