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Für grüne Gutmenschen und andere Wirbeltiere: Wind-Kühlschränke und Wind-PCs

Von Wahrheiten.org am 19. Januar 2009 | Kategorie Energie

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 | 6.926x gelesen | 10 Kommentare

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© sprisi / PIXELIO

Auch bei uns in der Pfalz stehen sie zu Hauf: Die 70 Meter hohen Türme der Windräder, die sich ständig drehen.

Gut, ständig ist jetzt übertrieben, aber knapp 5 Tage die Woche sind sie schon in Bewegung. Mal langsamer, mal schneller.

Sie produzieren wohl auch Strom – der dann für teuer Geld als Öko-Strom verkauft wird. Damit kann man  Öko-Kühlschränke und Öko-PCs betreiben – aber nur, wenn’s windig ist.

So toll ich diese Windräder immer fand, inzwischen finde ich sie nur noch “windig”.

Und zwar die Geschäftemacherei dahinter. Mir kam es früher nie in den Sinn zu hinterfragen, was denn schwacher Wind oder Windstille für diese Art der Stromerzeugung bedeutet. Warum auch, die Windräder sind ja da, sehen schön aus, drehen sich oft und sind total umweltfreundlich. Warum also darüber nachdenken?

Sobald man auch nur 5 Minuten ernsthaft darüber nachdenkt – mit “man” meine ich alle Menschen außer Grünenpolitikern und ebensolchen Gutmenschen – stößt man sofort auf eine Frage: Was ist, wenn plötzlich der Wind aufhört?

Na, was soll sein, das macht nichts, der Wind fällt ja nicht überall gleichzeitig aus. Dafür drehen sich dann die Windräder an der Nordsee in diesem Moment weiter. Selbst wenn sich die Räder dort oben wirklich weiterdrehen – das nützt den Süddeutschen herzlich wenig, denn Strom über mehrere hundert Kilometer zu transportieren ist alles anderes als effizient. Da kommt hier unten nahezu nichts mehr von an.

Außerdem, drehen sich die Nordwindräder in diesem Moment schneller, wenn hier unten gerade Flaute herrscht? Egal wie man es dreht und wendet, es bleibt die Frage offen: Woher kommt der Strom bei Windstille?

Entweder, es ist sowieso immer genug Leistung im Stromnetz vorhanden, dann ist es piepegal, ob sich die Mühlen überhaupt drehen. Oder es gibt herkömmliche Kraftwerke, die innerhalb von wenigen Minuten auf Volllast gefahren werden können, um den Verlust auszugleichen.

Betrachten wir zunächst einmal den ersten Fall, es ist also immer genug Leistung vorhanden. Wozu bitte brauchen wir dann diese Riesenpropeller überhaupt? Weil’s schöner aussieht? Damit sich die grüne Politik damit schmücken kann? Das wäre Ressourcenverschwendung und Massenverdummung!

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Wo befinden wir uns, wenn der Human Resources Manager den City Call auf seinem Handy beendet und den Service Point anstrebt? Na klar: in Deutschland natürlich. Immer mehr Menschen sind genervt von der Anglizismenflut, mit der Werber, Firmen, Medien unseren Alltag und unsere Sprache überschwemmen. Weniger wäre mehr, sagt Wolf Schneider und fordert mit vielen guten Gründen zur Mäßigung auf. Dieses Buch ist eine entschiedene Liebeserklärung an unsere Muttersprache . gedacht für alle, denen sie nicht egal ist.

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Im zweiten Fall hieße das, wir müssen für jedes Windrad parallel dieselbe Leistung in Form eines Gasturbinenkraftwerks vorhalten, denn das ist die einzige Kraftwerksart, die man innerhalb von ca. 7 Minuten hoch- und auch genauso schnell wieder runterfahren kann. Das wird beispielsweise auch zur Abdeckung der Spitzenlast verwendet.

Dumm nur, wenn zur Spitzenlastzeit dann auch noch der Wind ausfällt. Daher kann ein Windkraftwerk niemals ohne Absicherung durch herkömmliche Stromerzeugung gebaut werden. Das bedeutet, dass kein einziges der inzwischen vielen tausend Windrädern auch nur ein einziges Kraftwerk herkömmlicher Art eingespart hat. Allenfalls können im günstigsten Fall die Gasturbinen einige Stunden bis wenige Tage abgeschaltet bleiben. Gebaut und betrieben werden müssen sie trotzdem.

