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Strom aus Solarzellen ist größtmöglicher Schwachsinn – “Grüne” ohne Internet

Von Wahrheiten.org am 26. November 2008 | Kategorie Energie

7x Zustimmung
 | 14.187x gelesen | 12 Kommentare

© Martin Luther / PIXELIO

Lassen Sie uns einmal annehmen, man könnte Solarstrom problemlos im großen Stil per Wasserelektrolyse in H2 und O2 umwandeln und ebenso wieder zurück in Strom.

Nehmen wir weiterhin an, wir sind so großzügig und verwenden 10% der Fläche der BRD, um darauf die Solarzellen zu installieren.

Was würde dieses Unterfangen im Vergleich zu Kernkraftwerken kosten?

Dr. Arman Nyilas, Materialwissenschaftler aus der Nähe von Karlsruhe, hat eine Vergleichkalkulation zwischen Kernkraftwerken und derselben Versorgungsleistung auf Basis von Solarzellen, also Photovoltaik, erstellt.

Nun mögen mich die ganzen Gründenker und Ökos beschimpfen, weil ich die Kernkraft positiv darstelle – einzig mangels praktikabler Alternativen. Fakt ist, dass sie verhältnismäßig preiswert ist und zudem 24h am Tag zur Verfügung steht. Die Damen und Herren der grünen Fraktion dürfen gerne ihren Kühlschrank und den Fernseher mit Solarstrom oder Windenergie betreiben. Aber ich möchte dann kein Gejammer hören, wenn der Computer nicht geht, weil nachts gerade kein Windchen weht.

Eckdaten:

Durchschnittliche jährliche Leistung der Solarzellen (Tag/Nacht/Sommer/Winter) beträgt ungefähr 10 W/m2 gemäß 12jähriger kumulierter Erfahrungswerte.

Die Fläche Deutschlands beträgt 358.000 km2 oder 3,6 x 1011 m2.

Die BRD verbraucht heute in etwa 80 GW elektrische Leistung.

Annahme:

Von dieser Fläche (Ackerflächen sind etwa 1/3 der Gesamtfläche) werden 10 % für die Sonnenenergie reserviert. Damit ergibt sich eine Fläche für Solarzellen von etwa 3,6 x 1010 m2. Durch Zufahrtswege und notwendige 30°-Schrägstellung der Solarzellen-Installation kann man etwa von einem Flächenverlust von 10 % ausgehen.

Das ergibt 3,24 x 1010 m2 gesamte Solarzellenfläche.

Mit 10 W/m2 erhalten wir eine Gesamtleistung von 3,24 x 1011 W oder 324 GW. Da Solarstrom intermittierend, also nicht ständig verfügbar ist, wird dieser vor Ort durch Wasserelektrolyse in H2 und O2 umgewandelt.

Wirkungsgrade:

Elektrolyse: ~ 0,7
Transport zum Kraftwerk mittels Pipeline-Technologie: ~ 0,9
Verstromung durch Gaskraftwerke: ~ 0,4
Gesamtwirkungsgrad:  ~ 0,25 oder 25%

Verfügbare Gesamtleistung: 324 x 25% = 81 GW

Kosten:

Solarzelle mit Installation: ~ 400 €/m2

Gesamtinvestition: 400 € x 3,24 x 1010 m2 = 13.000 Mrd € oder 13 Billionen € (~ Staatsverschuldung der USA). Hierbei sind die Kosten für die Gaskraftwerke noch nicht mitgerechnet!
Auf 30 Jahre umgerechnet: Da keine Brennstoffkosten entstehen, ergibt sich für den solaren Strom jährlich eine Summe von 433 Mrd € an Kosten.

Ein Kernkraftwerk kostet etwa 4 Mrd € pro 1 GW Leistung oder für 81 GW 324 Mrd € Anfangsinvestition. Jährliche Fixkosten (Brennstoff/Wartung etc.) etwa 2% oder 7 Mrd €.
Auf 30 Jahre umgerechnet 210 Mrd €.
D. h. die Kosten für Kernkraftwerke über 30 Jahre betragen 324 + 210 = 534 Mrd €, pro Jahr 17,8 Mrd €.

Solarstrom ist damit um den Faktor 25 teurer als Kernkraft!

Die Kritiker sagen jetzt, Faktor 25 ist gar nichts, wenn so ein Kernkraftwerk in die Luft fliegt. Nun, der Faktor ist noch viel höher, da die Kosten für Elektrolyse, Pipelines und Gaskraftwerke nicht mitgerechnet wurden.

Geldherrschaft - Weltwirtschaft ohne Weltwährung - Was wird aus Dollar, Euro, Renminbi?

