Let’s Paaardy! Und Du zahlst die Zeche, lieber Steuerzahler!

© RainerSturm / PIXELIO

Ja ist es denn zu fassen? Jetzt regt sich die Welt darüber auf, dass die AIG-Banker sich eine wohlverdiente und lange geplante Erholungsreise gönnen. Das zum einen.

Zum anderen ist das Geld in einer Partyveranstaltung momentan sicher deutlich besser angelegt als in irgendwelchen Aktien oder Wertpapieren.

Man könnte das Papiergeld auch ein paar Hungrigen geben, die sich damit ein Feuer zum Essen kochen anzünden könnten, aber lieber sollen sich die Banker ein gescheites Buffet davon leisten, das macht schon mehr Sinn.

Oh, die paar hunderttausend Dollar, meine Güte. Es ist doch eh egal, lassen wir sie doch feiern, demnächst ist der Laden dich. Nein nein, nicht die AIG ist dicht, die USA. So pleite wie Island. Sollen sich doch die armen Banker noch ein paar schöne Tage machen.

Ach, und ob das Steuergelder sind ist doch wurst. Wieviele Milliarden werden allein jährlich in der BRD verschwendet?

Andererseits, die Jungs und Mädels von der Bank haben sich das aus zweierlei Gründen redlich verdient:

  1. Sie haben es geschafft, die größte Finanzbubble aller Zeiten zu schaffen. Stellvertretend für alle anderen Banker weltweit feiern sie diesen Erfolg.
  2. Es wird wohl die letzte große Party in ihrem Leben gewesen sein, denn die zukünftigen Weihnachtsfeiern in der Wohlfahrt werden für die “Finanzprofis” sicherlich eher kärglich ausfallen.

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Außerdem, Wellness und Golf sind doch nichts Böses, oder?

Für weiteren Zündstoff sorgt zudem ein Luxusaufenthalt von AIG-Managern in einem exklusiven Resort im sonnigen Kalifornien auf Kosten des Staates. Wie US-Medien unter Berufung auf einen Ermittlungsausschuss des US-Kongresses berichten, beläuft sich die Rechnung für die Top-Manager auf 440’000 Dollar – Wellness-Behandlungen, Golf-Trips und Galamenüs inklusive.

Im selben Artikel steht auch noch, dass der externe Berater Joseph Cassano Gehaltszulagen von $34 Mio. behalten darf. Ja wofür ist das Rettungspaket denn sonst da? Sollen die Banken das Geld vielleicht einfach nutzlos verfallen lassen?

Sie müssen das so sehen: Dieser arme Mann hat alles zu verlieren, von dem will in seinem ganzen Leben nie wieder jemand Beratung haben – nicht mal sein späterer Richter.

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