Ah, dann sparen die uns ja doch Energie, nämlich das Gas, was in der Zwischenzeit des Windantriebs nicht verbraucht wird. Demgegenüber müssen die Windgiganten aber ebenfalls gebaut und betrieben werden und so oft, wie eines der Dinger hier bei uns stillsteht, frage ich mich, wie sich sowas rechnen soll.

Ich habe mir einmal das Werbeschild am Fuß eines der Propeller angeschaut. Schon nach 6 Jahren Betriebszeit hat sich das Rad amortisiert – bezogen auf den Rohstoffeinsatz. Na super. Nach schätzungsweise 20 Jahren hat sich dann wohl auch der Aufbau, Betrieb und die teure Anbindung an das Fernstromnetz bezahlt gemacht?

Schon schade, wie man uns hier vergackeiert. Das ist zwar nett gedacht, aber welcher von den grünen Gutmenschen würde seinen Kühlschrank oder PC zu 100% an ein Windkraftwerk anschließen? Dazu kommt dann noch, dass dieser ganze Mist mit der CO2-Klimalüge verargumentiert wird. Tut mir leid, so hart ins Gericht gehen zu müssen mit den Damen und Herren der grünen Farbe. Doch sie haben es scheinbar nicht anders verdient.

Wer sich das Thema noch genauer anschauen will, kann sich bei Herrn Heck informieren. Für mich ist die Illusion jedenfalls dahin. Jeden Tag, wenn ich die Drehdinger am Ortsrand sehe frage ich mich, warum ich die anfangs so toll fand – selbst wenn sie sich nicht drehten.

Ein möglicher sinnvoller Einsatz für Windenergie sehe ich einzig in abgelegenen Gegenden, für die es wirtschaftlich nicht sinnvoll erscheint, eine Netzanbindung an das öffentliche Stromnetz zu bauen. Die Menschen dort müssen dann aber damit leben, dass es nicht immer Strom gibt oder man baut aufwendige Batteriespeicher dazu.

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10 Kommentare

  1. am 19. Januar 2009 um 11:12 1 Hannes

    Selbst wenn sich die Räder dort oben wirklich weiterdrehen – das nützt den Süddeutschen herzlich wenig, denn Strom über mehrere hundert Kilometer zu transportieren ist alles anderes als effizient. Da kommt hier unten nahezu nichts mehr von an.

    Unfug. Ja, es gibt Verluste, aber bei Hochspannung sind die Relativ gering. Und vorallem müsstest du diesen Vorwurf in viel stärkerem Maße anderen Energieträgern machen, denn die sind deutlich dezentraler. Wir beziehen beispielsweise Strom aus frz. Atomkraftwerken. Wie kann das sein? Dürfte doch deiner Meinung nach nichts mehr ankommen!

    Nach schätzungsweise 20 Jahren hat sich dann wohl auch der Aufbau, Betrieb und die teure Anbindung an das Fernstromnetz bezahlt gemacht?

    Eine Windkraftanlage hat sich i. d. R. bereits nach 6 Monaten energetisch amortisiert. Oder, wie es die Wikipedia sagt: “Moderne Windenergieanlagen besitzen eine kurze energetische Amortisationszeit von nur wenigen Monaten.”
    Nenn mir einen anderen Energieträger, der sich so schnell rentiert.

    Das ist zwar nett gedacht, aber welcher von den grünen Gutmenschen würde seinen Kühlschrank oder PC zu 100% an ein Windkraftwerk anschließen?

    Es gibt genügend Menschen, die ausschließlich Ökostrom beziehen. Ob dieser nun durch Wind, Wasser oder Sonne hergestellt wird, ist dabei nebensächlich.
    Übrigens: Wenn du wirklich ernsthaft diskutieren willst, solltest du nicht immer abwertend über deine Gegner sprechen (“Gutmenschen” etc.).

    Wer sich das Thema noch genauer anschauen will, kann sich bei Herrn Heck informieren.