Das Weltfinanzsystem bebt . wieder einmal. Es stellt sich die Frage: Wird es überleben, und wenn ja, wie wird es danach aussehen? Für Wilhelm Hankel und Robert Isaak hat die westliche Politik einen kritischen Punkt erreicht, an dem sie sich folgender Konsequenz stellen muss: Der Kapitalismus kann nur überleben, wenn er sich für drei Reformen öffnet: stärkere Kontrolle des Finanzsektors, eine neue Weltwirtschaftsordnung (Bretton Woods II), und die Erneuerung des Nationalstaates.

Zum Buch

Zudem, was müsste man an Kosten gegenrechnen, wenn 10% der Fläche Deutschlands unter Solarzellen verschwinden? Auch die Albedo hat in dieser Dimension einen nicht unbedingt zu vernachlässigenden Effekt.

Und welchen Energieaufwand plus herstellungsbedingte Umweltverschmutzung muss man dafür kalkulieren, diese unglaubliche Menge an Solarzellen erst einmal herzustellen?

Diese ganze Geschichte mit Solarstrom und Windkraftanlagen ist ja nett gedacht, aber keine Lösung. Das geht eher in die Richtung von größtmöglicher Volksverdummung mit gleichzeitiger Ausbeutung.

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12 Kommentare

  1. am 26. November 2008 um 12:36 1 amadeus

    Gegendarstellung

    man könnte Solarstrom in O2 und H2 und zurück in Strom verwandeln, allerdings nicht problemlos. Diese Gase herzustellen kostet enorm viel Energie, denn sie lassen sich erst bei -253° C (H2) und -218°C (O2) verflüssigen, was wohl die Mindestvoraussetzung zur Speicherung darstellt, desweiteren trifft man bei verflüssigten H2 auf die seltsame Eigenschaft, daß es durch Metalle (durch) diffundiert; es gibt also immer wieder
    Verluste und im ungünstigsten Fall auch die Konzentration an einer Stelle und damit Explosionsgefahr ! Diese Art der Umwandlung ist extrem teuer, weil eben auf herkömmliche Materialien verzichtet werden muß und stattdessen spezielle Legierungen verwendet werden müssen.

    Wenn man also schon Solarstrom speichern will, dann macht man das mit Druckluftspeichern! Absolut sauber, niedrige Umwandlungsverluste,
    verdammt billig und den Platz haben wir auch z.Bsp. alte Salzstöcke. Asse II läßt grüßen !!!!

    Der große Knackpunkt in der Diskussion Kernkraft vs. Solarstrom ist, daß Kernkraft eine zentrale Energieversorgung und Solar eine dezentrale ist.
    Eine zentrale Energieversorgung hat allein durch Leitung und Umwandlung 1/3 Verlust, daß was bei uns im Haushalt ankommt ist eigtl. nur noch
    70% dessen was produziert wurde, desweiteren fallen bei einem Kraftwerk, welches kontinuierlich versorgt werden muß (Brennstoff) jedes mal die Verluste durch
    Abbau, Transport, Aufbereitung, Transport, Einspeisung und Abfall natürlich plus Transport an. Diese sogenannten Energieketten tauchen in der Regel in keiner
    wirtschaftlichen Betrachtung auf und somit ist ein Vergleich wie ihn A.Nyilas angestellt hat einfach nur MÜLL !!! er ist eben ein Materialwissenschaftler
    am ITP Karlsruhe, welches für die Nähe zu AKW Betreibern bekannt ist. So wie es scheint, ist die Redaktion von wahrheiten.org einem Lobbyisten aufgesessen.

    Es läßt sich also sagen, daß die Kosten für den Betrieb eines AKW stark untertrieben werden, die Entwicklungskosten tauchen nirgends auf, es wird so getan als hätte man AKW nie entwickeln müssen, nie subventionieren müssen. Sie waren schon immer da ! Waren sie nicht, sie werden seit über 70 Jahren
    entwickelt, subventioniert und mittels militärischer Forschung auch noch quersubventioniert.
    Desweiteren müssen AKW Betreiber eine Haftpflichversicherung abschließen, die Schäden abdeckt bis max. 2,5 Mrd. euro !
    Ich wiederhole: 2,5 Milliarden Euro !!!
    Den Rest zahlt der Bund im Falle eines GAU !
    Dieser Gau würde ca. 5 Billionen Euro Schaden anrichten! Müßten AKW bis 5 Bio.€ abgesichert werden und die externen Kosten wirklich durch den verbraucher
    bezahlt werden, kostet eine KWh ca 1 bis 1,5 € !!!!!!!
    Also nix da mit Vergleich!