    Der Mann hat fast so viel Ahnung wie du, und ist ähnlich voreingenommen. :roll:

  2. am 19. Januar 2009 um 12:26 2 Booby

    @Hannes

    Natürlich hast du in deinen Punkten recht, und zum wiederholten Male fällt mir auf das der Host dieser Seite alles glaubt was einer Verschwörung nahe kommen könnte, achja und die Begründungen sind immer besonders technisch höchst naiv, sodass man an dem Dpl-ING Titel zweifeln darf.
    ABER!!!
    Die Kernaussage stimmt dennoch vollkommen!
    Windkraft ist eine bescheuerte Investition, die Paar kW die erzeugt werden, amortisieren niemals die gesamten Produktionskosten! Alles was da in Wiki steht sind geschönte Zahlen von Lobbyisten, selbst Atomkraftwerke amortisieren sich erst nach Jahren!
    Ein weiterer Punkt ist die zeitlich inhomogene Stromerzeugung. Um den erzeugten Strom also verwenden zu können, benötigt man einen weiteren Erzeuger der kurzfristig zugeschaltet werden kann oder einen guten Speicher, all diese Maßnahmen entfernen die Amortisierung um weitere 10er Potenzen.
    Windkraft ist eine absolute Ressourcenverschwendung, die absurderweise subventioniert wird!
    Über Solarkraft kann man streiten, Windkraft aber nicht mal einer Diskussion würdig…

  3. am 19. Januar 2009 um 20:12 3 Dee

    Nun dieser Beitrag zeugt von wenig Weitsicht, wie Hannes schon geschrieben. Auch du Booby betrachtest die Energieerzeugung nach Masstäben die wenig Weitsicht zeigen.
    Leute bitte stellt euch vor das wir vor einigen Jahren absolut keine Alternative zu Kohle, Gas oder Atom hatten, dies sind die ersten projekte die überhaupt die Menschen eine Alternative sehen lassen.
    Was den Nutzeffekt betrifft so muss ich euch beiden recht geben, durch die schwankungen, kann die energie nicht so effizient gespeist werden wie aus den anderen Quellen, aber dieser Strom ist kostenlos.

    Nun zu meinem eigentlichen Argument. Diese Geräte lassen sich hervorragend in eine neue Form der Stromgewinnung einbringen. Derzeit wird in dieser Weise noch nicht gedacht, aber mit Strom der überschüssig produziert wird liesse sich Gas erzeugen, Knallgas, das dan bei Windflaute oder bei Spitzen effizient genutzt werden könnte.
    Das ist aber nur eine Idee, es gäbe noch so vieles, wenn nicht Gas, dann könnte man genausogut mit Druckluft arbeiten.
    Ihr seht der Ansatz ist ein gänzlich anderer, ein aktiver, lösungsorientierter.
    Wenn ihr nur strom bezieht und darüber meckert wie schlecht eine Sache ist damit ist der Sache nicht geholfen, die Jungs die Windkraft aufstellen bemühen sich wenigsten eine Lösung herbeizuführen, ja noch ist die neue Stromversorgung nicht perfekt, aber anstelle eines Pro oder eines Kontras sind Lösungen und Erweiterungen gefragt. Denkt mal darüber nach

    In diesem Sinne

    Dee

  4. am 19. Januar 2009 um 21:18 4 Booby

    Umformungen der Energiearten, sind immer sehr verlustbehaftet bzw. ein großer Teil wird in Wärme umgewandelt! Dies würde den Leistungsgrad noch weiter senken.
    Und wie bereits in anderen Artikeln erwähnt, sind Gas und Erdöl quasi unendlich verfügbar/ wird ständig nachproduziert

  5. am 20. Januar 2009 um 09:55 5 Jannek

    Also die Windräder sind im Grunde genommen doch nur dazu da, einfach die Leute zu verdummen, ihnen ein reines Gewissen zu geben, dass man auf Ökostrom baut usw. Aber wirklich was bringen tun die Teile auch nicht, das ist aber denke ich, bei fast allen der erneuerbaren Energien so, siehe Solarstrom. Die Sonne scheint auch nicht immer, ganz ohne die herkömmlichen Kraftwerke kommt also wohl keiner aus, es dient ausschließlich zur Beruhigung des Gewissens, dass man eben auf “erneuerbare Energien” setzt….

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