    Desweiteren zieh ich den Flächenverbrauch in Zweifel, denn erstens :
    Die Eckdaten:
    Stadtwerke Karlsruhe, deren Anlage hier als Richtwert für die m² Leistung herangezogen wird, stellt sich m.M nach wie folgt dar: auf einer Fläche von 1000 m² steht eine Anlage mit 100kw/p und einem jährlichen Ertrag von 90.000 KW/h ! Das ist kein Hinweis auf die im Artikel angegebenen 10 W/m² , es könnte bedeuten, daß pro m² und SEKUNDE 10 Watt erzeugt werden; so wird ein Schuh daraus.

    zweitens, müssen ;wenn denn die Zahlen wirklich stimmen; nicht zusätzlich 10 % der Fläche zugepflastert werden sondern man könnte ja rein hypothetisch
    schon vorhandene Dachflächen ebenso auch kontaminierte Flächen benutzen und

    drittens, hat bisher noch kein normal denkender Mensch verlangt den Strombedarf nur durch Photovoltaik zu decken.
    Windkraft, Biomasse und Geothermie haben einen zu vernachlässigenden Flächenverbrauch bei einer doch annehmbaren Stromausbeute.
    Die kleine Spitzfindigkeit, daß die Öko´s nicht jammern sollen, wenn nachts keine Sonne scheint und somit der Rechner funktioniert betrachte ich mal als jugendlichen Leichtsinn, denn es ist wohl bekannt, daß im AKW Spitzenreiterland in jedem Sommer die AKW runtergeregelt werden bzw. abgeschaltet werden müssen,
    das Kühlwasser ist zu warm !

    Nach 70 Jahren Forschung, unter Einbeziehung aller Kosten und Schäden, der Sichtbarmachung aller Energieketten und einer Diskussion
    zentrale vs. dezentrale Energieversorgung kann man selbst die Luxusvariante der Stromherstellung namens Photovoltaik als spottbillig betrachten.

    Windkraft und Biomasse sind demzufolge ein Schnäppchen!
    eine Kombination der erneuerbaren Energien ………?

    VG Amadeus

  2. am 26. November 2008 um 12:39 2 Aufmerksamer Leser

    Da werden die grössten Schwachsinnigkeiten der Energiegewinnung genommen und miteinander Verglichen.

    Mit der Behauptung es gäbe keine andere Energiegewinnungen, uneffektiv.
    Nichtwissen als Argumentationspunkt.

    Und Angst soll auch gemacht werden:
    “Die Damen und Herren der grünen Fraktion dürfen gerne ihren Kühlschrank und den Fernseher mit Solarstrom oder Windenergie betreiben. Aber ich möchte dann kein Gejammer hören, wenn der Computer nicht geht, weil nachts gerade kein Windchen weht.”

    Weil nicht bekannt, nicht existent, ist die Logik dieser Studie.

    Nun gibt es also nur noch Atomstrom und unsere Enkel müssen sich um den Atommüll kümmern?

    Ich empfehle:
    http://freieenergie-sammlung.b...gspot.com/

    Dann muss man sich auch keine Ängste um Speichermöglichkeiten von Energie machen.

    Aber der Artikelschreiber hat ja wohl auch Angst das sein Fernseher nicht läuft. Oder habe ich da etwas falsch verstanden?
    Die Angst bleibt mir erspart :)

    In meinen Augen will der Schlaue Doktor seine Produkte an den Mann bringen. Da ist dann schon mal schnell eine Studie zwischen zwei unnützen Energiegewinnungsformen gemacht.

    Die Dezentralisierung der Energiegewinnung sollte im Vordergrund eines jeden Artikels stehen, der sich mit Energiegewinnung beschäftigt.

    Aber wie ich schon mal sagte:
    Noch immer zählt in unserer Gesellschaft der, welcher den grössten Schw… hat.”

    EnBW wird sich für den Artikel bestimmt bedanken.

  3. am 26. November 2008 um 15:40 3 Atom

    Windkraft und Photovoltaik sind lächerlich, der Einsatz dieser Techniken macht nur Sinn, wenn man keine andere Stromanbindung hat, z.B. abgelegenes Gelände. Die Aufwände zur Speicherung der Energie und zur Rückgewinnung sind immens und auch gar nicht im großen Stil bezahlbar verfügbar.

    Übrigens, für jedes Windrad und jede Solarzelle muss dieselbe Leistung in herkömmlicher Technologie vorhanden sein, falls der Wind oder die Sonne ausfällt. Was sparen uns die Windmühlen und Photovoltaikzellen? Gar nix, die kosten uns nur Geld, denkt an die bescheuerte Einspeisevergütung. Wer zahlt die denn? Ihr meine Herren. http://www.wilfriedheck.de

    Jeder, der die Sinnlosigkeit von Windkraft und Photovoltaik anzweifelt, argumentiert absolut unseriös. Und von daher ist das mit dem Kühlschrank schon korrekt. Es wäre zwar schön, aber es ist nicht praktikabel, das muss jeder einsehen, wenn er ehrlich ist.

    @amadeus, die Entwicklungskosten von Solarzellen sind auch nicht mitgerechnet, Dein Vergleich hinkt. Außerdem ist das mit den KKWs nur ein Vergleich, man könnte statt Kernenergie auch Kohlekraftwerke heranziehen – außer man glaubt an die CO2-Lüge ;)

  4. am 26. November 2008 um 16:07 4 amadeus

    @ atom

    Die Entwicklungskosten von Photovoltaik sind in der Tat nicht in vollem Umfang eingepreist, stimmt. Die Relation ist nur eine gaaaanz andere !
    Daß man auch Kohlekraftwerke zum Vergleich nehmen kann ist logisch, es wurde aber ganz eindeutig AKW mit Solarzellen verglichen, weil der Experte vom ITP zitiert wurde.
    Selbstverständlich sind die Relationen bei der Kohle dann wieder ganz andere. Der Nachteil von Kohle, nämlich der zentralen Energiebereitstellung und der damit verbundenen Kosten und Risiken bleibt bestehen.
    V.a. Kohle benötig einen recht hohes Volumen an Ausgangsstoffen und damit i.d.R. einen Bahntrasse, einen naheliegenden Hafen, eine Abraumhalde usw. Wer bezahlt das, der Stromverbraucher oder der Steuerzahler?

    Du sagtest:
    “Die Aufwände zur Speicherung der Energie und zur Rückgewinnung sind immens und auch gar nicht im großen Stil bezahlbar verfügbar.”
    Falsch, ich habe auf eine Technologie hingewiesen, die simpler nicht sein könnte (Druckluft).
    Ein franz. Mechaniker hat vor einigen Jahren ein Auto gebaut , welches durch Druckluft angtrieben wurde und er zeigte, daß er mit dieser “neuen” Technologie zumindest ein Stadtauto auf die Beine/Räder gestellt hat.
    Die Aussicht, daß Tankstellen in Zukunft nicht mehr beliefert werden, weil sie durch Wind und Solar Strom herstellen und damit Luft komprimieren ist doch großartig!
    Ebenso würde ein heutige Öltank von 4000L im Eigenheim ersetzt werden können durch einen ebensogroßen Druckluftspeicher, welcher das Haus mit Strom und somit auch Wärme versorgen kann. Nix da mit Heizöllieferung!!!
    Die Technologie ist uralt, warum wurde sie nicht in die Massenproduktion überführt (obwohl sie so simpel ist), weil es das fehlende und letzte Teilchen einer dezentralen Versorgung darstellt.
    Im Grunde genommen ist es nur ein Flüssiggastank mit einer Turbine davor, ich denke das ist machbar ABER NICHT GEWOLLT !!!

    Die irrige Annahme, daß man für jede KWh erneuerbare energie ebensoviel herkömmliche Grundlast vorhalten muß ist durch die Speichermöglichekeit (Druckluft) in Frage gestellt, desweiteren sind Geothermie und Biomasse grundlastfähig und ebenso sind wir noch lange nicht am Ende der Energieeinsparmöglichkeit angelangt und man kann ja auch mal die Frage stellen, warum sollte ich nicht meine Wäsche waschen wenn der Wind weht ?
    Derzeit werden die ersten Stromzähler installiert, deren Abrechnungsgrundlage die Zeitkomponente ist. Früher hatte man “Nachtspeicher” und demnächst wird der Strom
    in Spitzenlastzeiten sackteuer und nachts und am Wochenende spott billig. Auch dadurch wird die Vorhaltung von herkömmlicher Energie herabgesetzt!

    VG
    Amadeus

  5. am 27. November 2008 um 12:07 5 TheChingachgook

    nur so ein paar Gedanken dazu:

    schon mal über die Entsorgungskosten bzw. -Orte von Atommüll nachgedacht??

    Ein Otto-Normalverbraucher kann sich ein paar Solarzellen aufs Dach binden – mit einem Kernkraftwerk wirds da schon ein bißchen schwieriger ;-)

    Ein Kernkraftwerk muß mit öffentlichen Mitteln finanziert werden – Solarzellen werden hauptsächlich von privater Hand finanziert (ausgenommen Förderungen)

    und wenn mal eine Solarzelle vom Dach fällt, dann hat vielleicht mal jemand eine Beule — was ist aber wenn das Dach vom Kernkraftwerk fliegt ??? — mal abgesehen von den ‘Kosten’ die daraus entstehen

    Man kann sehr vieles in Zahlen und Geld berechnen — in Tschernobyl hat man das auch …..

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